Foto: pixabay.com/Iris Depiris (Symbolfoto)

Tibet Terrier

Kleine, individuelle Persönlichkeiten mit Charme und Ausstrahlung – das zeichnet die Tibet Terrier aus. Sie sind intelligente Tiere, die nicht nur als Familien-, sondern auch als Therapiehunde beliebt sind. Denn mit ihrer liebenswerten Art bahnen sie sich den Weg ins Herz jedes Hundeliebhabers. Sie sind treue, zutrauliche Begleiter, die ihr Herrchen oder Frauchen gerne überallhin begleiten. Woher sie genau stammen, wie Du sie am besten hältst und worauf Du bei den Vierbeinern sonst noch achten solltest, das kannst Du in diesem Rasseportrait nachlesen.

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Steckbrief

Herkunft
Tibet
Körperbau
kompakt, rechteckig und harmonisch
Größe
klein; 35 bis 41 Zentimeter
Gewicht
8 bis 14 Kilogramm
Fell und Farbe
zweilagiges Haarkleid mit dichtem Unterfell und gewelltem, weichem Deckhaar; in vielen Farben von Weiß bis Schwarz, zahlreichen Braun- und Goldtönen sowie gescheckt und dreifarbig
Charakter
fröhlich, verspielt, wachsam, intelligent
Pflege
pflegeintenisves Fell, regelmäßiges Bürsten, Hundefriseur besuche
Gesundheit
allgemein gute Gesundheit
Lebenserwartung
12 bis 15 Jahre
Inhalt

Über Herkunft und Entwicklung des Tibet Terriers

Wie der Name der Fellnasen bereits verrät, stammen die Tiere aus Tibet in Zentralasien. Im Himalaya waren sie rauem Klima auf 4.500 Höhenmetern ausgesetzt. Gemeinsam mit dem Do Khyi hatten sie die Aufgabe, Viehherden zu hüten. Sie mussten die Tiere bewachen und diese gegebenenfalls wieder zurücktreiben. Der Do Khyi musste die Herde hingegen schützen und Fremde fernhalten. Gemeinsam waren diese beiden Rassen ein eingespieltes Team.

Erst nach 1920 kamen die Fellnasen nach Europa. Sie waren damals ein Geschenk an eine englische Ärztin, die eine tibetische Dame in Indien operierte. Als Dank erhielt die Ärztin einen Welpen und begann ihre eigene Zucht. Die Anerkennung der Tibet Terrier als Rasse erfolgte 1931 durch den englischen Kennel Club. Erst 1939 gelangten die Vierbeiner nach Deutschland, wo sie sich auch heute noch großer Beliebtheit erfreuen.

Foto: pixabay.com/Manfred Antranias Zimmer (Symbolfoto)
Foto: pixabay.com/Manfred Antranias Zimmer (Symbolfoto)

Wesen und Charakter des Tibet Terriers

Aufgrund seiner Herkunft hat der Hund einen ausgeprägten Dickkopf. Diesen gilt es mit der richtigen Erziehung bereits bei den Tibet Terrier Welpen in den Griff zu bekommen. Denn gelingt das nicht, so sieht sich der Vierbeiner als Chef des Rudels und macht das, worauf er Lust hat. Deshalb ist eine liebevolle und konsequente Erziehung unerlässlich. Besuche aus diesem Grund unbedingt mit Deinem Vierbeiner eine Hundeschule. Hat er alle Grundkommandos gelernt und beherrscht diese, dann ist er der ideale Familienhund.

Damit Dein tierischer Liebling ausgelastet ist, solltest Du nach einer Aufgabe für Deinen treuen Begleiter suchen. Egal ob Fährtensuche, Agility oder Obedience – mit einem solchen Hobby bereitest Du Deiner Fellnase eine große Freude. Denn Tibet Terrier sind aufgrund ihres Wesens und Charakters neugierig, temperamentvoll sowie aufgeweckt. Zudem sind sie sehr sportlich und lieben hügeliges Gelände sowie Schnee.

Aufgrund ihrer Herkunft beschützen sie ihr Zuhause und ihre Familie. Enger Kontakt zu allen Mitgliedern ist für die Tiere essentiell. Für die Zwingerhaltung sind die zutraulichen Begleiter keinesfalls geeignet. Vielmehr möchten sie gemeinsam mit Herrchen oder Frauchen zusammenwohnen. Denn sie lieben ihre Familie sehr, sind jedoch Fremden gegenüber zurückhaltend. Mit Kindern gehen sie sanft und liebenswert um. Sie bewegen sich gerne und sind deshalb die idealen Spielgefährten.

Der FCI-Rassestandard legt fest: „Lebhaft, gutmütig. Treuer Kamerad mit vielen einnehmenden Wesenszügen. Aus sich herausgehend, wachsam, intelligent und mutig; weder ungestüm noch streitsüchtig. Fremden gegenüber zurückhaltend."

Rassetypisches Aussehen

Der Tibet Terrier ist ein mittelgroßes Tier, das muskulös ist. Er hat einen kompakten Körperbau, ist kräftig und quadratisch. Dennoch bewegt er sich leicht und ist keinesfalls schwerfällig. Er erreicht eine Schulterhöhe von 41 Zentimetern und wiegt zwischen acht und 14 Kilogramm. Hündinnen bewegen sich eher im unteren Bereich dieser Angaben.

Der Kopf ist ebenfalls mittelgroß und hat einen ausgeprägten Stopp. Charakteristisch für diese Rasse sind die runden, dunklen Augen sowie die herabhängenden Ohren. Zudem besitzen Tibet Terrier einen schwarzen Nasenspiegel. Grundsätzlich gibt es die Tiere in den unterschiedlichsten Farbausprägungen:

- Reinweiß
- Schwarz
- Gold
- Grau
- Schwarz-Weiß
- Creme


In der Regel kann sich bei Welpen das Fell noch stark verändern. So stellt sich erst im Verlauf der Zeit heraus, welche Farbe der Hund wirklich erhält. Aufgrund der extremen klimatischen Bedingungen in seinem Ursprungsland hat der Tibet Terrier ein sehr dichtes Haarkleid. Es besteht aus feiner, weicher Unterwolle und einem langen Deckhaar.

So ist er mit seinem Doppelfell optimal vor Kälte und Wind geschützt. Doch auch starke Sonneneinstrahlung kann den Vierbeinern nichts ausmachen. Temperaturen von +25 °C und -40 °C stellen für die ehemaligen Hütehunde kein Problem dar.

Foto: pixabay.com/Manfred Antranias Zimmer (Symbolfoto)
Foto: pixabay.com/Manfred Antranias Zimmer (Symbolfoto)

Pflege und Gesundheit des Tibet Terrier

Das seidige Doppelfell des Tibet Terriers erfordert besondere Aufmerksamkeit. Es sollte etwa zwei Mal pro Woche gebürstet werden – im Idealfall mit einer Naturbürste. Auf das Scheren solltest Du hingegen besser verzichten. Denn schneidest Du das Fall zurück, so geht mit der Zeit das seidige Haarkleid verloren, da dadurch die Struktur des Fells geschädigt wird. Das Deckhaar wird dann von der Unterwolle verdrängt.

Durch regelmäßiges Kämmen entfernst Du hingegen abgestorbene Haare und regst die Durchblutung an. So wird das Fell Deines Lieblings weich, glänzend und geschmeidig. Zudem verhinderst Du dadurch, dass das Fell des Tibet Terriers verfilzt.

Neben der Fellpflege solltest Du auch Zähne, Ohren und Augen regelmäßig kontrollieren. Entdeckst Du Veränderungen, solltest Du zeitnah einen Tierarzt aufsuchen und Deinen treuen Begleiter behandeln lassen. Grundsätzlich sind die Vierbeiner jedoch sehr robust und nur wenig krankheitsanfällig. Damit diese möglichst lange fit bleiben, solltest Du außerdem auf die Ernährung achten.

Gesunde und ausgewogene Kost ist unerlässlich für Deinen Liebling. Verteile das Futter am besten auf mehrere Mahlzeiten über den Tag und gönne der Fellnase im Anschluss etwas Ruhe zum Verdauen. Am besten fütterst Du sie nach dem Spaziergang. Hat sie eine Allergie, so musst Du zu Schonkost greifen. Dies solltest Du jedoch unbedingt mit einem Tierarzt absprechen. Denn nur so stellst Du sicher, dass Dein tierischer Begleiter alle wichtigen Nährstoffe erhält, die er benötigt. Bei entsprechender Haltung und gesunder Ernährung kann Dein Vierbeiner bis zu 15 Jahre alt werden und immer treu an Deiner Seite sein.

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