
Du möchtest wissen, ob der liebenswürdige Vierbeiner auch in Dein Leben passt? In unserem Rasseporträt erfährst Du alles, was Du schon immer über den aufrechten Labrador Retriever wissen wolltest!
In Deutschland ebenso wie in den USA und Großbritannien gehört der Labrador zu den fünf beliebtesten Hunderassen. Dies liegt sicherlich daran, dass er scheinbar immer gut gelaunt zu sein scheint. Außerdem geht er mit seinem freundlichen Wesen auf jeden offen zu und baut zu seinen Menschen eine enge Beziehung auf. Als Familien- und Begleithund eignet sich diese Rasse bestens. Wenn Du einen Labrador Retriever kaufen möchtest, ist dies über unseren Tiermarkt möglich.
Der Name „Labrador Retriever“ benennt zum einen seine Eignung. Denn „to retrieve“ bedeutet auf Deutsch „zurückholen“ oder „apportieren“. Zum anderen weist er auf seine Herkunft hin. Der Labrador stammt ursprünglich von einer Halbinsel im Nordosten von Kanada, die den gleichen Namen trägt. Wie er dorthin gekommen ist, ist laut Experten nicht klar. Bekannt ist aber, dass er aus dem Neufundländer hervorgegangen ist. Diese Hunderasse ist typisch für die Region gewesen. Den Labrador unterschied man 1814 schließlich vom Neufundländer, weil er sich durch eine schlankere Statur und ein kürzeres Fell auszeichnete.
Kanadische Fischer nutzten ihn damals gerne, um ihre Netze aus dem Meer zu holen.
Mit englischen Besatzern kam der Labrador Retriever schließlich nach Großbritannien, wo man ihn gezielt züchtete. Typisch waren zunächst nur schwarze Labradore, die anderen Farben kamen erst mit der Zeit hinzu. 1899 wurde der erste gelbe Rüde, Ben of Hyde, bei der Zucht eingesetzt. Seit den 1980ern werden in den USA auch Labradore in Grau oder Silber gezüchtet. Ungefähr 2005 kamen sie nach Deutschland. Die Variation ist bei vielen Verbänden jedoch noch nicht offiziell anerkannt. Dies liegt daran, dass nicht immer eindeutig ist, ob es sich um reinrassige Hunde oder um Mischlinge aus Labrador Retriever und Weimaraner handelt.

Als Familienhund eignet sich diese Rasse aufgrund ihrer herzlichen Art hervorragend. Das Labrador-Wesen zeichnet sich besonders durch folgende Eigenschaften aus. Der Hund ist:
- freundlich
- ausgeglichen
- kinderlieb
- intelligent
- treu
- neugierig
Da der Labrador einen engen Bezug zu seiner Familie sucht, begleitet er sein menschliches Rudel am liebsten überallhin. Statt alleine in der Wohnung zu bleiben, folgt er Dir gerne auch zu Restaurant-Besuchen oder Ähnlichem. Dank seiner gelassenen Art wird er glücklich und entspannt zu Deinen Füßen warten.
Deshalb eignet sich der Labrador Retriever überhaupt nicht als Wachhund. Statt Dein zu Hause zu beschützen, wird er eher freudig jeden Einbrecher willkommen heißen.
Der FCI-Rassestandard legt fest: „ausgeglichen, sehr aufgeweckt. Vorzügliche Nase, weiches Maul; begeisternde Wasserfreudigkeit. Anpassungsfähiger, hingebungsvoller Begleiter. Intelligent, eifrig und willig, mit großem Bedürfnis seinem Besitzer Freude zu bereiten. Von freundlichem Naturell, mit keinerlei Anzeichen von Aggressivität oder deutlicher Scheue."
Der Labrador zeichnet sich durch ein kurzes, dichtes und hartes Fell mit einer wasserbeständigen Unterwolle aus. Er besitzt einen kräftigen Körperbau mit einer kurzen Lendenpartie. Sein Oberkopf ist breit und lässt ihn imposant und stark aussehen. Der Hals ist besonders kraftvoll, die Brust und der Rippenkorb sind tief und gut gewölbt. Der Stop, also der Bereich zwischen Nasenwurzel und Schädelkalotte, ist sehr prägnant. Die Ohren sind beim Labrador Retriever hängend, haben eine mittlere Größe und befinden sich relativ weit hinten am Kopf.
Weitere äußere Erscheinungsmerkmale:
- breite, ausgeformte Nasenlöcher
- mittelgroße, haselnussfarbene oder braune Augen
- auffällige Rute mit dichtem Fell, dickem Ansatz und sich verjüngender Spitze
- kräftige Vorderläufe
- lange Schulterblätter
- runde Pfoten
Der Labrador zeichnet sich zudem durch ein kurzes, dichtes Fell mit einer wasserbeständigen Unterwolle aus. So kann er zusammen mit seiner Otterrute perfekt durchs Wasser gleiten.

Verpaart man zwei schwarze Tiere miteinander, sind alle drei Farben möglich, während es bei gelben Hunden nur Nachkommen mit der gleichen Farbe gibt. Braune Labradore können sowohl schokobraune als auch gelbe Welpen hervorbringen. Seit den 1980ern werden in den USA zudem Labradore in Grau oder Silber gezüchtet.
Labrador Retriever gelten als gute Fresser, weshalb Du bei der Hundeernährung ein wenig aufpassen musst. Bei übermäßiger Energieversorgung kann es leicht zu Übergewicht kommen, was sich wiederum negativ auf die Gelenke der Tiere auswirken kann. Da sie gerne alles aufsammeln, was ihnen gerade vor die Schnauze kommt, solltest Du auch beim Gassigehen aufpassen. Andernfalls kann es dazukommen, dass sich Dein vierbeiniger Freund eine Magenverstimmung oder Schlimmeres einfängt.
Mit seinem kurzen, wasserabweisenden Fell ist der Labrador ziemlich pflegeleicht und muss nur ab und zu gebürstet werden. Findet der Fellwechsel statt, verhindert das, dass Dein Labrador seine Haare überall in eurem Zuhause verteilt. Ein wenig Sorgfalt verlangen außerdem die Ohren, die Du bei Bedarf reinigen solltest.
Häufig auftretende Krankheiten:
- HD: Hüftgelenksdysplasie, Fehlstellung von Gelenkpfanne und Gelenkkopf
- Diabetes mellitus: mithilfe von passendem Futter und medizinischen Therapien gut in den Griff zu bekommen
- Futtermittelallergien: allergenfreies Hundefutter kann helfen