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Der Zwergschnauzer: Klein, aber oho!

Der Zwergschnauzer hat ein einmaliges Aussehen und sieht aus als trüge er einen Bart. Mit diesem flinken Vierbeiner kannst Du sorglos lange Joggingstrecken zurücklegen. Wir stellen Dir die ganz besondere Hunderasse im Porträt vor.

Der kleine Vierbeiner zählt zu den kleinen Hunderassen und Wachhunden. Trotz seiner Größe schlägt der Zwergschnauzer schnell an und beschützt sein Revier mit vollem Körpereinsatz. Das Energiebündel bringt Lebens ins Haus und überzeugt durch seine Vielseitigkeit: Er eignet sich als Familienhund, kann als Wachhund zum Einsatz kommen und ist ein ausdauernder Sportpartner.

Steckbrief

  • Herkunft: Deutschland
  • Klassifikation: Begleithund, Wachhund
  • Größe: 31 bis 36 Zentimeter
  • Gewicht: 4 bis 8 Kilogramm
  • Körperbau: klein, kräftig
  • Fell und Farbe: rauhaarig, lang, weiß oder schwarz, schwarz und silberfarben, Pfeffer-Salz-farben
  • Charakter: verschmust, wachsam, lebhaft
  • Pflege: einmal pro Woche bürsten, Bartpflege
  • Gesundheit: Hyperlipidämie, Blasensteine, Augenerkrankungen, Schnauzer-Komedo-Syndrom
  • Lebenserwartung: 12 bis 15 Jahre

Über Herkunft und Entwicklung des Zwergschnauzers

Die Geschichte des Zwergschnauzers reicht bis ins 15. Jahrhundert zurück. Hier wurde der Vorfahre des Schnauzers, der Riesenschnauzer, zur Rattenjagd und zur Begleitung von Kutschen eingesetzt. Schließlich wurde er mit kleineren Artgenossen und Pinschern gekreuzt und drei Schnauzer-Arten gezüchtet. Die Unterkategorie der Zwergschnauzer entstand durch die Kreuzung zwischen einem Affenpinscher und einem Mittelschnauzer. Bis heute erfreut sich der Zwergschnauzer weltweit größter Beliebtheit.

Rassentypisches Aussehen

Seinen Namen verdankt der Zwergschnauzer natürlich seinem Bart. Sowohl bei Zwerg-, aber auch Mittel- und Riesenschnauzern zählt dieser zu den typischen Merkmalen. Die Fellfarben des Zwergschnauzers variieren zwischen Weiß, Schwarz und Silberfarben. Während Zwergschnauzer mit einfarbig weißem Fell eine Seltenheit sind, trifft das auf Zwergschnauzer mit schwarzem Fell nicht zu.

Ein schwarzer Zwergschnauzer weist keine hellen Abzeichen auf, dafür aber eine ebenso schwarze Unterwolle. Solche Artgenossen mit Salz-Pfeffer-farbenem Fell weisen ein changierendes Fell in verschiedenen Schwarz- und Graunuancen auf. Der amerikanische Zwergschnauzer ist auch als Parti-Schnauzer bekannt und weist andere Farbkombinationen auf. Aufgrund einer Größe von maximal 36 Zentimetern und einem Gewicht von vier bis acht Kilogramm zählt der Zwergschnauzer zu den kleinen Hunderassen.

Foto: pixabay.com/Edgar Sax

Zum Wesen des Zwergschnauzers

Der Charakter des Zwergschnauzers lässt sich als eigenwillig, dickköpfig, freundlich und verschmust beschreiben. Sein starkes Temperament lässt sich nicht leugnen, sorgt aber auch dafür, dass der Zwergschnauzer ein verlässlicher Wachhund ist. Dennoch ist er sehr verschmust, menschenorientiert und loyal, weswegen er sich bestens als Familienhund eignet.

Auch Sport-Fans finden im Zwergschnauzer ihren perfekten Sportpartner – das kleine Energiebündel ist aktiv, lebhaft und ausdauernd. Der Zwergschnauzer will sein Herrchen oder Frauchen glücklich machen – demnach ist er äußerst lernbegierig und braucht ein hohes Maß an Zuwendung und Aufmerksamkeit von seinen Lieblingsmenschen.

Das solltest Du wissen, wenn Du einen Zwergschnauzer halten willst

Bei der Haltung des Zwergschnauzers solltest Du beachten, dass der quirlige Wachhund viel Bewegung braucht. Ein erwachsenes Tier freut sich über mindestens eineinhalb Stunden pro Tag, bestenfalls mehr. Das ist vor allem wichtig, wenn Du Deinen Zwergschnauzer in einer Wohnung und nicht in einem Haus mit Garten hältst. Wohl fühlt sich der Zwergschnauzer sowohl in einer großen Familie sowie mit nur einem Herrchen oder Frauchen. Eine konsequente Erziehung ist dennoch wichtig, um ein harmonisches Zusammenleben zu garantieren.

Training und Beschäftigung des Zwergschnauzers

Der Zwergschnauzer hat einen starken Bewegungsdrang, weswegen er sich über ausgiebige Gassi-Runden freut. Steht ihm außerdem ein Garten oder eine andere Grünfläche zur Verfügung, ist der kleine Vierbeiner überglücklich. Langweilen möchte er sich aber nicht – deshalb ist es wichtig, dass Du regelmäßig mit ihm spielst.

Beim Training ist er äußerst gelehrig und intelligent. Gute Gewohnheiten lernt er schnell, und das ist aufgrund seines lauten Organs und seiner aufgeweckten Persönlichkeit auch gut so! Bestens eignen sich außerdem Agility Trainingseinheiten, Dogdancing und Dog Frisbee.

Die beste Pflege für langanhaltende Gesundheit

Die Fellpflege beim Zwergschnauzer gestaltet sich sehr einfach. Sein Fell musst Du nur einmal pro Woche bürsten, dafür aber regelmäßig trimmen. Denn: Der Zwergschnauzer haart nicht, weshalb abgestorbenes Haar durch Trimmen entfernt werden muss. Dann bleibt Dein Zwergschnauzer kurzhaarig. Wird das Deckhaar hingegen nicht getrimmt, kann es bis zu zehn Zentimeter lang werden. Besonderes Augenmerk solltest Du auf die Pflege von Ohren, Krallen und Augen legen.

Schon gewusst?
Dadurch, dass der Zwergschnauzer kaum haart, kann er auch von Allergikern gut gehalten werden.

Zwergschnauzer: In der Regel gesund

Zwergschnauzer neigen zu Knieproblemen, Harnsteinen, Augenerkrankungen und Epilepsie. Weitere rassespezifische Krankheiten sind Diabetes und Pankreatitis. Erblich bedingt ist die Hyperlipidämie, also ein erhöhter Cholesterinspiegel. Mit viel Bewegung, einer ausgewogenen Ernährung und Gewichtskontrolle kannst Du dieser Fettstoffwechselstörung jedoch vorbeugen. Die Lebenserwartung des Zwergschnauzers liegt bei zwölf bis 15 Jahren.

Die richtige Ernährung für kleine Kraftpakete

Bei der Zwergschnauzer-Ernährung solltest Du gewisse Regeln beachten. Etwa, dass ein junger Hund mit viel Auslauf proteinreicheres Futter benötigt als ein Senior-Hund. Generell hat der Zwergschnauzer einen höheren Stoffwechsel, weshalb auch sein Energiebedarf höher ist. Füttern solltest Du Deinen Wegbegleiter mehrmals pro Tag, allerdings nur kleine Portionen – diese sind für den kleinen Hundemagen bekömmlicher.

Mit dem Zwergschnauzer entscheidest Du Dich für einen Hund, der mutig, temperamentvoll, anhänglich und anpassungsfähig ist. Der ursprünglich als Drahthaar-Pinscher bezeichnete Rassenhund ist damit die richtige Hunderasse für alle, die einen aufgeweckten und dennoch treuen Gesellen suchen.

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