Über den Zwergschnauzer, Schnauzer und Riesenschnauzer
AllgemeinesFCI-Gruppe 2: Pinscher und Schnauzer – Molossoide – Schweizer Sennenhunde Sektion 1: Pinscher und Schnauzer / 1.2 Schnauzer Größe: 30 bis 35 Zentimeter (Zwergschnauzer); 45 bis 50 Zentimeter (Schnauzer); 60 bis 70 Zentimeter (Riesenschnauzer) Farben: schwarz, Pfeffersalz. Für Zwergschnauzer zusätzlich: weiß, Schwarzsilber |
Haltungsempfehlung: Zwerg- und Mittelschnauzer können in der Wohnung gehalten werden, der Riesenschnauzer braucht schon etwas mehr Platz. Viel Auslauf ist aber bei allen wichtig. Hundesport zusätzlich ist empfehlenswert. Gut geeignet sind die Schnauzer für aktive Menschen, die Zeit mitbringen.
Die allgemeine Bezeichnung Schnauzer bezieht sich eigentlich nur auf den sogenannten Mittelschnauzer – obgleich er sich von dem Riesenschnauzer und dem Zwergschnauzer kaum, hauptsächlich in der Größe, unterscheidet.
Doch die mittlerweile in drei Rassen aufgeteilten Schnauzer galten vor einigen Jahrzehnten noch gar nicht als eigenständige Hunderasse und wurden zunächst zu den Pinschern dazu gezählt.
So wurde der heutige Mittelschnauzer (beziehungsweise nur „Schnauzer“) bei der Gründung des Pinscher-Schnauzer-Klubs 1895 noch als rauhaariger Pinscher gelistet. Sein Spitzname zur damaligen Zeit lautete übrigens „Rattler“. Denn man setzte den Vierbeiner hauptsächlich dafür ein, Ratten und Mäuse in den Pferdeställen zu jagen und zu erlegen.
Doch ganz gleich, wie viele Namen man dem Schnauzer im Laufe der letzten Jahrhunderte auch gegeben haben mag – seine vielen positiven Eigenschaften machen ihn noch immer zu einem geschätzten Gebrauchs- und Familienhund.
Fitness-Ansprüche
Der Schnauzer gilt als lebhaft, aktiv und verspielt. Zudem ist er sehr ausdauernd, weshalb er lange Spaziergänge genießt. Auch für Hundesport eignen sich Schnauzer – sowohl die Riesen- und Mittelschnauzer wie auch die Zwergvariante. Bei Riesenschnauzern sollten Sie allerdings eher auf Agility verzichten oder Parcours ohne zu viele Sprünge wählen, da sie aufgrund ihrer Größe zu Gelenkproblemen neigen.
Rassespezifische Charakterzüge
Schnauzer gelten als wachsam und lebhaft, strahlen dabei aber eine enorme Ruhe aus. Diese Ruhe zeigen sie auch im Umgang mit Kindern. Dies gilt für alle Schnauzer-Größen, wobei der Zwergschnauzer häufig noch die typische Lebhaftigkeit vieler Kleinhunderassen an den Tag legt. Der Riesenschnauzer hingegen erscheint noch ausdauernder und kraftvoller als seine kleineren Verwandten, weshalb er auch seit 1925 als Diensthunderasse anerkannt und häufig im Polizeiwesen anzutreffen ist.
Eines haben aber wieder alle drei Schnauzer-Rassen gemeinsam: Sie sind ihren Besitzern gegenüber sehr treu und sie sind sehr anhänglich.
Haltungsempfehlung
Während Zwerg- und Mittelschnauzer auch in der Wohnung gehalten werden können, ist für den Riesenschnauzer (allein aufgrund seiner Größe) ein Haus mit Garten empfehlenswert. Wichtig wäre aber für jede Rasse, dass genügend Grünflächen in der Umgebung verfügbar sind, damit sich die Vierbeiner auf den Spaziergängen austoben können. Leinenloses Rennen und mit anderen raufen, gehört genauso dazu, wie gemeinsame Spiele mit Herrchen und Frauchen. Auch dem Hundesport sind die Schnauzer zugetan.
Somit eignet sich diese Rasse (oder eignen sich diese Rassen, wenn man alle Größen mit einbezieht) für aktive Menschen oder Familien, die durchaus Zeit mitbringen und Lust haben, sich mit ihrem Hund in sportlicher und spielerischer Hinsicht zu beschäftigen. Besonders der Zwergschnauzer kann sehr quirlig sein und teils bekommt er vom Herumtollen nicht genug. Entweder sollten Sie also selbst viel Energie mitbringen oder starke Nerven haben.
Ansonsten eignen sich Schnauzer auch für Ersthundebesitzer, die sich gut über Erziehung und Ansprüche informiert haben. Eine liebevolle Erziehung mit richtiger Auslastung ist für alle drei Hunderassen wichtig – doch etwas durchsetzungsfähig sollten Sie ebenfalls sein. Besonders Zwergschnauzer – auch, wenn sie die kleinsten sein mögen – haben beispielsweise ein starkes Temperament und versuchen gerne mal ihren Willen durchzuboxen. Da müssten Herrchen und Frauchen selbstverständlich dagegen steuern können.
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