HomeRatgeberZecken im Fell von Hund oder Katze: Das solltest Du tun

Zecken im Fell von Hund oder Katze: Das solltest Du tun

Eine Runde durchs hohe Gras – und schon hat sich eine Zecke im Hundeohr verbissen. Die fällt schon von alleine ab? So lange solltest Du auf keinen Fall warten. Wie Du Zecken bei Deinem Haustier schnell und richtig entfernst.

Das Wichtigste in Kürze:
  • Zeckenbefall und Risiken: Zecken sind bereits ab acht Grad aktiv, lauern in hohem Gras oder Gebüsch und können gefährliche Krankheiten wie Borreliose oder FSME auf Haustiere übertragen.
  • Zeckenentfernung: Zecken sollten schnellstmöglich mit einer Zeckenzange oder -karte entfernt werden, ohne sie zu quetschen oder zu drehen, um eine Infektion zu vermeiden.
  • Vorbeugung und Nachsorge: Nach dem Entfernen sollte die Bissstelle desinfiziert und beobachtet werden, während ein Tierarzt zur Zeckenabwehr beraten kann, um künftige Bisse zu verhindern.

Zecken warten gar nicht erst, bis das Thermometer zweistellige Plusgrade anzeigt. Sie sind schon ab acht Grad aktiv und verbeißen sich in Hunden und Katzen. Durch ihren Biss können die Parasiten Borreliose, Babesiose, Ehrlichiose oder die Gehirnhautentzündung FSME übertragen. Aber wie kannst Du Dein Tier vor den Parasiten schützen?

Zecken lauern in Wäldern, hohem Gras oder im Gebüsch. Zecken setzen sich bevorzugt an gut durchblutete, weiche Stellen wie Ohren oder im Lendenbereich fest. Deshalb solltest Du Dein Tier nach jedem Freilauf und jeder Gassirunde gründlich absuchen – egal, ob Hund, Katze, Kaninchen oder Meerschweinchen.

Zecken richtig entfernen

Wo aktuell in Deutschland die FSME-Risikogebiete sind, erfährst Du hier. Wenn Du eine Zecke entdeckst, solltest Du nicht warten, bis sie vollgesogen von alleine abfällt. „Denn beim Blutsaugen sondern sie ihren Speichel ab, der gefährliche Krankheitserreger enthalten kann“, sagt Sarah Ross von der Organisation „Vier Pfoten“.

Du brachst zum Entfernen Einweghandschuhe, eine Zeckenzange und etwas Fingerspitzengefühl. Judith Förster von „Vier Pfoten“ empfiehlt Pinzetten mit feinen Spitzen. Alternativ gehen auch Zeckenhaken, -karten oder -schlingen.

Und so geht’s:

  • Den Zeckenentferner so nah wie möglich an die Haut des Tieres ansetzen. Vorsicht: Haut oder Zecke nicht quetschen. Ansonsten gibt der Parasit Erreger in die Bisswunde ab
  • Der Parasiten langsam und gleichmäßig gerade nach oben herausziehen. Wichtig: Nicht ruckartig ziehen oder drehen, sonst könnte das Mundwerkzeug der Zecke zurückbleiben.
  • Die Stichstelle anschließend mit einem tierärztlich empfohlenen Mittel reinigen, um Infektionen vorzubeugen.
Zecke, Holzbock
Foto: pixabay.com/GWIE (Symbolfoto)

Reste der Zecken vom Tierarzt entfernen lassen

Wichtig ist, darauf zu achten, dass auch der Kopf des Insekts entfernt wird und nicht stecken bleibt. Ein Blick mit der Lupe zeigt, ob die Zecke vollständig entfernt worden ist. Ist dies nicht der Fall, sollte ein Tierarzt unverzüglich den Rest herausnehmen.

Die Bissstelle reinigst Du nach dem Entfernen mit einem für Haustiere geeigneten Desinfektionsmittel. Außerdem solltest Du die Stelle beobachten: Bleibt die Haut gerötet oder entwickelt sich eine Entzündung, muss Dein Tier ebenfalls zum Tierarzt.

Um Hunde und Katzen optimal zu schützen, sollten sie im besten Fall gar nicht erst gebissen werden. Ein Tierarzt kann zu verschiedenen Möglichkeiten der Zeckenabwehr beraten.

Wichtiger Hinweis
Unsere Ratgeber ersetzen nicht die veterinärmedizinische Beratung bei Deinem Tierarzt. Sie dienen lediglich der Information und sollen einen Überblick über Krankheiten, Verletzungen und deren Behandlung liefern. Wenn Dein Tier Symptome zeigt, die auf Verletzungen, Krankheiten oder Unwohlsein hinweisen, solltest Du unbedingt eine Tierarztpraxis oder eine Tierklinik aufsuchen.

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