Ein Blitzerfoto sorgt im Schweizer Köniz bei Bern für Aufsehen: Eine Ente wurde Mitte April von einer Radarfalle mit 52 Kilometern pro Stunde erfasst – in einer Dreißiger-Zone. Und das exakt sieben Jahre nach einem identischen Vorfall an exakt derselben Stelle.
Was wie ein Scherz klingt, ist laut den Behörden ernst gemeint – und technisch belegt. Die Gemeinde Köniz schloss eine Manipulation der Radaranlage aus. Auch die Polizei bestätigte: Das Foto ist authentisch, die Technik wurde korrekt geeicht. Damit bleibt die Frage: Zufall, Déjà-vu oder tierischer Wiederholungstäter?
Ente fliegt zweimal durch Blitzer
Wie die Gemeinde Köniz auf Facebook berichtete, wurde die Ente am 13. April 2025 mit exakt der gleichen Geschwindigkeit geblitzt wie ihr Artgenosse im Jahr 2018: 52 Kilometer pro Stunde. Dass es sich dabei um denselben Vogel handeln könnte, ist biologisch betrachtet nicht ausgeschlossen. Stockenten erreichen in freier Wildbahn ein Alter von bis zu zehn Jahren.
Der Fall wird aber noch kurioser. Der „Tatort“ des Temposünders ist nämlich absolut identisch mit dem fliegenden Raserfoto von vor sieben Jahren. Die Ente flog in derselben Straße mit demselben Tempo durch denselben Blitzer. Mit 52 Kilometern pro Stunde hat der Vogel sein Potenzial allerdings noch längst nicht ausgereizt. Stockenten können nämlich bis zu 100 km/h schnell fliegen.
Keine Trickserei: Radarfoto mit Ente ist echt
Sicher ist: Gefälscht wurde hier nichts. Die Gemeinde in der Schweiz ließ die Aufnahme vom Polizeiinspektorat überprüfen. Ergebnis: Bild und Technik sind unangetastet. Laut METAS, dem eidgenössischen Institut für Metrologie, werden Radaranlagen regelmäßig geeicht, und die aufgenommenen Bilder sind digital versiegelt. Es gibt keinerlei Anzeichen für Manipulation, berichtet „Blick.ch“.
Auch wenn es sich um eine mögliche Wiederholungstat handelt: Die geblitzte Ente muss weder mit Führerscheinentzug (oder besser Flugscheinentzug) noch mit einem Bußgeld rechnen. Glück gehabt: Wer in der Schweiz mehr als 20 km/h zu schnell fährt, muss dem „ADAC“ zufolge mindestens 195 Euro zahlen.
In diesem Fall belassen es die verantwortlichen Behörden allerdings es bei einem Schmunzeln. Der Abschluss des offiziellen Social-Media-Beitrags der Gemeinde bringt es auf den Punkt: „Ente gut, alles gut.“
Enten legen Bahnverkehr in Hamburg lahm
In Hamburg sorgte währenddessen gleich eine ganze Entenfamilie im öffentlichen Verkehr für Aufsehen. Am Bahnhof Altona wurden Mutter, Vater und zehn Küken dabei beobachtet, wie sie ganz ruhig über die Gleise der S-Bahn watschelten. Besorgte Fahrgäste entdeckten die Brandgänse, eine Entenart, und alarmierten die Bundespolizei. Die Beamten sperrten das Gleis und schalteten den Strom für die Bahn ab.
Währenddessen war die Entenfamilie bereits in den Tunnel gelaufen und machte den Polizisten die Suche schwer. Zunächst gelang es den Beamten, die zehn Küken einzufangen. Die Enteneltern waren mit der Aktion allerdings weniger einverstanden und ergriffen die Flucht. Zum Glück konnten aber auch sie kurze Zeit später in Käfige verfrachtet und mitsamt ihrer Babys in einem nahegelegenen Park sicher ausgesetzt werden.



