Fest steht: Katzen brauchen viel Schlaf. Aber wie viel genau? Woher weißt Du, ob Deine Mieze zu viel oder zu wenig schlummert?
Wie viele Stunden Deine Katze mit Schlafen verbringt, hängt unter anderem von ihrem Alter ab. So viel können wir aber schonmal verraten: Egal wie alt Deine Katze ist – sie wird länger schlafen als Du. Selbst wenn es Dir nicht so vor kommt, wenn Deine Mieze Dich mal wieder um 5.30 Uhr weckt, weil sie Futter verlangt.
Kurz nach der Geburt schlafen Katzen am längsten
Ähnlich wie Babys schlummern Kitten kurz nach der Geburt fast durchgehend. Sie wachen zwischendurch nur kurz auf, um zu trinken, und verabschieden sich dann sofort wieder ins Reich der Träume.
Du musst Dir also keine Sorgen machen, wenn Dein junges Kätzchen ständig schläft. Im Gegenteil: Dabei setzen die Kitten-Körper Wachstumshormone frei, durch die sie größer werden.
Wann Du trotzdem einen Tierarzt aufsuchen solltest: Wenn sich Deine Baby-Katze kaum aufwecken lässt, solltest Du abklären, dass dahinter keine tiermedizinische Ursache steckt.
Erwachsene Katze wird weniger schlafen
Deine erwachsene Katze muss im Schnitt rund 15 Stunden am Tag schlafen. Bei jungen Katzen zwischen einem halben und zwei Jahren kann die Schlafdauer noch etwas höher liegen und die Schlafphasen sind meistens unregelmäßiger als bei ausgewachsenen Tieren.

Ab etwa zwei Jahren hat sich der Schlafrhythmus Deiner Katze vermutlich eingependelt – die meisten Katzen schlafen dann zwischen zwölf und 20 Stunden am Tag. Vermutlich merkst Du dabei früher oder später, dass Deine Katze besonders gegen Abend und im Morgengrauen aktiv wird. Das liegt daran, dass Katzen in freier Wildbahn meistens in der Dämmerung jagen.
Ist Deine Katze die ganze Nacht über unruhig und mauzt lauthals, anstatt zu schlafen? Auch dieses Verhalten solltest Du mit einem Tierarzt besprechen, um mögliche Krankheiten auszuschließen oder rechtzeitig zu erkennen.
Dauer-Schläfer Seniorenkatze
Mit dem Alter steigt auch der Schlafbedarf Deiner Katze wieder an. Warum? „Genau wie bei uns verlangsamt sich dann die Zellheilung, die Katze braucht also mehr Schlaf, damit sich der Körper regeniert“, erklärt Tierarzt Gary Norsworthy gegenüber dem US-Magazin „Catster“.
Du musst Dich also nicht wundern, wenn Deine ältere Katze irgendwann etwas mehr schlafen möchte, als Du es eigentlich von ihr gewohnt bist. Steigert sich das Schlafbedürfnis allerdings plötzlich und rapide, ist es wieder Zeit für einen Check beim Tierarzt.
Generell gilt: Es gibt keine festgelegte Marke, die anzeigt, ob eine Katze zu viel oder wenig schläft. Irgendwann wirst Du aber ein Gespür für das Schlafverhalten Deiner Katze entwickeln. Wenn Du dann bemerkst, dass sie plötzlich viel mehr oder weniger schläft als normalerweise, könnten Krankheiten der Grund sein.
Schlafen Katzen genauso wie Menschen?
Die meisten Menschen erfüllen den Großteil ihres Schlafpensums am Stück, indem sie nachts schlafen – im Idealfall rund acht Stunden pro Nacht. Bei Katzen sieht das etwas anders aus: Sie schlafen und dösen abwechselnd in mehreren kurzen Phasen, dazwischen sind sie immer wieder auch längere Zeit wach.

Das leichte Dösen macht rund drei Viertel der Schlafenszeit von Katzen aus, erklären die Katzenexperten des „Animal Emergency Center“. Dass Deine Katze nur ein Nickerchen macht, erkennst Du zum Beispiel daran, dass die Augen noch leicht geöffnet sind und die Ohren sich in die Richtung von Geräuschquellen drehen.
Dadurch, dass Katzen noch hören, während sie dösen, sind sie bei Gefahr sofort wach und können schnell aufspringen. Bei einem Leben in freier Wildbahn wäre das überlebenswichtig, um natürlichen Feinden auch in Ruhephasen keine allzu leichte Beute zu sein.
Ihren wilden Wurzeln haben Katzen es auch zu verdanken, dass sie so viel Zeit mit schlafen verbringen. So sammeln sie Energie, die sie fürs Jagen brauchen – und sei es nur, um Stoffmäusen hinterher zu rennen.



