Hundehalter aufgepasst! Die Größe, das Wachstum und die Lebensdauer Deines Hundes zu kennen, ist wichtig. Nur so kannst Du Deinem Vierbeiner die Lebensumstände bieten, die er braucht. Die richtige Ernährung, ausreichend Platz zum Leben und die Bedürfnisse des Körpers spielen dabei eine große Rolle. Aber woher weißt Du, wann Dein Hund aufhört zu wachsen – und wie groß er werden kann?
Die Größe eines Hundes hängt in erster Linie von seiner Rasse ab. Er wird höchstwahrscheinlich etwa so groß wie ein durchschnittlich großer erwachsener Hund seiner Rasse. Aber auch die Größe der Eltern spielt eine Rolle. Wenn Du weißt, wie groß die Elterntiere Deines Welpen sind, hast Du einen ziemlich genauen Orientierungswert.
Was sagt die Pfoten-Größe über das Wachstum von Hunden aus?
Achtung, Mythos! Oft liest man, man könne das Wachstum des Hundes anhand seiner Pfoten voraussagen. Ob ein Welpe aber überproportional große oder kleine Pfoten für seine Körpergröße hat, ist nicht entscheidend für sein späteres Wachstum. Das gleiche gilt für die Beule, die alle Welpen in der Mitte ihrer Vorderbeine haben. Die Behauptung, je ausgeprägter dieser Knubbel an der sogenannten Wachstumsfuge ist, desto größer wird der Welpe, ist falsch.

Formel hilft bei Abschätzung der Größe
Eine genaue Vorhersage der Körpergröße Deines Hundes ist schwierig. Bei Rassehunden kann man sich am Rassenstandard orientieren, Abweichungen davon sind eher selten. Eine Faustformel kann außerdem Hilfestellung geben, um die Körpergröße deines Hundes zu berechnen:
- Zwergrassen (5,5 Kilogramm oder weniger): Gewicht nach sechs Wochen x 4 = Erwachsenengewicht
- Kleine Rassen (5,5 bis 11,5 Kilogramm): Gewicht nach sechs Wochen x 4 = Erwachsenengewicht
- Mittlere Rassen (11,5 bis 22,5 Kilogramm): Gewicht mit vierzehn Wochen + die Hälfte des Gewichts mit vierzehn Wochen = Erwachsenengewicht
- Große Rassen (22,5 bis 45,5 Kilogramm): Gewicht nach sechs Monaten x 2 = Erwachsenengewicht
- Riesenrassen (mehr als 45,5 Kilogramm): Gewicht nach sechs Monaten x 2 = Erwachsenengewicht
Wenn Dein Hund aber ein Mischling ist, kannst Du diese Formel möglicherweise nicht verwenden. In diesem Fall wird empfohlen, sich an der Rasse und der Größe der Eltern zu orientieren, um die potenzielle Erwachsenengröße Ihres Hundes vorherzusagen.
Wann hört ein Hund auf zu wachsen?
Die zweite Frage, die sich Hundehalter häufig stellen: Wann hört mein Hund auf zu wachsen, also in welchem Alter wird er erwachsen? Es gibt keine definitive Regel für alle Hunde. Auch hier kommt es wieder auf ihre Rasse an.
Kleine Hunderassen
Kleine Hunderassen wie Chihuahuas, Zwergpudel und Zwergpinscher hören ungefähr nach einem Jahr nach der Geburt auf zu wachsen. Nach acht bis zwölf Monaten haben sie ihre maximale Größe erreicht und gelten als ausgewachsen.

Mittelgroße Rassen
Mittelgroße Rassen – zum Beispiel Bulldoggen und Schäferhunde – erreichen ihre Erwachsenengröße ebenfalls nach acht bis zwölf Monaten. Ist ihre Ernährung nicht gut genug, können sie aber auch kleiner bleiben.
Große Rassen
Große Rassen sind im Alter von etwa 16 Monaten ausgewachsen. Es kann aber auch sein, dass sie länger wachsen. Das hängt oft von der Rasse und der Ernährung ab. Bei einigen sehr großen Rassen kann das Wachstum sogar 20 Monate dauern.

Mischlingshunde
Bei Mischlingshunden gestaltet es sich ein bisschen komplizierter. Wenn Du vorhersagen willst, wie lange es dauert, bis Dein Mischling ausgewachsen ist, kannst Du einen Durchschnitt aus der Zeitspanne, die die Rassen der beiden Elterntiere in der Regel brauchen, bilden. Wenn in Deinem Mischling mehr als zwei Rassen stecken, kannst du auch die Rassen der Großelterntiere mit in die Formel aufnehmen.
Größe und Alter des Hundes zu kennen ist wichtig, denn: Nur so kannst Du deinen Fellkumpel richtig pflegen. Nimm Dir Zeit, Dich über die Bedürfnisse zu informieren, wenn Du Dir einen Hund anschaffen willst. So bist Du vorbereitet und wirst nicht vom Wachstum Deines Vierbeiners überrascht.



