HomeHunderassenWelsh Terrier – ein verschmuster Familien- und Begleithund

Welsh Terrier – ein verschmuster Familien- und Begleithund

Er stammt aus Wales und wurde ursprünglich als Jagdhund gezüchtet. Die genaue Abstammung ist nicht bekannt, es handelt sich aber um eine sehr alte Rasse. Mittlerweile sind Welsh Terrier auch beliebte Familienhunde. Wir stellen Dir die liebenswerte und aufgeweckte Hunderasse in diesem Porträt ausführlich vor.

Steckbrief: Welsh Terrier

  • Herkunft: Wales (Großbritannien)
  • Klassifikation: Terrier/ Hochläufige Terrier
  • Gewicht: 9 bis 10 Kilogramm
  • Körperbau: stämmig, kompakt, mittelgroß, Schulterhöhe maximal 39 Zentimeter
  • Fell und Farbe: festes, drahtiges Fell, Farbe schwarz mit grau, hellbraun oder rotbraun
  • Charakter: intelligent, lernfreudig, aktiv, verschmust, fröhlich, aber ein bisschen launisch
  • Pflege: bürsten mindestens zweimal wöchentlich, dreimal im Jahr intensive Fellpflege
  • Gesundheit: robuster Hund, der an vererbten Augenkrankheiten leiden kann
  • Lebenserwartung: 12 bis 14 Jahre

Herkunft und Geschichte

Die Geschichte des Welsh Terriers reicht sehr weit zurück. Bereits im 10. Jahrhundert kam der erste Hund dieser Rasse nach Deutschland. Bis 1737 kannte man ihn als Black und Tan Terrier, danach wurde er unter dem Namen Caernarvonshire Welsh Terrier geführt. In Amerika nannte man ihn Old English Terrier. Die Aufgabe des aktiven und intelligenten aus Wales stammenden Hundes war die Jagd auf Füchse, Ottern und Dachse. Im Jahr 1886 wurde ein Welsh Terrier Club gegründet, der den Standard der Rasse festlegte. Den derzeit gültigen Rassestandard legte man vor rund zehn Jahren fest und veröffentlichte ihn 2011.

Das Erscheinungsbild des Welsh Terriers

Manchmal wird er mit dem Airedale Terrier verwechselt. Allerdings ist der Welsh Terrier kleiner. Wie beispielsweise der Foxterrier erreicht er eine Schulterhöhe von durchschnittlich 39 Zentimetern. Charakteristisch sind seine tief angesetzten Ohren und die breite Stirn. Die Farbe des Fells kann variieren von schwarz mit tan (hellbraun), rotbraun oder graumeliert. Der Welsh Terrier erreicht ein Gewicht von maximal 10 kg.

Foto: pexels.com/Dariusz Grosa (Symbolfoto)

Wesen und Charaktereigenschaften

Nimmst Du einen Welsh Terrier bei Dir zu Hause auf, hast Du einen fröhlichen, anhänglichen, aber auch aktiven Freund für viele Jahre. Er mag Schmusen und Spielen und braucht viel Auslauf. Der Vierbeiner ist mit seinem liebenswerten Charakter ein optimaler Familienhund und auch ein Spielkamerad für jüngere Kinder.

Er kläfft nicht, aber beäugt Fremde meist misstrauisch und es braucht manchmal etwas Zeit, bis diese sein Vertrauen gewinnen. Ist er gut im Gehorsam, eignet er sich ideal als Wachhund, Haushund und ganz besonders als Begleithund. Aufgrund seines wachen und aktiven Temperaments kannst Du mit dem Welsh Terrier auch die Ausbildung als Schutzhund absolvieren.

Was Du über Erziehung und Haltung eines Welsh Terriers wissen solltest

Der Welsh Terrier liebt es, wenn seine Menschen sich viel mit ihm beschäftigen. Er ist neugierig, intelligent und lernwillig. Aber er hat auch einen eigenen Kopf. Da braucht es Konsequenz und Geduld. Letztendlich zeigt der Hund viel Freude am Training und wenn er schon früh seine Grenzen kennen und akzeptieren lernt, wird der Alltag mit ihm unkompliziert und harmonisch sein. Die wissbegierige Fellnase findet es toll, wenn Herrchen oder Frauchen mit ihr nicht nur die Grundkommandos, sondern auch Kunststücke üben.

Aber nicht nur Training ist wichtig: Ein Welsh Terrier braucht viel Bewegung und dazu gehören neben geistiger Herausforderung lange Spaziergänge oder Wanderungen. Er passt sich gut an und hat auch Freude, wenn er Dich begleiten darf, während Du auf dem Pferderücken oder mit dem Fahrrad die Natur erkundest. Er tobt gerne mit Kindern und verhält sich dabei freundlich und rücksichtsvoll.

Gut zu wissen
Der Welsh Terrier hat ein überdurchschnittliches Bedürfnis nach Bewegung. Er ist kein Hund, der in einer Wohnung ohne Auslauf gehalten werden sollte. Du darfst nicht vergessen, dass der mittelgroße Vierbeiner ursprünglich als Jagdhund gezüchtet wurde.

Möchte Deine Familie einen Welsh Terrier Welpe aufnehmen und habt Ihr noch keine Hundeerfahrung, ist der Besuch einer Hundeschule ratsam. Dort lernt der kleine Rabauke den Umgang mit Menschen und Hundekollegen.

Der Welsh Terrier liebt Hundesport und sportliche Aktivitäten

Der Welsh Terrier liebt Bewegung; Hundesport ist optimal für ihn. Er ist Feuer und Flamme bei Beschäftigungsarten wie Agility, Apportieren, Ballspiele und er begleitet Dich sogar mehr als gerne beim Joggen. Sein lieber Blick und die Freude, die er draußen in der Natur an der frischen Luft versprüht, lockt auch kleine Stubenhocker hinaus.

Pflege und Gesundheit

Zum Glück trägt der Welsh Terrier noch immer die Gene seiner Vorfahren in sich und wurde nie überzüchtet. Das macht ihn robust und allgemein wenig anfällig. Leider gibt es bei dieser Rasse jedoch eine genetisch bedingte Augenerkrankung, die zur Linsenverlagerung und möglicherweise zum Grünen Star führen kann. Deshalb sollte regelmäßig ein entsprechender Test gemacht werden.

Bekommt er gutes Futter und gönnst Du ihm ausreichend Bewegung, Liebe und Pflege, kann es ihm bis ins hohe Hundealter gut gehen. Die Fellnase verliert kaum Haare und ist somit auch ideal für Allergiker geeignet. Wichtig ist, dass das drahtige Fell mehrmals pro Woche gebürstet wird. Außerdem muss es mindestens dreimal jährlich getrimmt werden.

Die Ernährung Deines Welsh Terriers

Wie bei jedem Lebewesen, leistet die richtige Ernährung einen wichtigen Teil zum Wohlbefinden. Hunde benötigen generell viel mehr Fleisch als ein Mensch. Ist der Vierbeiner Dein erster Hund und bist Du noch unsicher, kannst Du Dich in einem Fachgeschäft für Tierbedarf oder beim Tierarzt beraten lassen, welches Futter Deinem Liebling besonders guttut. Allgemein sollte die Nahrung zu etwa 70 bis 80 Prozent aus Fleisch bestehen, zu 20 bis 30 Prozent aus Gemüse und zusätzlich aus kleinen Portionen Kartoffeln oder Reis. Natürlich darf auch ein Welsh Terrier hin und wieder ein Leckerli bekommen.

Welsh Terrier
Foto: pixabay.com/Rolaman (Symbolfoto)

Für wen ist ein Welsh Terrier nicht geeignet?

Der agile mittelgroße Vierbeiner ist kein Hund für Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung oder betagte Menschen, die nicht täglich mit ihm große Runde laufen können. Außerdem ist zu bedenken, dass der Welsh Terrier eine Lebenserwartung von bis zu 14 Jahre hat und oft auch als Hundesenior noch fit ist und Auslauf benötigt. Er sollte auch nicht in einer Stadtwohnung ohne weitläufige Grünflächen in der Nähe gehalten werden.

Fazit: Der gehorsame und anhängliche Welsh Terrier ist ein unerschrockenes, liebes Familienmitglied. Er möchte mit seinen Menschen viel in der Natur unterwegs sein, liebt aber auch ausgiebiges Kuscheln. Kannst Du dem Vierbeiner die optimalen Lebensbedingungen bieten, wird er es Dir mit viel Liebe danken.

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