Ausgesetzte Hunde sind in Deutschland leider längst keine Seltenheit mehr. Immer wieder wählen Halter diesen verantwortungslosen Weg, um ihre Tiere loszuwerden. Das Schicksal der Vierbeiner scheint ihnen dabei meist vollkommen egal zu sein.
Manche nehmen sogar den möglichen Tod des Hundes in Kauf und entsorgen ihre Fellnasen regelrecht wie Müll. Immer wieder werden ausgesetzte und vollkommen verängstigte Vierbeiner in Mülleimern, mitten im Wald oder in Altkleidercontainern gefunden.
Verantwortungslos ausgesetzt – Schicksal des Welpen ungewiss
Ein ähnlich herzloser Fall ereignete sich jetzt im Landkreis Nordhausen in Thüringen. Dort bemerkte ein Passant eine junge Hündin, die ganz alleine am Eingang zu einem Steinbruch im Helbetal saß. Der Finder meldete den Fall der Kyffhäuser Polizei, die sich der Hündin annahm. Der in etwa sechs Monate alte Welpe mit hellbraunem Fell zeigte sich zutraulich und war offensichtlich an Menschen gewöhnt.
Das deutet darauf hin, dass die Fellnase offenbar ein Zuhause hatte, bevor sie rücksichtslos ausgesetzt wurde. Die genauen Gründe für die Tat sind bisher noch völlig unklar, doch die Polizei macht deutlich, dass keine Rechtfertigung über die Verantwortungslosigkeit des Besitzers hinwegtäuschen kann. Die Täter bezeichnen die Beamten als „unveranwortliche Tierhalter“.
Hündin in Sicherheit – Polizei bittet um Hinweise
Um das Wohlergehen der jungen Hündin zu gewährleisten, wurde sie in die Obhut der Tiernotrettung übergeben. Dort erhält sie nun die notwendige Versorgung und Fürsorge. Gleichzeitig bittet die Polizeiinspektion Kyffhäuser um Hinweise zu dem Fall: Wer kennt das Tier oder kann Angaben zu seinen vorherigen Besitzern machen?

Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion per Telefon unter 0361 574365100 zu melden, um dabei zu helfen, den verantwortlichen Halter ausfindig zu machen und zur Rechenschaft zu ziehen. Das Aussetzen von Tieren stellt in Deutschland eine Straftat dar und kann mit einem Bußgeld von bis zu 25.000 Euro geahndet werden. Besteht der Verdacht auf Tierquälerei, sind sogar Haftstrafen möglich.
Die Tierrechtsorganisation „Peta“ hat eine Belohnung in Höhe von 500 Euro ausgesetzt für Hinweise, die zur rechtskräftigen Verurteilung der tatverantwortlichen Person oder Personen führen. Hinweise können auch anonym per Mail gegeben werden.



