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Welches Haustier ist das richtige für mein Kind?

Dein Kind wünscht sich nichts sehnlicher als ein Haustier? Dieser Wunsch stellt Eltern vor einige Fragen. Zunächst einmal, ob sie die Verantwortung für ein Haustier übernehmen wollen – und wenn ja: welches ist das richtige für mein Kind? Wir stellen besonders beliebte Tiere mit all ihren Vor- und Nachteilen vor.

Am beliebtesten sind in Deutschland Hunde und Katzen. Geht es nach Kleintierarzt Ralph Rückert sind sie auch die mit Abstand kinderfreundlichsten Haustiere. „Was wollen wir, sowohl für unsere Kinder als auch für uns selbst? Eigentlich doch ein Kumpel-Tier, ein Tier, das nicht in Gefangenschaft gehalten wird, sondern als Spezies vor langer Zeit entschieden hat, sich mit uns Menschen zusammenzutun, ein Tier, das den körperlichen Kontakt mit uns nicht nur duldet, sondern auch aus eigenem Antrieb immer wieder sucht. Kinder wollen und sollen Tiere als Freunde sehen“, betont er in seinem Blogbeitrag. Demzufolge würden nur Katze und Hund übrig bleiben.

In der Tat haben die beiden Haustier-Favoriten ihre Vorteile gegenüber anderen Spezies – unter anderem, weil sie schon seit Tausenden Jahren Seite an Seiten mit dem Menschen leben. Aber natürlich kommen auch andere Tiere infrage. Wir stellen Dir beliebte Haustiere vor, mit all ihren Vorzügen und Herausforderungen.

Hamster: Nachtaktive Nager

Als pflegeleichter und wenig kostenintensiver „Einsteiger“ ist der Hamster besonders beliebt. Der Haken: Der kleine Nager ist nachtaktiv. Das bedeutet, er wird munter, wenn das Kind ins Bett geht. Kein Kuschelkumpel also – und nachts kann es durchaus mal lauter werden, wenn der Hamster in seinem Rad losrennt. Ein weiterer Nachteil: Ein Hamster wird maximal zwei bis drei Jahre alt und dann heißt es für immer Abschied nehmen. Das fällt Kindern sehr schwer. Fazit: Für Kinder unter 16 Jahren sind Hamster eher nicht geeignet.

Drei Meerschweinchen auf einem rosa Handtuch.
Foto: unsplash.com/Jaroslaw Slodkiewicz (Symbolfoto)

Meerschweinchen: Sie brauchen Gesellschaft und Platz

Ähnlich preiswert in der Anschaffung und Haltung sind Meerschweinchen. Die sind tagaktiv und haben eine Lebenserwartung von vier bis acht Jahren. Wichtig ist aber: Während Hamster Einzelgänger sind, brauchen Meerschweinchen auf jeden Fall Artgenossen um sich herum. Die flauschigen Nager benötigen deshalb auch Auslauf, ein Stall ist zu wenig. Der Stall muss außerdem regelmäßig ausgemistet werden. Eltern sollten ihren Kindern also verdeutlichen, dass sie eine Verantwortung haben – und sich darüber im Klaren sein, dass die finale Verantwortung letztlich bei ihnen selbst liegt. Fazit: Für Kinder ab acht Jahren geeignet.

Mädchen mit Kaninchen
Foto: pixabay.com/nastya_gepp

Kaninchen: Flauschig, aber kein Kuscheltier

Ein Haken bei Meerschweinchen trifft auch auf Kaninchen zu: Sie kriegen so einen großen Schreck, wenn sie gepackt und getragen werden. Das liegt daran, dass sie so in der Wildnis von Greifvögeln gejagt werden. Also immer dran denken: Kaninchen sind keine Kuscheltiere. Wie Meerschweinchen sind sie keine Einzelgänger und brauchen Auslauf. Wer Bock und Häsin halten will, sollte außerdem die Kastration des Männchens nicht vergessen. Andernfalls vermehren sich die beiden so fleißig wie Karnickel, wie es so schön heißt. Fazit: Für Kinder ab elf Jahren geeignet.

Hund und Katze sind der Kinder-Hit

Wie eingangs erwähnt, die beliebtesten und am besten geeigneten Haustiere für Kinder sind Hund und Katze. Der Haken: Sie sind natürlich teurer in der Anschaffung und auch in der Haltung. Du solltest Dir also über die Kosten im Klaren sein – und bei einem Hund auch über den erheblichen Zeitaufwand. Katzen punkten hier mit ihrer Selbstständigkeit, einen hohen Kuschelfaktor haben die pflegeleichten Samtpfoten trotzdem.

Allerdings solltest Du beachten, dass Katzen sehr deutlich zu verstehen geben, wenn für sie eine Grenze überschritten ist. Das kann bei neugierigen Kindern auch mal mit ein paar schmerzhaften Kratzern enden, ist in der Regel aber nicht wirklich gefährlich, wenn Deine Familie und Deine Katze geimpft sind. Sonst könnten Krankheiten wie Tetanus und Tollwut drohen.

Ein Hund und ein Kind sitzen im Gras.
Foto: unsplash.com/Zachary Kadolph (Symbolfoto)

Anders kann sich das bei Hunden verhalten. Hier ist wichtig, dass die Größe zum Kind passt – und dass eine kinderfreundliche Rasse gewählt wird. Dazu zählen beispielsweise die mittelgroßen Rassen Labrador (anhänglich, freundlich, aber mit Erziehungsbedarf), Border Collie (schlau, treu, aber er braucht Aufgaben und viel Bewegung), Bobtail (ausgeglichener Schmuser, der aber viel Auslauf und viel Fellpflege benötigt) und der Golden Retriever, der gelehrig ist und das Wasser liebt. Übrigens: Während Katzen keine Haftpflichtversicherung brauchen, schlägt diese beim Hund zu Buche.

Fazit: Hunde und Katzen sind Haustiere für die ganze Familie, auch mit Kleinkindern. Die finanziellen Rahmenbedingungen und der zeitliche Aufwand müssen für eine artgerechte Haltung aber klar sein.

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