HomeRatgeberWeihnachten mit Katze: So wird die festliche Zeit sicher für Dein Haustier

Weihnachten mit Katze: So wird die festliche Zeit sicher für Dein Haustier

Die Adventszeit bringt für Katzen viele neue Eindrücke – aber auch versteckte Risiken. Erfahre, welche Gefahren Weihnachtsbaum, Dekoration und Festtagsalltag mit sich bringen und wie Du Deine Katze in der Weihnachtszeit zuverlässig schützt. So wird Weihnachten für Mensch und Tier entspannt und sicher.

In der Adventszeit ist die „most wonderful time of the year“ für viele wieder in vollem Gange. Da werden Plätzchen gebacken, Schoko-Weihnachtsmänner verspeist, Wohnzimmer geschmückt, Kerzen angezündet und Weihnachtsbäume aufgestellt. Und wer sein Zuhause mit Katzen teilt, hat im Advent außerdem Fellknäuel, die mal mehr, mal weniger aufgekratzt durch die Wohnung flitzen. Kein Wunder: Der Advent ist für Katzen häufig mit vielen ungewohnten Geräuschen und Gerüchen verbunden. Inmitten der Dekoration und den Vorbereitungen lauern an Weihnachten mit Katzen auch zahlreiche Gefahren für die Vierbeiner. Deine Tierwelt verrät Dir, wie Du die Weihnachtszeit für Deine Katze möglichst sicher gestalten kannst und worauf es zu achten gilt.

ZUSAMMENFASSUNG
  • Achte auf eine ausreichende Sicherung des Weihnachtsbaums. Katzen klettern gern und können dadurch den Baum zum Umkippen bringen. Um Verletzungen zu verhindern, solltest Du den Baum gut befestigen.
  • Tannennadeln und das Baumwasser sind für die Katzen gefährlich und können Magenprobleme oder sogar Vergiftungen auslösen.
  • Wähle den Baumschmuck mit Vorsicht. Vermeide dabei Glas, Lametta, Geschenkband oder Lichterketten. Hat Deine Katze Lametta verschluckt, ist schnelles Handeln gefragt. Reagiere sofort und suche ggf. einen Tierarzt auf.
  • Auch einige weihnachtliche Pflanzen können für Katzen gefährlich werden. Besonders Vorsicht ist bei Weihnachtssternen, Mistelzweigen, Amaryllis und Lilien geboten. Diese sind für Katzen giftig.
  • Lagere Deine Lebensmittel an einem sicheren Ort. Schokolade, Rosinen, Zwiebeln und Knoblauch sind giftig für Katzen.
  • Schaffe Rückzugsmöglichkeiten, denn Advent ist auch für Katzen mit Stress und neuen Reizen verbunden.
  • DIY-Weihnachtsbäume und katzensichere Deko sind nicht nur schöne Alternativen, sondern schaffen auch Sicherheit für Dich und Dein Haustier.

Katzen und der Weihnachtsbaum: Gefahren und Hinweise

Für viele ist ein Weihnachtsbaum ein Muss – auch mit Katze im Haus. Für die Tiere halten die Bäume allerdings einige Gefahren bereit. Was in Deinen Augen Deko ist, verspricht für Deine Katze Kletterabenteuer, etwas zum Anknabbern und Krallenwetzen – deshalb solltest Du beim Aufstellen und Dekorieren Deines Weihnachtsbaums auch Deine Katze im Hinterkopf haben. Denn egal ob Magenverstimmung oder Verletzungen – selbst der schönste Weihnachtsbaum stellt für Deine Katze ein Gefahrenpotential dar. Das bedeutet nicht direkt, dass Du auf Deinen geschmückten Baum verzichten musst. Vielmehr geht es um ein Bewusstsein für die Gefahren an Weihnachten mit Katzen und das Wissen, wie Du diese vermeiden kannst und eine katzenfreundliche Umgebung zu Weihnachten schaffst.

Die Katze an den Baum gewöhnen

Wer trotz Katze nicht auf einen echten Weihnachtsbaum verzichten kann, sollte zuvor einige Vorbereitungen treffen. Nach dem Aufstellen des Baums sollte die Samtpfote erst mal an den fremden Gegenstand gewöhnt werden. Dafür ist es am besten, wenn die Tanne ungeschmückt bleibt. Damit gibst Du Deiner Katze die Möglichkeit, den Tannenbaum in Ruhe zu beschnuppern.

Wenn Du das Gefühl hast, Deine Katze hat sich an den Weihnachtsbaum gewöhnt, kannst Du mit dem Schmücken beginnen. Worauf Du hier für einen katzenfreundlichen Christbaum achten solltest, verraten wir Dir ebenfalls in diesem Artikel. Denn hinter Weihnachtsbaumschmuck, wie Lametta und Engelshaar, stecken weitere Gefahren.

Lass Deine Katze nicht auf den Baum klettern

Katzen lieben es, sich an möglichst hoch gelegene Orte zurückzuziehen. Gerade in der Adventszeit mit viel Trubel und Besuch im Haus, kann die Samtpfote das verstärkte Bedürfnis nach einem hohen Rückzugsort haben. Ein Weihnachtsbaum ist für Deine Mieze deshalb im ersten Moment nicht anders als ein Kratz- und Kletterbaum. Darum sollte er immer gut gesichert sein, wenn Deine Katze den Baum erreichen kann. Am besten befestigst Du ihn zusätzlich an einer Wand.

„Ein nicht angebundener Baum kann schnell umkippen und Katzen dabei verletzen“, erklärt Tierarzt Dr. Jamie Richardson. Dasselbe gilt für Katzen, die den Baum als Kratzbaum nutzen. Selbst wenn Dein Weihnachtsbaum gut gesichert ist, solltest Du Deine Katze immer genau im Blick behalten, wenn sie in der Nähe des Baumes ist. Um sie vom Tannenbaum abzulenken, kannst Du sie mit Spielzeug oder Katzensnacks locken.

„Der Tannenbaum soll zwar für die Katze nicht den Zweck eines Kratzbaumes haben, aber wenn man so eine kleine wilde Hilde zu Hause hat, muss man damit rechnen, dass das zumindest vielleicht mal ausprobiert wird“, erklärt Katzen-Expertin Christina Wolf im Podcast „Pet-Talks: Katze“. Vermeiden lässt sich die Gefahr an Weihnachten mit Katze also nie vollständig. „Egal wie viel Mühe Du Dir gibst, einige Katzen lassen sich nicht davon abhalten, auf den Weihnachtsbaum zu klettern, also musst Du Deine Pläne für die Dekoration vielleicht überdenken“, rät Tierarzt Dr. Jamie Richardson.

Generell gilt also: Lass Dein Tier nicht ohne Deine Aufsicht zum Weihnachtsbaum.

Wenn Du weißt, dass Deine Katze den Baum nicht in Ruhe lassen wird, stelle ihn an einen Ort, den die Mieze nicht erreichen kann – oder überlege Dir eine andere Art der Weihnachtsdekoration, die Deiner Katze nicht gefährlich werden kann. Ein katzensicherer Weihnachtsbaum ist für die Weihnachtszeit das A und O.

Katze sitzt im Weihnachtsbaum.
Foto: pexels.com/Jessica Lewis Creative (Symbolfoto)

Auch Tannennadeln und Baumwasser sind für Katzen gefährlich

Katzen sind von Natur aus neugierig und erkunden ihre Umgebung gerne mit Zähnen und Pfoten. Das gilt auch für den Weihnachtsbaum. Viele Stubentiger knabbern daher oft an den Tannennadeln. Schon kleine Mengen können den Magen verderben, Nadeln führen oft zu Verdauungsproblemen. Die Nadeln sind spitz, schwer verdaulich und können Reizungen im Magen-Darm-Trakt der Katzen verursachen. Typische Folgen sind Vergiftungen, Erbrechen, Durchfall oder sichtbar reduzierter Appetit.

Aber nicht nur die Nadeln des Tannenbaums sind für Katzen an Weihnachten eine Gefahr. Steht Dein Baum im Wasser? Die meisten echten Weihnachtsbäume befinden sich in einem Weihnachtsbaumständer. Da Katzen oft aus jeder erreichbaren Quelle trinken, kann das abgestandene Baumwasser auf sie attraktiv wirken. Abgestandenes Baumwasser kann durch Bakterien, Harzstoffe und Düngerreste Magenprobleme verursachen. Im schlimmsten Fall kann das Wasser im Weihnachtsbaumständer sogar eine Entzündung des Verdauungstrakts auslösen.

Um diese Gefahren an Weihnachten mit Deiner Katze zu verhindern, solltest Du gefallene Nadeln regelmäßig wegsaugen und den Zugang zum Baumständer so gut wie möglich blockieren. Hierfür kannst Du eine Abdeckung oder ein dekoratives Tuch verwenden. Erledige dies am besten direkt beim Aufstellen des Baumes, so vermeidest Du die Gefahr, dass Deine Katze die Wasserquelle entdeckt.

Weihnachtsbaumschmuck: Kugeln, Lametta und Lichterketten

Wenn Katzen in Weihnachtsbäume klettern oder nach den Weihnachtskugeln schlagen, geht schnell etwas kaputt. Besonders alles, was funkelt und sich bewegt, wirkt wie Spielzeug. Auf Lametta sollten Katzenbesitzer komplett verzichten – es besteht ein großes Risiko, dass Deine Katze die Glitzerfäden verschluckt. Weil Lametta nicht verdaulich ist, kann es sich in den Eingeweiden ansammeln und lebensgefährliche Verstopfungen und Infektionen verursachen. Das Gleiche gilt übrigens auch für Engelshaar. Auch Geschenkband, das als Dekoration verwendet wird, stellt eine ähnliche Gefahr dar.

Bei Christbaumkugeln solltest Du auf Materialien setzen, die nicht kaputtgehen. Glaskugeln können splittern und schwere Verletzungen verursachen. Vor allem, wenn die Kugeln in Bodennähe hängen, können sie leicht vom Baum abfallen. Auch hier gibt es katzenfreundliche Alternativen, wie Weihnachtsbaumschmuck aus Holz, Plastik oder Stoff.

Vorsicht ist auch bei Lichterketten geboten: Wenn Deine Katze am Kabel kaut, drohen Stromschläge, Verbrennungen oder Schlimmeres. Katzenpsychologe Michael Guddat empfiehlt batterie­betriebene Lichterketten mit maximal 4,5 Volt für einen möglichst katzenfreundlichen Weihnachtsbaum. Achte auch darauf, dass Kabel nicht zu offensichtlich herumhängen, denn das lädt Deine Katze zum Spielen ein.

Tierbesitzer sollten beim Anbringen der Adventsdeko immer bedenken, was eine Katze damit anstellen könnte, rät Tierärztin Tina Hölscher von „Aktion Tier“. So lassen sich tragische Krankheits- und Unfälle in der ohnehin stressigen Adventszeit vermeiden.

Notfall: Was tun, wenn die Katze Lametta gefressen hat?

Hat Deine Katze Lametta gefressen? Lametta ist für manche Katzen besonders spannend. Doch genau hier lauert eine enorme Gefahr. Beim Spielen verschlucken Miezen jedoch immer wieder einzelne Fäden. Frisst eine Katze Lametta, hängt es davon ab, ob die Fäden bereits geschluckt wurden oder noch im Maul sind. Ist das Lametta noch im Maul, kann es vorsichtig entfernt werden – aber nur, wenn die Katze es zulässt. Hängt nur noch ein kleiner Rest heraus, darf man nicht daran ziehen. Eine Entfernung unter Narkose ist sonst notwendig.

HINWEIS
Unsere Ratgeber ersetzen nicht die veterinärmedizinische Beratung bei Deinem Tierarzt. Sie dienen lediglich der Information und sollen einen Überblick über Krankheiten, Verletzungen und deren Behandlung liefern. Wenn Dein Tier Symptome zeigt, die auf Verletzungen, Krankheiten oder Unwohlsein hinweisen, solltest Du unbedingt eine Tierarztpraxis oder eine Tierklinik aufsuchen.

Erbrechen: Das Lametta muss wieder raus

„Werden die Fäden erbrochen, ist dies der schnellste und sicherste Weg, die Fremdkörper wieder loszuwerden“, sagt Tina Hölscher, Tierärztin von „Aktion Tier“. Landet das Lametta im Magen-Darm-Trakt, kann es sich verknoten und lebensbedrohlich werden. Du kannst der Katze Katzengras anbieten, damit die Fäden erbrochen werden. Funktioniert das nicht, kann ein Teelöffel Paraffinöl im Futter helfen: Das Öl macht den Darminhalt glitschig und erleichtert die Ausscheidung. Kommt das Lametta weder oben noch unten heraus, kann Sauerkraut im Nassfutter helfen, da es abführend wirkt.

Wann solltest Du zum Tierarzt?

Wenn die Katze das Lametta bereits verschluckt hat oder Du unsicher bist, solltest Du unbedingt zum Tierarzt. Dort kann Erbrechen ausgelöst werden – bis etwa eine Stunde nach der Aufnahme. Ist der Zeitpunkt unbekannt, ist ein Röntgenbild nötig, manchmal sogar eine Operation. Deshalb sollten Katzenhalter besser ganz auf Lametta verzichten und stattdessen auf ungefährliche und katzensichere Deko wie Strohsterne oder Holzschmuck setzen. Lametta und Engelshaar sollten unter allen Umständen vermieden werden!

Katzenfreundliche Alternativen: Wie gelingt ein katzensicheres Weihnachten?

Viele Halter, deren Katzen absolut unbelehrbar sind, verzichten freiwillig auf einen echten Weihnachtsbaum. Das muss jedoch nicht sein. Immer mehr Menschen bauen sich katzensichere Alternativen. So musst Du nicht auf Deine Dekoration verzichten und bietest Deinem Vierbeiner gleichzeitig eine katzensichere Umgebung für Weihnachten und die Adventszeit.

DIY-Weihnachtsbaum

Die Idee: an Weihnachten mit Katze einen Weihnachtsbaum selbst bauen. Dafür verwendest Du Holzbretter, die zu einem Dreieck angeordnet und verschraubt werden. Auch dickere Äste eines Baumes können auf einem langen Stab befestigt werden und so einen modernen Weihnachtsbaum ergeben. Danach kannst Du optional ungiftige Äste oder künstliches Grün befestigen und den Baum schmücken.

Beim Schmücken der alternativen Tanne gilt jedoch dieselbe Vorsicht wie bei einem echten Baum.

Verzichte dabei auf Glasbaumschmuck oder leicht verschluckbare Deko. Große Holzfiguren sind eine gute Alternative: weder giftig noch verschluckbar oder scharfkantig. Auch Weihnachtssterne aus Stroh oder Stoff sind katzensicher und sorgen für einen schönen Look. Christbaumkugeln kannst Du aus Filz oder Holz selbst gestalten.

Giftige Pflanzen und gefährliche Lebensmittel im Advent

Nicht nur vom Baumschmuck geht eine Gefahr für Deine Katze aus. Auch weitere Dekorationen, wie typische Pflanzen, sind für die Vierbeiner nicht geeignet.

Weihnachtsstern und Mistelzweig sind feste Bestandteile Deiner Weihnachtsdeko? Wenn Du Weihnachten mit einer Katze feierst, solltest Du das nochmal überdenken. Denn sowohl Weihnachtsstern als auch die Beeren des Mistelzweiges können für Samtpfoten giftig sein, wenn sie daran knabbern. Das gilt auch für Amaryllis und Lilien. Stelle die Blumen deshalb nur außer der Reichweite Deiner Katze auf – oder lass die pflanzliche Deko gleich weg.

Vorsicht ist auch bei typischen Lebensmitteln im Advent geboten. Leckereien wie Schokolade, Weintrauben oder Rosinen können für Katzen schon in geringen Mengen giftig sein. Auch Zwiebeln und Knoblauch solltest Du von Deiner Mieze fernhalten, egal ob gekocht oder roh. Und wenn Du vermutest, dass Deine Katze etwas Giftiges gefressen hat, solltest Du sie umgehend zum Tierarzt bringen.

Neben den Pflanzen sind auch ätherische Öle ein Risiko. Sie verströmen zwar einen weihnachtlichen Duft, sind aber ebenfalls giftig für Katzen und sollten deshalb ganz aus dem Haus verbannt werden.

Katzensicheres Weihnachten: Rückzugsort schaffen

Manchmal werden Möbel umgestellt und beim (vor-)weihnachtlichen Besuch gehen normalerweise viele Menschen ein und aus. Deshalb ist es wichtig, den Samtpfoten immer auch ruhige Rückzugsmöglichkeiten zu bieten, raten Tierschützer und Experten.

Für Katzen bedeutet jede Veränderung in ihrem gewohnten Umfeld potenziellen Stress. In der Adventszeit kommen neue Gerüche, Geräusche, festliche Musik und plötzlich auftauchende Gäste hinzu. In dieser Situation können sich selbst souveräne Tiere überfordert fühlen. Damit Dein Stubentiger nicht das Bedürfnis bekommt, sich an einem unsicheren Ort zu verstecken oder panisch zu reagieren, solltest Du bewusst sichere Rückzugsorte einrichten.

Ideal sind erhöhte Liegeplätze, Höhlen oder ein abgedecktes Katzenbett. Hier kann sich Deine Katze unbeobachtet entspannen. Ein vertrauter Rückzugsort hilft Deinem Tier, den Stresspegel niedrig zu halten und sich jederzeit zurückziehen zu können. So wird Weihnachten nicht nur für Dich, sondern auch für Deine Katze zu einer angenehmen und entspannten Zeit.

Katze im Bett.
Foto: unsplash.com/Alexandru Zdrobău (Symbolfoto)

FAQ

Weihnachtsbaum katzensicher machen: Was kann ich tun, damit Katzen nicht an den Weihnachtsbaum gehen?

Um Katzen vom Weihnachtsbaum fernzuhalten, hilft eine Kombination aus Sicherung und Ablenkung. Stelle den Baum möglichst stabil auf, am besten mit einer zusätzlichen Befestigung an der Wand. Vermeide beim Schmücken verlockende Deko wie Lametta, spitze Weihnachtssterne oder leicht erreichbare Kugeln. Sichere Kabel von Lichterketten und nutze bruchsichere Anhänger.

Durch Alternativen wie Spielzeug kannst Du die Aufmerksamkeit Deiner Katze vom Baum lenken und verhindern, dass sie hineinklettert. Je schwerer der Baum für das Tier erreichbar ist, desto sicherer ist die Situation. Gleichzeitig solltest Du Dich auch nicht darauf verlassen und den Baum durch katzenfreundlichen Schmuck möglichst sicher gestalten.

Kann man an Weihnachten mit einer Katze oder einem Hund überhaupt einen echten Weihnachtsbaum haben?

Grundsätzlich gilt: Ja, das geht. Nicht jeder Vierbeiner ist interessiert am Tannenbaum. Aber selbst dann solltest Du einige Vorsichtsmaßnahmen treffen. Tannennadeln, Baumwasser, herabfallender Schmuck und elektrische Lichter sind immer ein Risiko für Haustiere. Achte also darauf, dass der Baum sicher steht, entferne Nadeln vom Boden regelmäßig und decke den Weihnachtsbaumständer gut ab. Die Kombination mit katzenfreundlicher Deko kann dafür sorgen, dass Du Deinen Weihnachtsbaum problemlos mit Deiner Samtpfote kombinieren kannst.

Ist ein (Nordmann-)Weihnachtsbaum giftig für Katzen?

Die Fragen, ob Tannenbäume giftig für Katzen sind und ob ein echter Weihnachtsbaum gefährlich ist, beschäftigen Dich? Die Nordmanntanne ist eine beliebte Wahl für den Weihnachtsbaum in deutschen Haushalten. Nordmanntannen gelten für Katzen nicht als hochgiftig, aber dennoch können die Nadeln oder Harzstoffe zu einer Gefahr werden. Verschluckte Nadeln können Magen-Darm-Reizungen, Erbrechen oder Durchfall verursachen. Besonders bei trockenen und spitzen Nadeln ist die Gefahr groß. Es kann sogar sein, dass Deine Katze an den Nadeln erstickt oder sich lebensgefährlich dadurch verletzt.

Das gleiche gilt auch für andere Baumarten, wie Fichte oder Kiefer. Diese sind ebenfalls nicht hochgiftig für Katzen, können aber zu gefährlichen Situationen führen. Mechanische Verletzungen sind bei allen Baumarten möglich.

Wie lässt sich der Weihnachtsbaum gut sichern, damit er nicht umkippt?

Stelle dafür den Baum in einen stabilen, schweren Weihnachtsbaumständer und ziehe die Schrauben gut fest. Zusätzlich kannst Du den Baum mit einer dünnen, unauffälligen Schnur an der Wand oder der Decke fixieren. Achte darauf, dass der Baum möglichst weit weg von Regalen, Sofas oder Kletterflächen steht, damit Deine Katze nicht leicht hineinspringen kann.

Welche Alternativen habe ich zum klassischen Baum?

Es gibt viele katzensichere Alternativen. Ein flacher Wandbaum aus Holz, Zweigen oder Lichterketten spart nicht nur Platz, sondern ist für die Katze auch weniger einfach zu erreichen. Beliebt sind auch minimalistische Holz-Weihnachtsbäume, Metallkonstruktionen oder kleine Tischbäume für Weihnachten mit einer Katze.

Wie sieht eine katzensichere Dekoration aus?

Am sichersten für Katzen sind Dekorationen aus Stoff, Holz und bruchsicherem Kunststoff. Glaskugeln können zerbrechen und Verletzungen verursachen. Lametta und Engelshaarbergen hohes Risiko, verschluckt zu werden, was zu Darmverschluss führen kann. Diese Dekoration solltest Du daher definitiv vermeiden. Generell gilt: Alles, was leicht abreißbar oder verschluckbar ist, sollte außerhalb der Reichweite Deiner Katze bleiben. Auch Haken und Drähte an Baumschmuck haben Verletzungspotenzial. Achte daher vor allem darauf, dass tiefhängende Dekoration am Baum sicher ist.

Welche Beleuchtung ist für meine Katze sicher?

Am sichersten sind batteriebetriebene LED-Lichterketten mit niedrigem Voltbereich. Normale Lichterketten mit Netzstrom bergen hohes Risiko, wenn Katzen daran kauen. Wenn Du dennoch ein Kabel verwendest, kannst Du mit Kabelkanälen, Spiralschläuchen und Abdeckungen eine katzensichere Umgebung für Weihnachten schaffen.

Welche Pflanzen sind giftig: Weihnachtsstern, Mistel, Amaryllis, Christrose?

Viele typische Weihnachtspflanzen sind giftig für Katzen. Dazu zählen Weihnachtsstern, Mistelzweige, Amaryllis und die Christrose. Schon kleine Mengen können zu Erbrechen, Durchfall und schweren Vergiftungen führen. Stelle die Pflanzen daher immer außer Reichweite Deiner Katze oder verzichte komplett darauf.

Welche Dekoration und Düfte sind sicher für Katzen und wie kann ich Risiken vermeiden

Duftkerzen, Räucherstäbchen oder stark duftende Raumdüfte können Katzen reizen oder giftig für die Tiere wirken. Sie sollten daher nur sehr vorsichtig oder gar nicht verwendet werden. Deko aus Holz, Filz oder Papier ist in der Regel ungefährlich, solange Deine Katze nichts verschluckt. Je größer, desto besser. Bei Kerzen und Laternen solltest Du aufpassen, dass sie außerhalb der Reichweite stehen. Die Katze kann sich daran die Pfote oder den Schwanz verbrennen.

Insgesamt eignen sich Materialien wie Stoff, Holz oder bruchsicherer Kunststoff besonders gut, um Deine Wohnung festlich zu schmücken und gleichzeitig die Sicherheit Deiner Katze zu gewährleisten.

Stress und Trubel: Wie gewöhne ich meine Katze daran und beruhige sie im Ernstfall?

Katzen brauchen Zeit, um sich an neue Geräusche, Gäste oder veränderte Routinen zu gewöhnen. Biete Deiner Katze daher einen ruhigen Rückzugsort in der Weihnachtszeit. Das kann ein abgedecktes Katzenbett, ein erhöhter Liegeplatz oder ein separater Raum mit Futter und Trinken sein. Wenn die Katze sich versteckt oder ängstlich wirkt, lass sie in Ruhe und zwinge sie nicht zum Kontakt. Beruhigen kannst Du Dein Tier durch vertraute Gerüche, ruhige Stimmen, sanftes Streicheln oder Spielzeug, das sie ablenkt. Regelmäßige Rituale und Sicherheit helfen Deiner Katze, die Weihnachtszeit entspannt zu überstehen.

Sind die Geschenke eine Gefahr für Katzen?

Wenn Du Weihnachten mit Deiner Katze verbringst, können auch Weihnachtsgeschenke zur Gefahr werden. Besonders Geschenkband, Schnüre oder Schleifen wirken auf Katzen wie ein Spielzeug. Sie können daran ziehen, kauen oder sie verschlucken. In dem Fall besteht die Gefahr, dass sich die Teile im Magen-Darm-Trakt verknoten und zu ernsthaften Verletzungen führen. Versuche daher nach dem Auspacken der Geschenke diese Gefahr direkt zu beseitigen, indem Du schnell aufräumst.

Welche Weihnachtsgeschenke sind sicher für Katzen?

Sichere Geschenke für Katzen sind vor allem Spielzeug aus unbedenklichen Materialien, wie Holz, Filz oder Baumwolle. Auch selbstgemachte Spielzeuge, wie Bälle oder Stoffmäuse eignen sich gut. Wichtig ist, dass keine verschluckbaren Kleinteile oder scharfen Kanten enthalten sind.

Worauf muss ich beim Festtagsessen und bei Lebensmitteln achten?

Viele typische Weihnachtsleckereien sind für Katzen giftig oder schwer verdaulich. Dazu zählen Schokolade, Rosinen, Weintrauben, Alkohol, Zwiebeln, Knoblauch oder stark gewürzte Speisen. Katzen sollten generell nicht vom Festtagsmenü naschen. Sicher sind kleine Mengen ungewürztes Fleisch. Generell solltest Du aber Deinen Besuch darüber informieren, die Katze auf keinen Fall zu füttern, und Dich selbst um die Versorgung des Tieres kümmern.

Anzeichen einer möglichen Vergiftung sind Erbrechen, Durchfall, Mattigkeit, Appetitlosigkeit oder ungewöhnliches Verhalten. Beobachte Deine Katze bei einem Verdacht daher genug und wende Dich sofort an einen Tierarzt.

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