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Was sehen Hunde eigentlich, wenn sie fernsehen?

Es gibt Videos von Hunden, die gebannt „König der Löwen“ oder Naturdokus schauen – aber erkennen die Vierbeiner überhaupt, was auf dem Bildschirm gezeigt wird? Wie nehmen Hunde den Fernseher wahr? DeineTierwelt gibt Antworten.

Mit dem Hund auf dem Sofa entspannen und fernsehen – das ist für viele eine beliebte Beschäftigung. Laut einer Umfrage des Streaming-Anbieters Netflix sehen 58 Prozent der Befragten am liebsten mit ihren Haustieren fern, 22 Prozent reden sogar mit ihren Tieren über die Sendung, die sie gerade schauen.

Aber erkennen Hunde überhaupt, was da über den Bildschirm flimmert? Verschiedene Studien zeigen: ja. Zum Beispiel können sie andere Hunde alleine über visuelle Informationen – also ohne etwa deren Geruch oder Bellen wahrzunehmen – erkennen. Also auch, wenn sie andere Hunde im Fernseher erblicken. Und das funktioniere sogar unabhängig davon, welche Rasse die Hunde haben, berichtete „Science Daily“.

Mehr Flimmern und weniger Farben

Trotzdem gibt es beim Fernsehen einige Unterschiede zwischen Hunden und Menschen. Zum einen nimmt das Hundeauge Bilder schneller auf als das menschliche. Auf alten Fernsehern, die weniger Bilder pro Sekunde zeigen, flackert das Bild für Hunde deshalb.

Zum anderen haben Hunde nur Zweifarbensehen im Gegensatz zum Dreifarbensehen beim Menschen. Hunde sehen deshalb nur eine Skala der Primärfarben gelb und blau.

Kleiner Hund sitzt vor dem Fernseher.
Foto: unsplash.com/sq lim (Symbolfoto)

Hunde reagieren beim Fernsehen unterschiedlich

Wie genau ein Vierbeiner auf das Fernsehprogramm reagiert, ist übrigens je nach Hund ganz unterschiedlich. Generell werden viele Hunde aufmerksam, wenn sich etwas schnell bewegt, auch wenn das nur im Fernseher der Fall ist. Vor allem Hirtenhunde könnten darauf sensibilisiert sein. Windhunde sind dagegen eher auf ihren Geruchssinn gepolt und könnten sich deshalb weniger für die Flimmerkiste interessieren.

Je nach Temperament kann ein Hund lauthals bellen, wenn er andere Hunde im Fernsehen sieht. Manche rennen sogar zum TV und suchen, wo sich dahinter ihr Artgenosse versteckt. Wieder andere sind vom Fernseher schon abgestumpft und eher gelangweilt.

Einen Einfluss darauf, wie gefesselt ein Hund vom Fernseher ist, haben natürlich auch die Geräusche. So haben Studien gezeigt, dass Hunde am aufmerksamsten waren, wenn in den Videos Bellen, Winseln und Lob vorkamen.

Und wir wissen auch: Meistens schauen Hunde nicht lange Zeit am Stück auf den Fernseher, sondern werden nur zwischendurch immer wieder einen Blick drauf. Ganz anders als wir, wenn wir nach acht Stunden feststellen, dass sich „nur noch kurz eine Folge“ in „die komplette Staffel bingen“ verwandelt hat.

Andres Ayrton
Foto: pexels.com/Andres Ayrton (Symbolfoto)

Fernsehen für Hunde

In den USA gibt es sogar einen speziellen Fernsehsender für Hunde: „DogTV“. Dort werden mehr Frames pro Sekunde gezeigt und die Farben sind speziell auf Hunde abgestimmt. Es gibt verschiedene Programme zum Entspannen (Hunde liegen auf einer Wiese), zur Stimulation (surfende Hunde) oder zu Alltagssituationen, von denen Hunde für ihr eigenes Leben lernen können.

Auch spannend: Schon vor einigen Jahren gab es die ersten Werbespots, die sich nicht nur an Herrchen und Frauchen, sondern auch an Hunde richteten. So wollte unter anderem ein Futterhersteller durch hohes Quietschen und Pfeifen erreichen, dass die Vierbeiner auf den Spot reagierten und ihre Halter aufmerksam machten…

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