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Was kostet eine Katze?

Anschaffung, Grundausstattung, laufende Kosten, Versicherung und Tierarztkosten - diese Kosten musst Du einplanen, wenn eine Katze bei dir einzieht.

Kostenübersicht für die Anschaffung & Katzenhaltung

Die Kosten für Katzen können unterteilt werden in reine Anschaffungskosten, Kosten für die Grundausstattung, einmalige Kosten, sowie laufende, jährliche Kosten. Auch unerwartete Tierarztbesuche sollten im Vorfeld einkalkuliert werden. Wer nur ganz knapp die vorhersehbaren finanziellen Mittel aufbringt, kann hinterher ein böses Erwachen haben, wenn die Mieze operiert werden muss.

Die Kosten der Katzenhaltung sind zudem sehr variabel. Beispielsweise sind sie davon abhängig, ob Du Dich für eine Rassekatze vom Züchter oder für eine Samtpfote aus Deinem Bekanntenkreis oder dem Tierschutz entscheidest. Auch beim Zubehör gibt es große Qualitäts- und somit Preisunterschiede.

Die folgenden Kostenaufstellungen sollen Euch eine grobe Übersicht geben.

Was kostet eine Katze – Übersicht der Anschaffungskosten

Zu beachten ist, dass hier keine eventuellen Zusatzkosten aufgrund von Vorerkrankungen eingerechnet wurden. Stammt das Tier aus dem Tierschutz oder wurde von Freunden/Nachbarn/Verwandten übernommen, können die Tierarztkosten gegebenenfalls steigen. Zudem müssen Freigänger nicht nur gegen Katzenseuche und Katzenschnupfen, sondern auch gegen Tollwut geimpft werden.

Anschaffung/Tierschutzgebühr: 0–200 €
Tierarztkosten Grundversorgung (ohne Vorerkrankungen): ca. 150–300 €
Freigänger zusätzlich Tollwutimpfung: ca. 50–80 €

Katze hinter einer Pflanze.
Foto: unsplash.com/Sarah Shull (Symbolfoto)

Übersicht der Kosten für die Grundausstattung (ohne Futter & Streu)

Die Kostenaufstellung stellt lediglich einen ungefähren Preisrahmen dar. Natürlich könnt Ihr auch weitaus mehr für die Grundausstattung ausgeben und wir empfehlen, nicht unbedingt zu den günstigsten Näpfen, Kratzbäumen oder Katzenklos zu greifen. Die Sicherheit und das Wohlbefinden Eurer Katze sollte hier vorgehen – plant demnach lieber etwas mehr Geld ein.

Die Kosten variieren sehr stark, je nachdem, ob Ihr beispielsweise schon ein Starter-Kit von Züchtern oder Verwandten/Freunden erhaltet und für welche Qualität Ihr Euch entscheidet. Man kann natürlich auch weitaus mehr Geld für die Grundausstattung ausgeben, wenn man beispielsweise einen Luxus-Kratzbaum für die geliebte Samtpfote möchte. Nach oben sind hier kaum Grenzen gesetzt.

Katzenklo: ca. 15–50 €
Näpfe für Futter & Wasser: ca. 10–30 €
Kratzbaum: ca. 50–300 € (je nach Größe/Qualität)
Schlafplätze/Decken: ca. 20–100 €
Transportbox: ca. 20–60 €
Spielzeug & Pflegeartikel: ca. 10–50 €

eine Katze im Kratzbaum
Foto: pixabay.com/g3gg0 (Symbolfoto)

Andere einmalige Kosten

Diese Kosten sollten zum Teil mit eingeplant werden, wenn man die Anschaffung einer Katze plant. Ob und in wie fern die einzelnen Sachen nötig sind, hängt von Eurer jeweiligen Wohnsituation ab. Lest hierzu auch: Eine Katze zieht ein: So gestaltet Ihr die Wohnung katzenfreundlich. Auch bei den zusätzlichen, einmaligen Kosten zur Sicherung der Wohnung können die Preise stark variieren.

Sicherung von Fenstern/Balkonen: ca. 20–150 €
Kletter- und Schutzvorrichtungen: ca. 30–200 €
Optional: Mikrochip & Registrierung: ca. 40–60 €

Laufende / jährliche Kosten einer Katze

Im Jahr sind an laufenden Kosten (Futter, Streu, Impfungen, Wurmkuren) mit rund 600 € bis 1000 € (mind. 50 Euro monatlich für Futter & Streu) zu rechnen – je nach Art des Katzenfutters und der Streu. Natürlich sind auch die Preise der Tierärzte geringen Schwankungen unterlegen. Wenn dieser Wert auf ein durchschnittliches Katzenleben von 15 Jahren hochgerechnet wird, entsteht eine stattliche Summe von 9.000-15.000 € (rein laufende Kosten). Die meisten Kosten liegen irgendwo dazwischen, man sollte jedoch lieber die Kosten zu hoch schätzen, als zu niedrig, wenn man über die Katzenhaltung nachdenkt.

Sonderkosten

Zusätzlich können selbstverständlich Sonderkosten anfallen:

Tiersitter, Tierpension
Fährt man in den Urlaub, soll die Katze gut gepflegt oder untergebracht werden.

Andere Tierarztkosten
Können durch Krankheit, Verletzungen, Unfall etc. entstehen und in die Tausende gehen. Man sollte daher entsprechend Geld für solche Behandlungen zur Verfügung haben.

Schäden an der Wohnung
Als indirekte Kosten fallen unter Umständen Schäden an, welche von Katzen manchmal verursacht werden. Seien es Kratzspuren an Möbeln und Tapete oder Urin-Flecken.

Wer sich eine Katze anschafft, sollte sich bewusst machen: Eine Samtpfote kostet nicht nur bei der Anschaffung Geld. Auch Ausstattung, Futter und Pflege summieren sich im Laufe der Zeit. Besonders ins Gewicht fallen unerwartete Kosten, zum Beispiel wenn das Tier krank wird oder einen Schaden verursacht.

Um hier auf der sicheren Seite zu sein, lohnt es sich, über eine Haustierversicherung nachzudenken. So bist Du und Deine Katze für alle Eventualitäten abgesichert. Welche Versicherungen sinnvoll sind und welche Leistungen sie abdecken, erfährst du hier.

3 Kommentare

  1. Ein sehr informativer Artikel. Wer sich ein Tier, egal ob Katze, Hund etc. anschafft, sollte sich genau über die Kosten informieren, denn diese werden meist unterschätzt, so dass es später zu finanziellen Problemen in diesem Bereich kommt. Das sollte unbedingt verhindert werden.

    • Das stimmt, und selbst hier aufgeführte Kosten sind zum größten Teil niedriger als die tatsächlich sind z. B. eine Katze kastrieren zu lassen kostet deutlich mehr als 60 € (mussten wir unsere vor ein paar Monaten kastrieren lassen). Oder was ist zum Beispiel mit Trinkbrunnen? Er ist vielleicht in Anschaffung nicht allzu teuer, aber jeden Monat muss man 1-2 Filter zu kaufen. Und SpotOn gegen Zecken, Entwurmung usw.? Und was Diätfutter für unsere Nierenkranke Katze kostet, möchte ich lieber nicht schreiben…

  2. Ja, die Preisangaben sollten mal wieder der heutigen Realität angepasst werden, sie sind doch sehr veraltet!

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