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Was die Fellfarbe Deiner Katze über ihren Charakter aussagt

Die Frage, die sich viele Katzenhalter stellen, beschäftigt auch die Wissenschaft: Kannst Du von der Fellfarbe einer Katze auf ihren Charakter schließen? Sind Katzen mit weißem Fell friedlicher als getigerte Katzen? DeineTierwelt wirft einen Blick auf die wichtigsten Studien zu dem Thema.

„Schwarze Katze von links, Unglück bringt‘s!“ Katzen mit schwarzer Fellfarbe sind das Paradebeispiel dafür, dass auch Katzen nach ihrem Äußeren bewertet werden.

Für manche reicht ein Blick auf die Fellfarbe einer Katze, und sie bilden sich eine Meinung über den Charakter des Tieres. Aber verrät die Fellfarbe einer Mieze tatsächlich, wie sie tickt?

In den vergangenen Jahren haben sich auch zwei Universitäten in Kalifornien mit dem Thema beschäftigt. Zuerst erforschten Wissenschaftler an der UC Berkley 2012 die Vorurteile, die Menschen gegenüber bestimmten Fellfarben bei Katzen haben – vor allem interessierte sie daran, ob einige Katzen im Tierheim aufgrund ihres Aussehens bessere Chancen auf Adoption haben.

Die Forscher befragten 189 Personen nach ihrer Erfahrung mit Katzen. Diese sollten anhand von Fotos einschätzen, welche Eigenschaften die abgebildete Mieze haben könnte.

Sind orange Katzen freundlich und weiße Katzen unnahbar?

Dabei kam heraus, dass die Teilnehmenden positive Charakterzüge eher mit orangen oder zweifarbigen Katzen und weniger beliebte Eigenschaften mit schwarzen, weißen oder dreifarbigen Katzen in Verbindung brachten. Demnach schätzten viele der Befragten orange Katzen als freundlich ein, weiße Katzen als unnahbar und dreifarbiege Miezen als intolerant.

Foto: unsplash.com/Jason Leung (Symbolfoto)

Zwar sagten die meisten Studienteilnehmer, sie würden die Entscheidung für oder gegen eine Katze basierend auf dessen Persönlichkeit treffen. Doch die Eigenschaften, die die Befragten den Katzen basierend auf ihren Fellfarben zugewiesen haben, zeigen, dass die Farbe bewusst oder unbewusst eine Rolle bei der finalen Entscheidung für eine Katze spielt.

Typische Charaktereigenschaften

Forscher der UC Davis untersuchten den Zusammenhang zwischen Fellfarbe und Charakter weiter. Im Rahmen einer 2015 veröffentlichten Studie verglichen sie die Einschätzungen von 1.274 Teilnehmern bezüglich der Fellfarbe und des Verhaltens ihrer Katzen.

Sie wollten wissen, wie sich die Miezen in Alltagssituationen, im Umgang mit Menschen oder beim Tierarzt verhalten. Basierend auf den Antworten bewerteten die Forscher jede Katze mithilfe einer Aggressionsskala. Mit folgendem Ergebnis:

  • Weiße, schwarze und graue Katzen zeigten eher ruhiges und gelassenes Verhalten.
  • Orange Katzen waren aggressiver gegenüber Menschen.
  • Schwarz-weiße Katzen zeigten sich im Umgang ebenfalls angriffslustiger.
  • Grau-weiße Katzen tendierten zu Wutanfällen beim Tierarzt.
  • Mehrfarbige Katzen reagierten reizbar oder dramatisch während alltäglichen Zusammentreffen mit Menschen.

Erkennst Du Deine Katze wieder? Falls nicht, ist das kein Wunder: Denn auch wenn die Studien-Ergebnisse einige interessanten Erkenntnisse liefern, hat am Ende doch jede Katze ihren ganz eigenen Charakter – und der wird viel mehr von ihren Erfahrungen als Kitten oder von vererbten Eigenschaften geprägt.

Eine Katze wird getragen.
Foto: unsplash.com/Namcha ph (Symbolfoto)

Außerdem könnten verschiedene Studienteilnehmer das Verhalten derselben Katze völlig anderes beurteilen. Schließlich ist diese Bewertung völlig subjektiv: Was einige als verspielt bezeichnen würden, haben andere vielleicht schon als aggressiv bewertet. Und wenn weiße Katzen in der ersten Studie als unnahbar beschrieben wurden, hatten sie vielleicht einfach Gehörprobleme – immerhin sind Studien zufolge 65 bis 85 Prozent der weißen Katzen mit zwei blauen Augen taub.

Egal ob Deine Katze aufgrund ihrer Fellfarbe, ihrer Sozialisierung, ihrer vererbeten Charakterzüge oder aus anderen Gründen so ist, wie sie ist – Du liebst sie bestimmt genau so.

Schließlich ist sie ganz und gar einzigartig!

 

11 Kommentare

  1. Dem kann ich mit nichten zustimmen. Unser roter Kater ist die Sanftmut, Gelassenheit und Verschmustheit in Person, die Schwarz-weisse sanftmütig, duldsam und bescheiden, die Bunte eigen aber intelligent, die 2. Bunte in sich ruhen und unser Tigerchen will nur lieb gehabt werden.

  2. So ein seich…meine Katze war 3 Färbig und war sehr anhänglich, auf mich fixiert und überhaupt nie in ire 16 Jahre agressive…si war ein Goldschatz

  3. Wir haben einen Mix aus Norweger und Perser. 2 Geschwister Clyde grau weiß und Bonnie braun gemixt. Kann dem nicht zustimmen. Glaube es liegt an dem was Katzen zuerst erleben

  4. Meine Katze ist mehrfarbig. Sie geht raus und nachts ist sie im Haus. Sie erscheint zufrieden zu sein und gibt viel Liebe.

  5. Wir haben eine dreifarbige Glückskatze,sie ist sehr anhänglich und auch schlau,kann dieserStudie überhaupt nicht zustimmen.

  6. Also die Studien kann ich nicht bestätigen..ich habe eine orange also rote Katze ..sie ist total lieb verschmust und auf alles Jeck was sich bewegt macht nicht kaputt ..und schon 16jahre alt..LG Waltraud

  7. Ich hatte über die letzten 22 Jahre immer Katzen, teils Pflegetiere, teils eigene. Die Farben waren immer unterschiedlich. Während der erste Tiger völlig unnahbar für Männer war und ein Schmusekater bei Frauen ist die zweite Tigern das völlige Gegenteil. Sie ist verspielt, verschmust und völlig auf ihre Menschen fixiert. Unsere Orange Tigern war eine extrem verschmuste Maus. Die Fünffarbige etwas sensibel, hoch intelligent und feinfühlig. Die schwarz-weißen waren alle durch Die Bank verspielt, verschmust und liebesbedürftig.
    Der Charakter einer Katze ist das wichtige und vorallem wie der Mensch mit ihrer jeweiligen Persönlichkeit umgeht. Akzeptiert man sie wie sie ist, dann wird jede Katze früher oder später ein sehr treuer und verschmuster Begleiter.
    Egal wie sie aussehen, alle Katzen sind verspielt, haben ein riesengroßes Herz und wollen die Nähe zu den Menschen die sie lieben.

  8. Das stimmt nicht! Habe eine weiß – orangene und eine schwarz-weiße und erstens sind die sehr scheu und zweitens sehr sehr liebesbedürftig. Holen nie die Krallen raus oder Frauchen oder so. Nix der Gleiche

  9. Meine Katzen sind braun getigert (würde ich nicht als Mehrfarbig beschreiben) und mein Kater ist graugetigert mit Weiß. Er ist beim Tierarzt ängstlich aber nicht mehr. Und wie bitte soll er ich meine braun getigerten Lieblinge hier einschätzen?

  10. Ich mache bestimmt nicht den Charakter einer Katze an der Fellfarbe aus. Ich hatte einen schwarzen Kater, der war gechillt und auf der anderen Seite frech, wenn es darum ging, mir während des Essens was zu klauen (was ihm fast nie gelang, weil ich ihn vom Tisch heruntergesetzt habe). Ich kenne 2 orange Katzen, die sind sehr lieb und friedlich. Und sie sind zutraulich. Ich habe noch eine braun-schwarzgetigerte Katze, die hat einen süßen, frechen Charakter. Also: Charakter ist nicht gleich Fellfarbe.

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