HomeRatgeberWarum Katzen ihren Bauch zeigen – und ob Du sie dort streicheln solltest

Warum Katzen ihren Bauch zeigen – und ob Du sie dort streicheln solltest

Wenn Katzen Dir ihren Bauch präsentieren, wollen sie dort gestreichelt werden, oder? Nicht ganz. Deine Tierwelt verrät, was hinter dem Verhalten steckt – und wo Du Deine Katze stattdessen lieber streicheln solltest...

Auf den Rücken gefläzt, der flauschige Bauch entblößt, der Blick träge – so sehen richtig entspannte Katzen aus. Eigentlich eine ziemlich eindeutige Einladung dafür, mit der Hand durch das weiche Bauchfell zu streichen, oder? Nicht ganz.

Denn auch wenn Katzen Dir ihren Bauch präsentieren – gerne streicheln lassen sich die meisten dort nicht. Stattdessen genießen sie den Körperkontakt eher in der Nähe ihrer Schnurrhaare. Also zum Beispiel unterm Kinn, an den Ohren und Wangen.

Aber warum ist das so? Warum reagieren viele Katzen allergisch, wenn sich Deine Hand ihrem Bauch nähert? Für die Miezen ist die Rückenlage, alle Gliedmaßen von sich gestreckt, eine sehr verletzbare Position. Wortwörtlich – denn in freier Wildbahn würden die Miezen ihren Bauch und damit ihre lebenswichtigen Organe nie so offen präsentieren. Nur in Situationen, in denen sie sich komplett sicher und wohl fühlen, zeigen Katzen ihren Bauch.

Darum zeigen Katzen ihren Bauch

Für Dich ist das deshalb ein großes Kompliment: Deine Mieze vertraut Dir. Trotzdem solltest Du den freigelegten Bauch nicht als Einladung zum Kraulen verstehen. Im Gegenteil! Damit würdest Du ja das Vertrauen, dass Dir Deine Katze gerade zeigt, sofort missbrauchen.

Darf man Katzen am Bauch streicheln?
Foto: pexels.com/Nida (Symbolfoto)

Und es gibt noch einen weiteren Grund, warum sich Streicheleinheiten am Bauch für viele Katzen unangenehm anfühlen: Dort befinden sich Haarwurzeln, die besonders empfindlich auf Berührungen reagieren. Das führt schnell zu einer Überstimulation, erklärt Tierverhaltensforscherin Lena Provoost gegenüber „National Geographic“.

Katzen lieber am Kopf streicheln

Einige Katzen lassen es zwar zu, dass ihre Besitzer sie am Bauch mit Streicheleinheiten verwöhnen. Achte dann aber trotzdem ganz genau auf die Körpersprache Deiner Mieze. Sind Körperhaltung und Gesichtsausdruck entspannt? Dann kannst Du getrost weiter streicheln. Warnsignale sind dagegen ruckartige Bewegungen oder natürlich, wenn Deine Mieze nach Deiner Hand schlägt oder sie sogar zu beißen versucht.

Wer es sich gar nicht verkneifen kann, seine Samtpfote am Bauch zu streicheln, sollte sich diesem empfindlichen Körperteil möglichst behutsam und von der Seite nähern, raten Experten.

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