In der Regel erfüllt das Hecheln für Hunde zwei Zwecke: Es senkt ihre Körpertemperatur und versorgt sie mit Sauerstoff. Dabei ist ihr Mund leicht geöffnet und die Zunge ist meist ein Stück hervorgestreckt.
Vielleicht ist Dir aber schonmal aufgefallen, dass Dein Hund in unterschiedlichen Situationen hechelt:
Hunde hecheln, um sich abzukühlen
Wenn uns Menschen im Körper warm wird, schwitzen wir. Das Schwitzen ist sozusagen unsere eingebaute Klimaanlage: Die Feuchtigkeit verdunstet an der Luft – und das hat einen kühlenden Effekt. Hunde können nicht so schwitzen wie wir. Deshalb verschaffen sie sich Abkühlung durchs Hecheln. Dabei verdunstet nämlich die Feuchtigkeit auf der Zunge und im Mundraum.
Hunde hecheln also, wenn ihnen warm wird – aber auch nach körperlicher Anstrengung. An besonders heißen Tagen kann übermäßiges Hecheln ein Warnsignal sein: Dann kann es sein, dass Dein Vierbeiner überhitzt – was extrem gefährlich werden kann. Sorge deshalb dafür, dass er sich an einem schattigen Ort abkühlen kann und er genug trinkt. Wenn außerdem Symptome wie Sabbern, gerötete Zunge und Zahnfleisch, geweitete Augen und Schwäche auftreten, sollte Dein Hund schnell zum Tierarzt.

Stress und Aufregung
Unabhängig von der Hitze oder Anstrengung, hecheln Hunde auch in Situationen, die für sie Stress, Angst oder Aufregung bedeuten. Das können Autofahrten sein, aber auch der Besuch beim Tierarzt oder das Silvesterfeuerwerk. Häufig zeigt der Hund dabei noch andere Zeichen von Stress oder Furcht. Dann hilft es, ihn wieder in eine ruhigere und sichere Umgebung zu bringen, wo er sich weniger bedroht fühlt, rät das Magazin „The Spruce Pets“.
Hunde hecheln beim Spielen
Im Falle von positiver Aufregung – zum Beispiel beim Herumtollen mit Artgenossen – hecheln viele Hunde ebenfalls. Dass Dein Vierbeiner gerade glücklich ist, erkennst Du an einer generell entspannten Körperhaltung und am freudig wedelnden Schwanz. Auch nach dem Spielen liegen einige Bellos gerne noch entspannt mit halb geschlossenen Augen herum und hecheln sanft vor sich hin. Das sieht dann fast so aus, als würden sie selig lächeln.

Schmerzen oder Krankheit
Leider können auch weniger erfreuliche Gründe Auslöser fürs Hecheln sein. Zum Beispiel Schmerzen oder Krankheiten. Häufig tritt es dann in Kombination mit anderen Anzeichen wie Erbrechen, Appetitlosigkeit, Lethargie, Humpeln oder Verhaltensänderungen auf. Und natürlich gilt: Wenn Du vermutest, dass es Deinem Hund schlecht geht, sollte er schnell zur Tierärztin.
Das Hecheln kann aber auch eine Reaktion auf generelle körperliche Beeinträchtigungen sein. So hecheln zum Beispiel Hunde kurznasiger Rassen besonders häufig, weil sie durch ihre schmalen Atemwege in der Nase nicht genügend Sauerstoff bekommen. Das gilt etwa für Französische Bulldoggen oder Möpse.
Übergewicht
Übergewicht beim Hund kann zu verschiedenen gesundheitlichen Problemen führen, darunter Herzkrankheiten oder Diabetes. Außerdem können übergewichtige Hunde besonders zum Hecheln neigen. Nämlich immer dann, wenn sie ihre Organe gerade nicht mit ausreichend frischem, sauerstoffhaltigem Blut versorgen können, erklärt Tierärztin Laura Playforth auf „VetsNow“.



