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Warum Deine Katze Dir viel ähnlicher ist, als Du bisher denkst

Katzen und Menschen sind zwei völlig verschiedene Spezies, logisch. Trotzdem sind die Miezen und wir uns ziemlich ähnlich. Warum? Das erfährst Du hier.

Schaust Du Deine Katze auch manchmal verwundert an und stellst fest, wie ähnlich Ihr Euch seid – trotz aller offensichtlichen Unterschiede? Das kommt nicht von ungefähr. Denn auch Wissenschaftler und Katzenexperten sind sich einig: Mensch und Mieze eint mehr, als es auf den ersten Blick scheint.

DeineTierwelt stellt neun faszinierende Gemeinsamkeiten vor:

1. Katzen und Menschen lernen ähnlich

Wer etwas Neues lernen will, braucht dafür häufig konsequente Regeln und liebevolle Anleitung. Und das gilt für Kinder wie für Katzen. „Es ist einfacher, Regeln zu lernen und zu befolgen, wenn man weiß, was von einem erwartet wird und wenn die Regeln nicht vom einen auf den anderen Tag geändert werden“, erklären die Experten für Katzenverhalten von „Cat Behavior Associates“.

Körperliche Strafen und Einschüchterungen erzeugen dagegen nur Angst und können der Beziehung schaden, egal ob zu einem Kind oder einer Katze.

2. Veränderung bedeutet für beide Stress

Vielleicht kennst Du das aus: Du liebst es, wenn alles seinen gewohnten Gang geht. Wenn Du zum Beispiel Deine morgendliche Routine wie immer durchführen kannst und keine Überraschungen Deine Pläne durchkreuzen. Auch Deine Katze liebt es, wenn sie etwa immer zu gleichen Zeit Futter bekommt.

Denn Katzen sind wie wir Menschen Gewohnheitstiere. Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch für beide: Veränderungen sind stressig. Und der Stress kann dafür sorgen, dass Du zum Beispiel müde bist, Dich abgeschlafft fühlst und schneller krank wirst. Genau wie bei Deiner Katze.

3. Katzen und Menschen brauchen Verbindung und Zuneigung

Katzen gelten als unabhängig – und sind doch trotz dieses Klischees genauso auf Nähe und Zuneigung angewiesen wie andere soziale Wesen. Wie wir Menschen, zum Beispiel. Allerdings kann das je nach Katze – und je nach Mensch – anders aussehen.

Katzen brauchen genau wie Menschen Zuneigung.
Foto: pexels.com/pixabay (Symbolfoto)

„Einige Katzen genießen nahen Körperkontakt wenn es um Zuneigung geht“, erklärt Pam Johnson-Bennett, zertifizierte Beraterin für Katzenverhalten, gegenüber dem Magazin „Catster“. „Für einige Katzen und Menschen bedeutet das alles von gehalten werden bis zu einer sanften Berührung.“ Anderen reiche es dagegen, nah beieinander zu sitzen oder sich anzulehnen.

Aber es gebe auch subtilere Arten, wie Menschen oder Katzen ihre Zuneigung zeigen. Bei Menschen seien das zum Beispiel rücksichtsvolle Gesten oder freundliche Worte. Bei Katzen dagegen Schnurren, eine entspannte Körperhaltung oder Blinzeln.

4. Katzen können an Herzschmerz leiden

Emotional sind Katzen und Menschen auch in anderen Bereichen auf einer Ebene. Zum Beispiel, wenn es um Trauer und Verlust geht. Wenn etwa eine von zwei Katzen im Haushalt plötzlich verstirbt, trauern nicht nur die Halter, sondern auch die verbliebene Mieze. Manchmal denken die Menschen dann, es sei eine gute Idee, schnell für neue Gesellschaft zu sorgen.

Wenn aber direkt nach dem Verlust eine neue Katze einzieht, kann das die Trauer der alten Katze noch verstärken. Immerhin wird ein neues tierisches Familienmitglied erstmal mehr Aufmerksamkeit von den Katzeneltern verlangen. „Auch wenn wir Trauer nicht auf die selbe Art zeigen wie Katzen, teilen wir den emotionalen Schmerz und Verlust“, so Pam Johnson-Bennett.

5. Auch Katzen haben psychische Erkrankungen

In ihren psychischen Problemen weisen Katzen und Menschen ebenfalls einige Parallelen auf. Und die Miezen werden in diesen Fällen auch ähnlich behandelt wie Menschen. Katzen können zum Beispiel Angststörungen, Phobien und Verhaltensstörungen wie Zwangsneurose.

6. Katzen kriegen ähnliche Krankheiten wie Menschen

Übergewicht, Diabetes, Herzerkrankungen? Gibt’s nicht nur bei Menschen, sondern auch bei Katzen. Genauso wie Nierenerkrankungen, Krebs oder Schilddrüsenüberfunktion. Wahrscheinlich auch, weil Katzen oft ein ähnliches Umfeld und einen ähnlichen Lebensstil haben wie wir.

Katzen können wie Menschen an Übergewicht und Diabetes leiden.
Foto: unsplash.com/Kat von Wood (Symbolfoto)

7. Wir haben ähnliche Gene

Hättest Du’s gewusst? Katzen und Menschen ähneln sich in ihren Genen mehr, als bislang angenommen. Wissenschaftler haben kürzlich etwa herausgefunden, dass die Gene der Hauskatze unseren ähnlicher sind als beispielsweise die von Hund oder Maus. Dann das Genom der Katze hat wie das vom Menschen ähnlich geordnete und große Chromosomen.

Eine ältere Studie hat außerdem gezeigt, dass 90 Prozent der Gene bei der Katze den menschlichen Genen ähneln. Das sind mehr als bei Hunden und sogar Schimpansen.

8. Katzen denken ähnlich wie wir

Vom Aufbau sind sich das menschliche und das Miezenhirn ziemlich ähnlich. Denn genau wie bei Menschen hat die Hirnrinde von Katzen Schläfen-, Hinterhaupts-, Frontal- und Scheitellappen. „Katzen scheinen außerdem in den selben Mustern wie Menschen zu denken, unter anderem aufgrund der Neurotransmitter“, erklärt Dr. Nicholas Dodman, ehemaliger Professor an der Tufts Universität. „Katzen erhalten Informationen von den fünf grundlegenden Sinnen und verarbeiten diese genau wie Menschen.“

9. Ein Gedächtnis wie eine Katze

Wir Menschen speichern Informationen entweder im Kurz- oder Langzeitgedächtnis. Genau wie Katzen. Dass Deine sich an vergangene Erlebnisse erinnert, hast Du bestimmt auch schonmal beobachtet. Zum Beispiel, weil sie jetzt immer einen großen Bogen um diese eine Tür macht, in der sie sich mal die Pfote eingeklemmt hat.

„Katzen lernen ständig“, sagt auch Pam Johnson-Bennett. „Jedes Erlebnis lehrt sie entweder etwas Positives, Negatives oder Irrelevantes.“ Katzeneltern seien sich häufig nicht einmal bewusst, wie viel sie das Lernen ihrer Katze im Alltag trainieren oder verstärken.

Und genau wie Kinder, die vor allem durchs Nachmachen lernen, imitieren Katzen ebenfalls ihre Artgenossen.

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