Hündinnen können – genau wie Rüden – unterschiedliche Dinge rammeln. Mal bespringen sie ein Kuscheltier, mal Kissen, Körbchen, die Beine von Menschen oder andere Hunde. Dahinter können unterschiedliche Gründe stecken. Denn nicht immer hat das Verhalten etwas mit dem Fortpflanzungstrieb zu tun. Warum Hündinnen rammeln und wann das normal ist, erfährst Du hier.
Rammeln ist ganz normal – auch bei Hündinnen
Zunächst einmal ist es wichtig zu wissen, dass Rammeln ganz natürlich für Hunde ist, egal welchen Geschlechts. Oft zeigen Welpen schon ab einem Alter von sechs Wochen dieses Verhalten. Sobald die Vierbeiner geschlechtsreif werden, ist das Bespringen manchmal eine Reaktion auf Erregung – muss es aber nicht.
Denn manche Hunde besteigen zum Beispiel ihre Artgenossen, um ihre Überlegenheit zu beweisen und dem anderen zu zeigen, wer über ihm steht. Wortwörtlich. Genauso gut kann es aber auch sein, dass das Rammeln Deiner Hündin oder Deinem Hund einfach Spaß macht. Denn „Dogster“ zufolge können sich sowohl Rüden als auch Hündinnen selbst befriedigen.
Wenn Hunde bis zu ein- oder zweimal am Tag jemanden oder etwas besteigen, gilt das in der Regel noch als normal. Viele finden aber das schon nervig oder unangenehm. Zum Glück gibt es Möglichkeiten, den Vierbeinern das Rammeln abzutrainieren.
Unerwünschtes Rammeln abtrainieren
Es kann manchmal ziemlich nervig sein, wenn der liebe Vierbeiner ständig Sofakissen oder die Beine der Gäste bespringt. Deshalb versuchen viele Hundehalter, ihren Fellnasen dieses Verhalten abzugewöhnen.
Dabei kann es helfen, den Hunden möglichst früh beizubringen, auf „Pfui!“ oder „Aus!“ zu hören. Sobald Du merkst, dass Dein Vierbeiner wieder etwas besteigen will, sagst Du deutlich das Kommando und lenkst ihn ab.
Wann ist Rammeln bei Hündinnen oder Hunden ein Warnsignal?
In den meisten Fällen ist es also völlig normal, dass auch Hündinnen rammeln. Manchmal kann dahinter allerdings auch ein Problem liegen. Deshalb sollten Halter aufmerksam werden, wenn ihre Tiere plötzlich exzessiv rammeln oder zusätzlich anderes auffälliges Verhalten zeigen.
Dann könnte das Rammeln den Tierärzten von „Hill‘s Pet“ zufolge Ausdruck einer der folgenden Probleme sein:
- Langeweile: Liegt Deine Hündin herum oder trottet durch die Gegend, bevor sie Dinge besteigt? Dann solltest Du sie vielleicht besser beschäftigen.
- Stress: Schon kleinste Veränderunge in der Routine Deines Hundes können sehr stressig sein – und das Rammeln eine Möglichkeit, den Stress abzubauen.
- Juckreiz: Wenn Deine Hündin extrem viel rammelt und ihre Genitalien leckt, hat sie vielleicht einen Juckreiz aufgrund einer Hautallergie oder einen Harnwegsinfekt. Dann lohnt ein Besuch beim Tierarzt.
In allen Fällen ist es sinnvoll, zunächst die mögliche Ursache zu suchen. Im Zweifel hilft auch eine professionelle Einschätzung, etwa durch den Tierarzt oder die Hundetrainerin. Wenn das Rammeln einfach eine nervige Angewohnheit von Hündinnen oder Hunden ist, kann etwa Verhaltenstraining dabei helfen, das Verhalten wieder abzugewöhnen.



