- Rolligkeit erkennen: Unruhe, lautstarkes Miauen, Rollen auf dem Boden
- Kastration: Sinnvoll, um Dauerrolligkeit, unerwünschten Nachwuchs und Stress zu vermeiden
- Optimaler Zeitpunkt: Beginn der Geschlechtsreife (ca. 5.–6. Monat)
- Nachsorge: Ruhiger Raum, kleine Mahlzeiten, Wunde beobachten
- Vorteile: Keine Rolligkeit mehr, geringeres Risiko für Gebärmutter- oder Brustkrankheiten
- Cleos Tierversicherung: Schützt Dich und Deine Katze bei Operationen und Tierarztbesuchen
Deine Katze ist rollig – was jetzt?
Miau, miauuuu… Deine Katze gibt keine Ruhe, rollt sich über Teppiche und wirkt unruhig? Dann ist sie wahrscheinlich zum ersten Mal rollig. Das bedeutet, dass sie paarungsbereit ist. Das kann für Dich und Deine Katze stressig sein, besonders wenn ein Kater in der Nähe ist.
Wenn Du keine ungewollten Kitten möchtest, ist eine Kastration wichtig. Das gilt sowohl für Wohnungskatzen als auch für Freigänger. Außerdem schützt Du Deine Katze vor Dauerrolligkeit und gesundheitlichen Risiken.
Wie oft wird Deine Katze rollig?
Deine Katze wird rollig – und Du fragst Dich, wie oft das eigentlich passiert? Nicht kastrierte Katzen zeigen etwa alle zwei bis drei Wochen ihre Paarungsbereitschaft, wenn sie nicht gedeckt werden. Besonders im Frühling zwischen März und April sowie im Sommer von Juni bis September treten die Rolligkeiten häufiger auf. Im Herbst von Oktober bis Dezember wird Deine Katze seltener rollig. Wohnungskatzen hingegen können das ganze Jahr über rollig werden.
Während dieser Zeit sucht Deine Katze aktiv nach einem Kater und kann erstaunlich geschickt kleine Öffnungen überwinden, um nach draußen zu gelangen. Deshalb ist besondere Aufmerksamkeit gefragt.

Wie verlaufen Kastration und Nachsorge?
Viele Katzenhalter wissen oft nicht, was bei der Kastration auf ihre Katze und sie selbst zukommt. Eins vorab: Tierärzte führen die Kastration sehr häufig durch, und das Risiko bleibt vergleichsweise gering. Füttere Deine Katze etwa neun bis zehn Stunden vor der Operation das letzte Mal, Wasser darf sie bis circa zwei Stunden vor der Kastration zu sich nehmen. Auch wenn Dein Liebling kläglich maunzt – gib ihr keine Leckerlis! Die Narkose kann manchen Katzen Übelkeit verursachen, und Erbrechen während der Narkose ist sehr gefährlich.
Wie verläuft der Eingriff?
Beim Eingriff fixiert der Tierarzt Deine Katze auf dem Rücken, rasiert sowie desinfiziert einen Teil ihres Bauches. Dann öffnet er die Bauchdecke, bindet die Eierstöcke ab und entfernt sie. Anschließend vernäht er die Wunde in mehreren Schichten. Manchmal zieht er Deiner Katze danach einen Body oder speziellen Anzug an, damit sie nicht an der Wunde leckt oder knabbert. Einen Trichter braucht Deine Katze nur, wenn sie bereits versucht hat, die Fäden zu ziehen. Verläuft die Operation normal, kannst Du Deine Katze noch am gleichen Tag abholen.
Die meisten Tierärzte lassen Deine Katze bis zum Aufwachen in der Praxis. Danach ist sie noch wackelig auf den Beinen. Richte einen ruhigen Raum mit warmem Plätzchen, Katzentoilette und Wasser ein und füttere sie erst in kleinen Portionen. Beobachte sie: Erholt sie sich nicht normal, kontaktiere den Tierarzt.
Wann ist der richtige Zeitpunkt für eine Kastration?
Deine Katze kastrierst Du am besten zu Beginn ihrer Geschlechtsreife, etwa ab dem fünften bis sechsten Monat. Manche Rassen entwickeln sich schneller, andere langsamer. Du kannst die Kastration zwar auch noch nach einigen Rolligkeiten durchführen lassen, aber während der Rolligkeit leidet Deine Katze unnötig, wenn sie nicht gedeckt wird. Frühkastrationen vor dem fünften Monat sind in Deutschland eher unüblich.
Wenn Deine Katze rollig ist und noch nicht kastriert wurde, solltest Du sie nicht nach draußen lassen, um eine Trächtigkeit zu verhindern. Beobachte sie genau, denn bei wiederholter Rolligkeit kann Dauerrolligkeit auftreten. Während der Rolligkeit sollte die Katze nicht kastriert werden, da das Gewebe stärker durchblutet ist. Bei einer bereits bestehenden Trächtigkeit der Katze entscheidet der Tierarzt individuell, ob eine Kastration noch vertretbar ist.
Hier die wichtigsten Punkte auf einen Blick:
- Optimaler Zeitpunkt: Beginn der Geschlechtsreife (5.–6. Monat)
- Rasseabhängig: Manche Katzen werden frühreif, andere später
- Kastration nach Rolligkeit möglich, aber nicht ideal
- Frühkastrationen vor dem 5. Monat in Deutschland selten
- Rollige, nicht kastrierte Katze: nicht nach draußen lassen
- Dauerrolligkeit kann auftreten, wenn die Katze häufig rollig ist
- Während der Rolligkeit: Eingriff vermeiden
- Bei Trächtigkeit: Tierarzt entscheidet individuell
Behalte Deine Katze während der Rolligkeit besonders im Auge und plane die Kastration so, dass sie gesund und stressfrei verläuft.
Mehr Informationen findest Du hier: Katzenschutz: Warum die Kastration so wichtig ist
Kastration oder Sterilisation – was ist der Unterschied?
Deine Tierwelt erklärt Dir, worin der Unterschied zwischen Kastration und Sterilisation bei Katzen liegt und welche Methode für Deine Katze sinnvoll ist. Beide Eingriffe verhindern ungewollten Nachwuchs, wirken sich aber unterschiedlich auf das Verhalten Deiner Katze aus.
Kastration
Bei der Kastration entfernt der Tierarzt die Eierstöcke. Dadurch hört das Sexualverhalten Deiner Katze auf, und sie wird nicht mehr rollig. Der Eingriff reduziert Stress während der Rolligkeit und senkt das Risiko für hormonbedingte Erkrankungen.
Sterilisation
Bei der Sterilisation durchtrennt der Tierarzt nur die Eileiter. Deine Katze kann keine Kitten mehr bekommen, behält aber den Sexualtrieb. Sie wird weiterhin rollig und erlebt die hormonellen und psychischen Belastungen der Rolligkeit. Deshalb raten Tierärzte bei Katzen in der Regel von einer Sterilisation ab.
Mehr erfahren: Tierversicherung von Cleos Welt
Wäre es nicht besser, die Katze einmal werfen zu lassen?
Deine Katze profitiert nicht von einem einmaligen Wurf, auch wenn dieses Gerücht hartnäckig hält. Häufig erfüllt ein Wurf nur den Wunsch des Menschen, einmal Kätzchen aufwachsen zu sehen. Statt Deine Katze einer unnötigen Schwangerschaft auszusetzen, kannst Du Dich lieber für den Tierschutz engagieren – Tierheime suchen ständig Helfer und Pflegestellen für Kittenaufzucht und Kittenpflege.
Wenn Du eine junge Katze oder ein Kitten ins Haus holst, beschäftige Dich frühzeitig mit dem Thema Kastration. Informiere Dich besonders bei Mehrkatzenhaltungen mit Kater, um ungewollte Würfe oder Inzucht zu vermeiden.
FAQ – Rolligkeit und Kastration bei Katzen
Was bedeutet es, wenn eine Katze rollig ist?
Deine Katze zeigt, dass sie paarungsbereit ist. Sie wird unruhig, miaut viel, rollt sich auf dem Boden und sucht aktiv nach einem Kater.
Wann sollte eine rollige Katze kastriert werden?
Am besten kastrierst Du Deine Katze zu Beginn der Geschlechtsreife, etwa ab dem 5.–6. Monat. So verhinderst Du unerwünschten Nachwuchs und Dauerrolligkeit.
Warum ist die Kastration bei rolligen Katzen sinnvoll?
Die Kastration beendet die Rolligkeit, reduziert Stress für Deine Katze und schützt vor gesundheitlichen Risiken wie Gebärmutter- oder Brustkrankheiten. Außerdem verhinderst Du ungewollte Würfe.
Wie läuft die Kastration einer Katze ab?
Der Tierarzt fixiert Deine Katze, rasiert und desinfiziert den Bauch, entfernt die Eierstöcke und vernäht die Wunde. Nach der Operation bleibt Deine Katze noch kurz zur Überwachung, bevor sie nach Hause darf. Du richtest ihr einen ruhigen Raum mit Futter, Wasser und Kuscheldecke ein.
Welche Risiken oder Vorteile hat die Kastration bei Katzen?
Die Risiken sind gering, da Tierärzte den Eingriff häufig durchführen. Die Vorteile: keine Rolligkeit mehr, keine Scheinträchtigkeit, weniger Stress und ein deutlich geringeres Risiko für Gebärmutter- oder Brustkrankheiten.



