Es gibt viele kuriose Jobs – der Tierfuttertester ist mit Sicherheit einer davon. Es gibt tatsächlich Menschen, die ihren Lebensunterhalt (unter anderem) damit verdienen, Hunde- und Katzenfutter zu verköstigen. Das mag für viele gewöhnungsbedürftig und sogar eklig klingen, ist aber ein echter Beruf.
Die Qualitätstester werden in erster Linie für hochwertiges Futter eingesetzt, nehmen es in den Mund und überprüfen es auf Geschmack, Textur und Geruch. Laut „Career Match“ stellen Tierfutterverkoster sicher, dass Hunde das für sie zubereitete Futter mögen – und dass Menschen von dem Geruch nicht würgen müssen, wenn sie es ihren Vierbeinern kredenzen.
Vorgehen wie bei Weinverkostung
Aber natürlich verdrücken die Tester nicht täglich Unmengen an Hundekeksen. Man kann sich die Arbeit eher wie eine Weinverkostung vorstellen. Die menschlichen „Versuchskaninchen“ für unsere Vierbeiner schlucken das Futter normalerweise nicht herunter, sondern spucken es nach dem Geschmackstest wieder aus. Verkoster suchen außerdem nach Möglichkeiten, neue geschmackvolle Rezeptideen zu entwickeln, die ernährungsphysiologisch sinnvoll sind.
Hunde sind nicht wählerisch – Ernährung trotzdem wichtig
Der Anspruch an Hunde- und Katzenfutter ist gewachsen, das Ernährungsbewusstsein von Haustierbesitzern ist oft hoch. Das erscheint zwar auf den ersten Blick absurd, wenn man sieht, wie wenig wählerisch unsere Fellnasen bei der Auswahl ihrer Mahlzeiten oft sind. Gerade wer einen Hund hat, weiß, dass der eigentlich alles frisst, was ihm unter die Nase kommt: Ob Essensreste von Deinem Teller, Kot eines anderen Tieres, schleimige Würmer oder sein eigenes Erbrochenes.
Doch natürlich sollte es selbstverständlich sein, dass Du deinen Hunden und Katzen eine gesunde und geschmackvolle Ernährung ermöglichst, selbst wenn sie alles fressen würden. Dabei helfen Tierfuttertester – ein Job, den sich wohl nicht viele vorstellen können.



