HomeRatgeberVon Katzenminze bis Lavendel: Welchen Geruch mögen Katzen?

Von Katzenminze bis Lavendel: Welchen Geruch mögen Katzen?

Katzen haben ein äußerst feines Näschen. Manche Gerüche schrecken sie regelrecht ab, andere ziehen sie geradezu an. DeineTierwelt verrät Dir, mit welchen Düften Du Deine Samtpfote glücklich machen kannst.

Schon gewusst? Deine Samtpfote kann viel mehr Düfte wahrnehmen als Du. In ihrer Nase befinden sich 65 Millionen Riechzellen. Zum Vergleich: Bei erwachsenen Menschen sind es nur etwa 20 Millionen. Zusätzlich hat Dein Stubentiger noch ein weiteres Riechorgan, das sogenannte Jacobsonsche Organ am Gaumen, mit dem Deine Katze Gerüche auch schmecken kann.

Wenn sie ein Duft, insbesondere Lockstoffe (Pheromone), besonders interessiert, zeigen es die Tiere, indem sie flehmen. Dabei heben sie den Kopf etwas, ziehen die Oberlippe hoch und saugen ruckartig Luft ein.

Düfte beeinflussen das Verhalten von Katzen

Katzen nutzen ihren Riechsinn bei der Jagd, bei der Paarung, wenn sie fressen oder um zu kommunizieren. Neben Artgenossen erkennen sie auch ihre vertrauten Menschen am Geruch.

Du kannst Düfte auch bewusst einsetzen, um das Verhalten Deiner Katze zu beeinflussen. Zum Beispiel kannst Du sie darüber anlocken, um sie kuschelfreudiger zu machen.

Und welchen Geruch mögen Katzen besonders? Wir haben zehn Beispiele gesammelt:

Katzen lieben den Geruch von Thunfisch

Die meisten Katzen mögen den Geruch von Fisch, vor allem Thunfisch. Er schmeckt nicht nur gut, neben Proteinen liefert er auch noch wertvolle Omega-3-Fettsäuren. Falls Deine Samtpfote übergewichtig ist oder Probleme mit der Schilddrüse hat, solltest Du sicherheitshalber Deinen Tierarzt fragen, ob Thunfisch als Futter geeignet ist, so das „Zooplus Magazin“.

Schmutzige Wäsche – für Katzen keine stinkende Angelegenheit

Die Vorlieben von Katzen für bestimmte Duftstoffe sind individuell und manchmal ziemlich kurios. Viele Gerüche mögen Katzen gar nicht, darunter auch klassische Düfte im Haushalt. Für den Wäschekorb gilt das offenbar nicht. Viele Stubentiger machen es sich liebend gerne darin gemütlich. Es stört sie nicht, wenn die Kleidung ungewaschen ist. Im Gegenteil: Oft schätzen die Samtpfoten den vertrauten Geruch nach ihrem Lieblingsmenschen.

Katzenminze – die „Droge“ für Miezen

Manche Pflanzen üben eine seltsame Faszination auf Samtpfoten aus. Zu den wohl bekanntesten gehört Katzenminze. Ihr Duft nach Zitrone zieht viele Miezen magisch an. In der Heilpflanze sind die Stoffe Nepetalacton und Actinidin enthalten, die auf Katzen eine euphorisierende Wirkung haben. Sie werden regelrecht „high“ davon. Die Vierbeiner reiben sich an Pflanze oder knabbern daran. Letzteres ist in kleinen Mengen unbedenklich.

Eine getigerte Katze riecht an Katzenminze.
Foto: pixabay.com/CatCrazy (Symbolfoto)

Die Empfänglichkeit für die Wirkstoffe der Katzenminze ist genetisch festgelegt und hängt von einem dominant vererbten Gen ab. Fehlt Deiner Katze dieses Gen, ist die Reaktion auf die Pflanze schwächer. Das trifft auch auf ängstliche und stark gestresste Tiere zu.

Katze im Katzenminze-Rausch – was Du beachten solltest

In der Regel ist der Rausch nach ein paar Minuten vorbei. Wenn Deine Katze nach dem Schnüffeln aggressiv reagiert, solltest Du ihr lieber keine Katzenminze anbieten. Du solltest auf keinen Fall zu heftige Reaktionen der Tiere provozieren, berichtet das Tier- und Naturmagazin „TierWelt“.

Wenn Deine Samtpfote zu den Katzenminze-Liebhabern gehört und Du ihr eine Freude machen möchtest, kannst Du ihr ein Spielzeug kaufen, das mit dem Duftstoff gefüllt ist. Mit ein bis zwei Tropfen Katzenminze kannst Du die Aufmerksamkeit Deiner Mieze auch gezielt auf etwas lenken, zum Beispiel den neuen Kratzbaum.

Wichtiger Hinweis
Unsere Ratgeber ersetzen nicht die veterinärmedizinische Beratung bei Deinem Tierarzt. Sie dienen lediglich der Information und sollen einen Überblick über Krankheiten, Verletzungen und deren Behandlung liefern. Wenn Dein Tier Symptome zeigt, die auf Verletzungen, Krankheiten oder Unwohlsein hinweisen, solltest Du unbedingt eine Tierarztpraxis oder eine Tierklinik aufsuchen.

Baldrian macht Katzen munter

Auch Baldrian steht bei einigen Miezen hoch im Kurs. Wie Katzenminze wirkt er ebenfalls berauschend auf Katzen. Die Heilpflanze fördert den Spieltrieb. Wundere Dich also nicht, wenn Deine Samtpfote plötzlich aufspringt oder wild über den Boden rollt. Es kann allerdings auch sein, dass sie einfach nur benebelt dasitzt.

Japanischer Strahlengriffel (Matatabi)

Falls Du den Geruch von Baldrian und Katzenminze unangenehm findest, könnte der Japanische Strahlengriffel, auch Silberwein genannt, eine Alternative sein.

Es ist gut möglich, dass sich Dein Stubentiger in den Blättern der Pflanze wälzt. Das dient dem Schutz vor Mücken wie ein Forscherteam aus Japan herausgefunden hat.

Vielleicht bist Du im Fachhandel schon einmal über den Namen „Matatabi“ gestolpert. Dabei handelt es sich um Kaustäbe für Katzen, die aus dem Pflanzholz hergestellt werden. Die euphorisierende Wirkung ist ähnlich wie bei Katzenminze, scheint aber stärker zu sein. Damit das Interesse Deiner Samtpfote nach kurzer Zeit nicht nachlässt, solltest Du Deinem Tier Matatabi nur für eine Weile geben. 

Manche Katzen mögen den Geruch von Lavendel

Am Lavendel streiten sich die Katzengeister: Manche Tiere scheinen den Duft zu mögen, viele rümpfen aber auch die Nase. Wenn Dein Stubentiger Gefallen am Lavendel findet, solltest Du immer ein Auge auf ihn haben. Die Sträucher sind ein Magnet für Bienen. Für Deine Katze sind sie ein spannendes, aber nicht ungefährliches Jagdobjekt.

Holz der Tataren-Heckenkirsche

Die Tataren-Heckenkirsche ist ein unscheinbarer Strauch, der in Eurasien beheimatet ist und rosa-rötliche Blüten trägt. Das Holz enthält ätherische Öle, die Katzen anregend finden. Aber Vorsicht: Die Beeren der Heckenkirsche sind für Dich und Deine Fellnase giftig.  

Katzen-Thymian

Der Katzen-Gamander, auch Katzen-Thymian genannt, ist dagegen nicht giftig. In getrockneter Form ist er besonders wirksam. Optisch erinnert die immergrüne, zierliche Pflanze an Echten Thymian. Von den enthaltenen Wirkstoffen Dolichodial und Teumarin werden manche Stubentiger richtig kuschelbedürftig.

Fieberklee

Auch an dem in Niedermooren und Feuchtwiesen wachsenden Fieberklee finden manche Katzen Gefallen. Er sondert einen für Katzen angenehmen Geruch ab. 

Wer das Leben seiner Mieze etwas aufregender gestalten möchte, probiert am besten einfach verschiedene Düfte aus.

Neueste Artikel

Deine Katze schüttelt den Kopf? Mögliche Ursache: Ohrenerkrankung

Katzen haben recht häufig mit einer Ohrenerkrankung zu kämpfen. Bevor Deine Samtpfote Schmerzen leidet, solltest Du die Symptome von...

Ähnliche Artikel