HomeRatgeberVier Pfoten fürs Gehirn: Haustiere bremsen geistigen Abbau

Vier Pfoten fürs Gehirn: Haustiere bremsen geistigen Abbau

Ein Haustier kann mehr als nur Gesellschaft leisten: Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass Tiere den kognitiven Abbau im Alter verlangsamen können – allerdings gilt das nicht für alle tierischen Begleiter. Besonders Hunde und Katzen wirken offenbar wie Gehirnjogging.

Haustiere gelten seit jeher als treue Begleiter – jetzt zeigt sich, dass sie auch einen Beitrag zur geistigen Fitness leisten könnten. Eine aktuelle Langzeitstudie bringt Hund und Katze mit einem langsameren kognitiven Abbau im Alter in Verbindung.

Während Hundehalter vor allem bei Erinnerungsleistungen besser abschneiden, zeigen Katzenfreunde Vorteile in der Sprachgewandtheit. Andere Haustiere wie Fische oder Vögel blieben hingegen ohne erkennbaren Effekt auf das menschliche Gehirn.

Studie belegt Wirkung von Hunden und Katzen aufs Gehirn

Die Untersuchung von Forschern der Universität Genf basiert auf Daten der europäischen Gesundheits- und Ruhestudie, die über 18 Jahre hinweg Menschen ab 50 begleitete. Dabei wurden gezielt Unterschiede zwischen verschiedenen Tierarten analysiert. Das Ergebnis: Hunde- und Katzenhalter zeigen in bestimmten Hirnleistungen deutlich weniger Abbau, berichtet der „Guardian“.

Zwei glueckliche Hunde
Foto: unsplash.com/Tommy Texter (Symbolfoto)

Hundebesitzer überzeugten mit stabilerer Erinnerungsfähigkeit, sowohl im Kurz- als auch im Langzeitgedächtnis. Katzenfreunde wiederum wiesen eine langsamere Abnahme ihrer sprachlichen Ausdruckskraft auf. Diese tierartspezifischen Unterschiede legen nahe, dass nicht jedes Haustier gleich wirkt – und manche offenbar intensiver.

Warum Fisch und Vogel nicht mithalten können

Im Gegensatz zu Hunde- und Katzenhaltern konnten Vogel- und Fischhalter keine nennenswerten Vorteile verzeichnen. Die Forscher vermuten, dass es an der geringeren Interaktion und emotionalen Bindung liegt, die diese Tiere typischerweise auslösen. Auch kürzere Lebensspannen könnten eine Rolle spielen. Zudem können Papageien und Co. durch nächtliche Geräusche den Schlaf stören – ein bekannter Risikofaktor für kognitive Abnahme.

Hund und Katze im Schnee.
Foto: unsplash.com/Yan Laurichesse (Symbolfoto)

Hunde und Katzen hingegen fördern häufig soziale Kontakte, Spaziergänge oder emotionale Nähe – alles Faktoren, die laut Studie stimulierend auf das Gehirn wirken können. Die Studienautorin betont, dass Interaktionen mit Hunden und Katzen möglicherweise spezifische Hirnareale aktivieren. Besonders die Impulsivität und Unvorhersehbarkeit von Katzen scheint Bereiche zu fordern, die mit Sprachverarbeitung und Aufmerksamkeit zu tun haben.

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