Deine letzten Urlaube bestanden aus Camping-Trips und langen Autofahrten, weil Dein Vierbeiner immer mitkommen musste? Natürlich sind solche Trips eine große Freude, aber diesmal möchtest Du am liebsten komplett abschalten und den ganzen Tag in einem Resort am Strand liegen? Einfach mal Urlaub ohne Hund und den damit einhergehenden Verpflichtungen?
Da stellt sich Dir – wie auch vielen anderen Hundebesitzern – sicherlich die Frage: Darf ich das überhaupt? Einfach ohne den besten Freund in den Urlaub fahren? Hundeexpertin Riccarda Kilias versucht, etwas Klarheit in das Thema zu bringen.

Es ist immer eine schwere Entscheidung, die pelzigen Begleiter für längere Zeit ohne Herrchen oder Frauchen zu lassen. Gerade eine Urlaubsreise sorgt bei vielen für ein schlechtes Gewissen. Sollte sie aber eigentlich nicht. „Das Jahr hat 365 Tage und wenn Du davon zehn oder 14 Tage mal nicht für Deinen Hund da bist, wenn Du einmal im Jahr denkst, dass ein Urlaub ohne Hund auch mal schön wäre, dann ist das absolut okay. Diese Erlaubnis darfst Du Dir aus vollem Herzen geben“, sagt Riccarda Kilias im DeineTierwelt-Podcast „Pet-Talks: Hund“.
Familie, Freunde oder doch eher die Pension?
Natürlich ist es eine individuelle Entscheidung, auch mal ohne Fellnase in den Urlaub zu fahren. Einigen Menschen fällt sie recht einfach, anderen hingegen umso schwerer. Beides nicht falsch. Wichtig ist aber, zu überlegen, wo Dein Bello in der Zwischenzeit verweilt. Alleine darfst Du ihn für so eine lange Zeit nämlich auf keinen Fall lassen.
Als Hundesitter können sich ein Familienmitglieder, Freunde von Dir oder extra Hundepensionen eignen. Das hängt sowohl von den Personen als auch von Dir und natürlich von Deinem Hund ab. Schau, an welchem Ort sich Dein Schnuffel am wohlsten fühlt, er muss dort ja schließlich eine Menge Zeit verbringen.

Einigen Hunden gefällt es in Hundepensionen sehr. „Sie können dort den ganzen Tag toben, mit anderen Hunden spielen, rennen und raufen und die stört das Gewusel an solchen Orten nicht so“, erklärt Riccarda. Es gibt natürlich aber auch Tiere, denen gefällt es dort gar nicht und sie sind von solchen Orten nur gestresst. Du kennst eine gute Hundetagesstätte, wo Du weißt, dass sie sehr gut für Deinen Hund ist und sie Deinen Ansprüchen genügt? Dann spricht nichts gegen einen Aufenthalt dort.
Wenn es um Aufenthalte bei Deinen Bekannten geht, ist es wichtig, dass Dein Hund sie kennt. Die Menschen müssen auch wissen, was bei Notfällen zu tun ist. Riccarda erklärt: „Wenn Dein Hund, in Obhut Deiner Mutter zum Beispiel, etwas im Maul hat, was er nicht im Maul haben soll, muss sie darauf reagieren können. Wenn sie keine Ahnung hat, was in einem solchen Fall getan werden muss, ist sie wahrscheinlich nicht die beste Wahl als Hundesitterin.“
Aber auch diese Entscheidung liegt ganz bei Dir und deinem Vierbeiner.



