- Reisezielwahl und Vorbereitung: Informiere Dich frühzeitig über hundefreundliche Länder, regionale Vorschriften und passende Unterkünfte, um unangenehme Überraschungen im Urlaub zu vermeiden.
- Gesundheit und Sicherheit: Ein Tierarztbesuch vor der Reise, Impfungen, EU-Heimtierausweis und Medikamente sind essenziell für einen sicheren Urlaub mit Hund, besonders im Ausland.
- Stressfreie Anreise: Plane die Anreise – am besten mit dem Auto oder Wohnmobil – gut durch, achte auf regelmäßige Pausen und eine sichere Unterbringung des Hundes während der Fahrt.
Nicht jedes Land eignet sich gleichermaßen gut für einen Urlaub mit Hund. Während Skandinavien, Österreich, Dänemark oder auch die Niederlande als besonders hundefreundlich gelten, sieht es in Südeuropa anders aus – viele Strände sind in der Hauptsaison für Vierbeiner tabu.
Deutschland hat in jedem Bundesland seine ganz eigenen Regeln. In vielen Ländern herrschen strenge Leinenpflichten, in Italien und Spanien ist das Mitführen eines Maulkorbs in öffentlichen Verkehrsmitteln oder Seilbahnen sogar Pflicht.
Die besten Reiseziele für Dich und Deine Fellnase
Informiere Dich also am besten vorab bei den Touristeninformationen oder Konsulaten über die aktuellen Regelungen. Für eine schnelle Einschätzung siehst Du in der Tabelle eine Übersicht mit Ländern, Einreisebestimmungen und Leinenregelungen. So kannst Du entscheiden, ob Dein Reiseziel wirklich zu Dir und Deinem Hund passt.
| Land | Leinenpflicht | Maulkorbpflicht | Hundestrände | Besonderes |
| Deutschland | ja, je nach Bundesland | selten | viele ausgewiesene Strände | sehr hundefreundlich, viele Unterkünfte |
| Dänemark | ja, v.a. im Wald | teilweise | ja, saisonal eingeschränkt | keine Listenhunde erlaubt |
| Frankreich | ja | teilweise | In der Hauptsaison oft verboten | Hundeverbot in vielen Restaurants |
| Italien | ja | ja (zum Beispiel Seilbahnen) | selten, eher im Norden | viele Unterkünfte nur mit Voranmeldung |
| Spanien | ja | teilweise | kaum, wenige Abschnitte | Hundeverbot in vielen Restaurants |
| Österreich | Ja | ja, im ÖPNV | ja, je nach Region | gute Infrastruktur, vor allem für Bergtouren |
| Niederlande | ja | nein | viele ausgewiesene Strände, in der Nebensaison von Oktober bis Mai oft ohne Leine erlaubt | hundefreundliche Campingplätze |
Tipp: Reiseziele im Norden mit gemäßigtem Klima – wie Norwegen, Schweden oder das Allgäu – sind deutlich angenehmer für Deinen Hund als südliche Gluthitze. Hier findest Du die beliebtesten Reiseziele in Deutschland und Europa. Weitere Tipps für einen stressfreien Urlaub mit Hund, haben wir Dir hier zusammengefasst.
Das Wichtigste zuerst: Impfungen für den Hund
Vor jeder Reise – besonders ins Ausland – solltest Du frühzeitig einen Tierarzttermin vereinbaren. Der EU-Heimtierausweis ist Pflicht und muss unter anderem eine gültige Tollwutimpfung enthalten. In südlichen Ländern wird außerdem eine Prophylaxe gegen Mittelmeerkrankheiten wie Leishmaniose oder Herzwürmer empfohlen.
Auch eine Zecken- und Mückenvorsorge sowie eventuell eine Entwurmung gehören auf die Checkliste. Der Tierarzt kann zudem beurteilen, ob Dein Hund reisetauglich ist – vor allem bei älteren oder gesundheitlich eingeschränkten Tieren. Packe außerdem unbedingt Medikamente ein, die Dein Hund regelmäßig oder im Notfall braucht. Auch Versicherungsunterlagen für den Hund und Kontakte zu deutschsprachigen Tierärzten am Urlaubsort solltest Du mitnehmen.
Fliegen mit Hund nur im Ausnahmefall
Zwar ist es grundsätzlich möglich, mit Hund zu fliegen, doch für viele Tiere bedeutet das enormen Stress. Kleine Hunde bis etwa 8 Kilo dürfen bei den meisten Airlines in der Kabine mitfliegen, größere Tiere müssen jedoch in den Frachtraum – gemütlich ist das nicht. Zuletzt gab es einen tragischen Fall, in dem Golden Retriever Jaco die Strapazen einer Flugreise nicht überlebt hat.
Wenn Du wirklich fliegen musst, wähle am besten einen Direktflug, nutze eine IATA-zertifizierte Transportbox und beschrifte sie deutlich mit Deinen Kontaktdaten. Trotzdem gilt: Flugreisen sind eher für Notfälle geeignet.

Autofahrt mit dem Hund: Pausen und Planung
Die meisten Hundebesitzer entscheiden sich für die Anreise mit dem Auto – zurecht. Du bist flexibel, kannst Pausen machen, wann immer nötig, und ersparst Deinem Tier viel Stress. Wichtig: Dein Hund muss im Auto gesichert sein, entweder durch Gurt (Affiliate-Link) zum Beispiel am Hundeautositz (Affiliate-Link), Trenngitter oder Transportbox (Affiliate-Link).
Plane alle zwei bis drei Stunden eine Rast ein – mit kleinem Spaziergang, frischem Wasser und viel Ruhe, rät der rät der „ADAC“. Viele Wege führen zu entlegenen Raststätten mit großen Parkplätzen oder Wiesen. Hier kann Dein Hund eine Verschnaufpause einlegen und sich bewegen.
Vermeide unbedingt laute Musik, stickige Luft und schreiende Kinder – auch Hunde brauchen auf Reisen einen ruhigen Rückzugsort. Besonders angenehm ist die Fahrt in den kühleren Abendstunden (außer im Berufsverkehr) sowie zum Wochenanfang montags und dienstags. Und: Lass Deinen Hund niemals alleine im Auto zurück!
Extra-Tipp: Reisen mit dem Wohnmobil! Dein Vierbeiner hat seinen festen Platz, Du kannst flexibel anhalten und unterwegs sogar kochen oder übernachten. Besonders praktisch: Viele Wohnmobile bieten einen abgetrennten Bereich, in dem sich Dein Hund zurückziehen kann. Achte bei der Buchung auf haustierfreundliche Anbieter und informiere Dich, ob spezielle Regeln gelten.
Urlaub mit Hund heißt auch: raus in die Natur! Fernab von überfüllten Touristenorten findest Du oft wunderschöne Wanderrouten, ruhige Waldstücke oder versteckte Seen. Achte darauf, dass die Wege nicht zu anstrengend sind und vermeide Spaziergänge in der Mittagshitze – besonders bei empfindlichen Rassen. Immer mit dabei: eine Trinkflasche für den Hund (Affiliate-Link), ein faltbarer Napf (Affiliate-Link) und ein Handtuch für matschige Pfoten (Affiliate-Link). Natururlaub ist perfekt, um gemeinsam abzuschalten – für Mensch und Tier.
Tierfreundliche Unterkünfte vorher prüfen
Ob Ferienhaus, Hotel oder Campingplatz – tierfreundlich bedeutet nicht immer hundefreundlich. Kläre unbedingt im Vorfeld, ob Hunde erlaubt sind, wie viel beispielsweise die Kurtaxe kostet und welche weiteren Regeln gelten. Rezensionen anderer Urlauber – insbesondere Hundehalter – können hierbei helfen, Dir ein Bild zu machen.
Manche Vermieter verlangen eine zusätzliche Reinigungsgebühr, andere gestatten keine Tiere im Bett oder auf dem Sofa. Ideal sind Unterkünfte mit umzäuntem Garten, Waldnähe oder Zugang zu wenig frequentierten Seen. Außerdem: Bei Reisen ins Ausland solltest Du den EU-Heimtierausweis samt Impfstatus immer griffbereit haben.

Bahnreisen – mit guter Vorbereitung möglich
Auch Bahnreisen sind mit Hund möglich, erfordern aber mehr Organisation. Für größere Hunde brauchst Du meist ein eigenes Ticket und einen Maulkorb – auch wenn er nicht getragen werden muss, sollte er mitgeführt werden. Wähle möglichst ruhige Fahrzeiten und reserviere Dir einen Platz mit mehr Beinfreiheit.
Wichtig: Dein Hund sollte an Bahnfahrten gewöhnt sein und sich in der Nähe fremder Menschen wohlfühlen. Und für alle Fälle – besonders im Urlaub – empfiehlt sich ein GPS-Tracker am Halsband, damit Du Deinen Liebling bei einem Ausreißer schnell wieder findest. Achte vorab auch unbedingt darauf, dass Dein Haustier einen in einem Heimtierregister wie „Tasso“ oder „Findefix“ registrierten Mikrochip mit Deinen aktuellen Kontaktdaten trägt.
Mit etwas Vorbereitung wird der Urlaub mit Deinem Hund zu einer entspannten Auszeit für Euch beide. Wähle das Reiseziel mit Bedacht, plane die Anreise stressfrei und packe alles Nötige rechtzeitig ein – dann steht einem unvergesslichen Abenteuer nichts mehr im Wege.




