Hast Du einen sehr jungen, alten oder kranken Hund? Oder einer Rasse mit wenig Unterfell oder kleinem Körper – etwa Dalmatiner oder Chihuahua? Dann solltest Du diesen Ratgeber aufmerksam lesen. Denn diese Hunde sind besonders anfällig für eine Unterkühlung.
Aber was bedeutet das überhaupt? Von einer Unterkühlung oder Hypothermie spricht man, wenn die Körpertemperatur unter die normale sinkt. Beim Menschen ist das ab 35 Grad der Fall, bei Hunden schon bei 37 Grad. Denn die normale Körpertemperatur der Vierbeiner liegt zwischen 38 und 39 Grad und damit etwas höher als beim Menschen.
Symptome der Unterkühlung beim Hund
Wenn Dein Hund unterkühlt ist, fängt er an zu zittern und flach zu atmen. Außerdem wird der Puls dann langsamer und schwächer. Das kannst Du am besten an der Innenseite des Oberschenkels nachfühlen. Möglicherweise ist auch sein Bewusstsein getrübt.
Um auf Nummer sicher zu gehen, kannst Du mithilfe eines mit Vaseline eingeschmierten Fieber-Thermometers für Hunde rektal seine Temperatur messen. Liegt diese unter 36 Grad, solltest Du Deinen Vierbeiner schnellstmöglich zum Tierarzt bringen. Denn: Wenn Unterkühlung nicht erkannt und behandelt wird, kann sie zu Komplikationen führen – und schlimmstenfalls tödlich enden.
Bei weniger starken Unterkühlungen kannst Du Deinem Hund wie folgt helfen: Setze ihnen in ein warmes Bad (aber unter 40 Grad Wassertemperatur) und trockne ihn danach gründlich ab. Eventuell sollte er dann noch mit einer Wärmelampe bestrahlt werden, rät „Ein Herz für Tiere“.

Alternativ kannst Du einige Decken im Wäschetrockner oder mit einem Föhn erwärmen und Deinen Hund damit zudecken. Wickel zusätzlich eine Wärmflasche (oder normale Flasche mit warmem Wasser) in ein Handtuch und lege sie Deinem Hund an den Bauch. Miss alle zehn Minuten die Temperatur. Wenn sie weiter sinkt: ab zum Tierarzt!
Sobald die Körpertemperatur Deines Hundes wieder bei ungefähr 38 Grad liegt, kannst Du die Wärmflasche entfernen. Beobachte aber weiterhin sein Verhalten und miss alle 15 bis 30 Minuten die Temperatur. Ist Dein Hund wach und läuft normal herum? Dann sieht alles gut aus! Wichtig: Wenn Du unsicher bist, wie Du Deinem Hund am besten hilfst, ziehe immer auch einen Tierarzt zurate!
So verhinderst Du eine Unterkühlung beim Hund
Um zu verhindern, dass Dein Hund eine Unterkühlung bekommt, sollte er nicht zu lange draußen bleiben, empfiehlt „PetMD“. Besonders anfällige Hunde sollten im Winter eventuell einen speziellen Hunde-Mantel tragen – dieser sollte gut sitzen und die Bewegungsfreiheit nicht einschränken.
Achte außerdem darauf, dass Dein Hund keine zugefrorenen Gewässer betritt. Wenn er einbricht und ins eiskalte Wasser fällt, gibt es ein besonders hohes Risiko für eine Unterkühlung!



