HomeKatzenUmarme Deine Katze – wenn sie es mag!

Umarme Deine Katze – wenn sie es mag!

Am heutigen 4. Juni ist „Umarme-Deine-Katze“-Tag. Der perfekte Anlass, unsere Miezen mal wieder ausgiebig zu knuddeln. Doch nicht alle Katzen lassen sich gerne umarmen.

Dieses flauschige Fell, diese Kulleraugen und diese samtweichen Pfoten – Katzen sind ohne Frage zuckersüß. Naja, zumindest wenn sie nicht gerade ihre Krallen ausfahren. Am heutigen „Umarme-Deine-Katze“-Tag zelebrieren deshalb Katzenfreunde in aller Welt die liebevolle Beziehung zu ihren Miezen.

Doch nicht immer ist es tatsächlich auch eine gute Idee, Katzen zu umarmen. Denn während die Geste bei uns Menschen ein Zeichen der Zuneigung ist, kann der enge Körperkontakt bei den Samtpfoten zu Stress führen. Immerhin engt so eine Umarmung ganz schön ein. Und als geborene Jagdtiere verknüpfen Katzen dieses Gefühl instinktiv damit, von einem Raubtier geschnappt worden zu sein.

Besonders Katzen, die man nicht gut kennt, sollte man daher nicht einfach so beherzt an sich drücken. Das rät Tierärztin Dr. Karen Becker auf ihrem Blog „Healthy Pets“.

Einige Katzen mögen es nicht, fest umarmt zu werden.
Foto: pexels.com/ Sam Lion (Symbolfoto)

Katzen richtig umarmen

Je nach Charakter Deiner Katze genießt sie Umarmungen mehr oder weniger. Einige Miezen sind sehr verschmust und suchen von sich aus die Nähe zu ihren Menschen. Andere gehen dagegen vielleicht lieber auf Abstand und nehmen vor Umarmungen Reißaus.

Außerdem haben Studien gezeigt, dass Katzen menschliche Berührungen vorziehen, die denen ihrer Artgenossen ähneln – Umarmungen gehören eher nicht dazu. Dagegen mögen es die meisten Miezen, sanft gestreichelt zu werden. Diese Bewegung erinnert an die gegenseitige Fellpflege, der Katzen untereinander nachgehen, wenn sie sich mögen und vertrauen.

Besonders beliebte Körperstellen für Streicheleinheiten bei den Samtpfoten sind Kinn, Wangen und unterhalb der Ohren. Empfindlich reagieren einige Miezen dagegen auf Berührungen in der Nähe ihres Schwanzes oder am Bauch. Experten vermuten, dass diese Körperstellen besonders berührungsempfindlich sein könnten.

An einigen Körperstellen lassen sich Katzen besonders gerne streicheln.
Foto: pexels.com/Min An (Symbolfoto)

Außerdem ist gerade der Bauch eine sehr verletztliche Stelle – würde ein Raubtier die Katze in den Bauch beißen, wäre sie sehr schnell tot. Keine Assoziation, die Dein Liebling mit Deinen Streicheleinheiten in Verbindung bringen sollte, oder?

Bei Zeckenschutzmitteln lieber auf Umarmungen verzichten

Ob Deine Katze Umarmungen mag oder nicht – wenn sie ein Zeckenhalsband trägt oder gerade ein Spot-On-Mittel zum Schutz vor Flöhen und anderen Parasiten bekommen hat, solltest Du aufs Kuscheln lieber verzichten. Darauf weist das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) aktuell hin.

Dann die Katze lieber nicht umarmen oder am Halsband anfassen. Am besten behandelst Du Deine Katzen abends mit Anti-Zecken- oder -Floh-Mitteln und lässt sie danach nicht bei Dir im Bett schlafen. Sonst drohen Nebenwirkungen wie Juckreiz oder Hautrötungen.

Du siehst: Katze umarmen ja – aber nur, wenn Deine Katze die Nähe auch genießt. Und wenn die Umarmung für Euch beide sicher ist.

Neueste Artikel

Wie haben Tiere Sex? 15 Fakten zum Liebesleben der Tiere

Von dieser rabiaten Sexpraxis hast Du bestimmt schon gehört: Weibliche Gottesanbeterinnen beißen ihren männlichen Geschlechtspartnern beim Sex manchmal den...

Ähnliche Artikel