Katzen können aus verschiedenen Gründen traumatisiert sein, insbesondere wenn sie negative Erfahrungen in der Vergangenheit gemacht haben. Ursachen können unter anderem Misshandlung, Vernachlässigung oder mangelnde Sozialisation sein. Streitereien oder Gewalt im Zuhause hinterlassen Spuren bei den Stubentigern, genauso wie der Verlust einer engen Bezugsperson oder eines Artgenossen.
Solche Erfahrungen können sich durch Verhaltensänderungen wie übermäßige Scheu, Aggression oder unsaubere Gewohnheiten äußern. Insbesondere Katzen aus Tierheimen haben mit schlechten Erlebnissen aus ihrer Vergangenheit zu kämpfen.
Du hast eine Katze aus dem Tierheim adoptiert oder hast es vor? Dann verraten wir Dir fünf Dinge, die Du tun kannst, um Deinem Stubentiger bei der Bewältigung ihrer Erfahrungen zu unterstützen.

1. Schaffe eine entspannte und ruhige Umgebung
Am wichtigsten ist es, Deiner Katze Sicherheit zu vermitteln. Das funktioniert vor allem in einer unaufgeregten Umgebung, die Rückzugsmöglichkeiten bietet. Das könnten beispielsweise Höhlen (Affiliate-Link) oder erhöhte Plätze sein. Hier kann sie sich ausruhen und heilen. Dabei solltest Du unbedingt den Raum, den sie sich nimmt, respektieren. Lass sie langsam die Umgebung erkunden und kennenlernen.
2. Sei geduldig, das gibt der Katze Sicherheit und Vertrauen
Achte auf einen entspannten Umgang mit Deiner traumatisierten Katze! Sprich mit ruhiger Stimme und vermeide ruckartige Bewegungen. Hektik und laute Geräusche können Angst auslösen. Damit die Samtpfote sich von ihren Erlebnissen erholen kann, solltest Du ihr unbedingt ausreichend Zeit geben, um Vertrauen aufzubauen. Sie wird auf Dich zukommen, wenn sie bereit dafür ist.
3. Bleibt bei Euren Routinen
Ein vorhersehbarer Alltag gibt Katzen Sicherheit. Dazu gehören beispielsweise feste Zeiten für die Fütterung, damit die Samtpfote nicht auf ihr Essen warten muss und womöglich ängstlich wird. Katzenklo und Schlafplätze sollten einen festen Platz haben, damit die Samtpfote sich nicht stetig umorientieren muss, sondern lernt, dass sie sich auf ihre Umgebung und Menschen verlassen kann.

4. Halte das Lieblingsfutter Deiner Katze bereit
Oft haben traumatisierte Katzen wenig Appetit, insbesondere wenn sie gestresst sind oder Angst haben. Wenn die Samtpfote dann ihr Lieblingsfutter (Affiliate-Link) bekommt, wird sie motiviert zu fressen und verbindet die Situation mit etwas Positivem. So können Ängste abgebaut und Vertrauen in die Bezugsperson aufgebaut werden.
5. Fördere positive Erlebnisse mit Deiner Katze
Nicht nur durch ein bestimmtes Futter, können positive Erlebnisse gefördert werden. Auch körperliche Nähe gibt Sicherheit und schafft Verbindung. Leckerlis bei gutem Verhalten (zum Beispiel positive Verstärkung durch Clickertraining) senden eindeutige Signale an die Katze, ebenso Streicheleinheiten.
Nimm Dir Zeit, Dich mit der Samtpfote zu beschäftigen. Du kannst ab und an neues Spielzeug (Affiliate-Link) besorgen, um die Mieze herauszufordern und von ihren schlimmen Erfahrungen abzulenken.
Versuche, das neue Umfeld Deiner Katze mit positiven Ereignissen zu verknüpfen. Auch beruhigende Musik kann ihr dabei helfen, zur Ruhe zu kommen und sich zu entspannen. Welchen Klängen Samtpfoten besonders gerne lauschen, erfährst Du hier.

Wenn Du diese Tipps umsetzt, stehen die Chancen gut, dass Deine Mieze sich von ihren körperlichen oder mentalen Strapazen erholen kann. Beobachte genau, ob und wie sich ihr Verhalten ändert, um Fortschritte auszumachen.
Falls das alles noch nichts gebracht hat, kannst Du professionelle Hilfe hinzuziehen, etwa einen Tierarzt oder Verhaltensexperten. Es gibt verschiedene Arten von Therapien, die Deiner Katze dann möglicherweise helfen können.



