HomeHundeTödlicher Süßstoff: So gefährlich ist Xylit für Deinen Hund

Tödlicher Süßstoff: So gefährlich ist Xylit für Deinen Hund

Dem Hund ein Stück vom Kuchen abgeben – das kann doch nicht schaden? Doch! Vor allem bei Zuckerersatz ist Vorsicht geboten. Dass vor allem der Süßstoff Xylit gefährlich sein kann, musste Fußball-Moderator Jörg Wontorra im vergangenen Jahr leidvoll erfahren.

Seine Labrador-Hündin Cavalli fraß etwas im Gebüsch – danach ging es ihr hundeelend. „Zuerst merkte ich nichts. Am nächsten Morgen wirkte Cavalli erschöpft und abwesend. Sie zitterte, wollte nicht in den Garten“, beschrieb Jörg Wontorra den Zustand seines Hundes damals der „Bild“.

Cavalli starb in der Tierklinik – sie hatte 120 Gramm Xylitol verschluckt, die sich vermutlich in einer präparierten Wurst befunden haben. Wontorra geht von Tierquälerei aus: „Das war ein gezielter Giftanschlag. Wie kommt so eine große Menge Süßstoff in das Gebüsch vor unserem Haus?“ 

Xylit tötet Hunde innerhalb von 30 Minuten

Wenn es sich bei dem tragischen Fall aus dem Jahr 2020 wirklich um einen Giftanschlag gehandelt hat, hat sich der Täter gut über den Süßstoff informiert. Denn: Xylit führt bei Hunden innerhalb von 30 bis 60 Minuten zu massivem Unterzucker, warnt Tierärztin Tina Hölscher von der Tierschutzorganisation „Aktion Tier“.

Im Gegensatz zum Menschen führe dieser Stoff beim Hund zu einem rasanten Anstieg des Hormons Insulin, was wiederum den Spiegel des echten Zuckers im Blut des Hundes senkt.

Abhängig von der aufgenommenen Dosis komme es zu Krämpfen, Leberversagen oder Koma. Im schlechtesten Fall kann der Hund daran sterben. Je nach Xylit-Gehalt können schon ein bis drei zuckerfreie Kaugummis für einen mittelgroßen Hund tödlich sein.

Schon geringen Mengen Xylit sind gefährlich

Ab 0,1 Gramm Xylitol pro Kilo Körpergewicht sollten tierärztliche Maßnahmen zur Entgiftung eingeleitet werden. Damit werde versucht zu verhindern, dass der Zuckerersatzstoff aus dem Darm in den Hundekörper gelangt.

Die Veterinärin würde dem betroffenen Hund schnellstmöglich eine Spritze verpassen, die Übelkeit auslöst und den Vierbeiner dazu bringt, zu erbrechen. Auf diese Weise werde das Tier eine möglichst große Menge des zuvor aufgenommenen Giftstoffs wieder los.

Im Anschluss kann Aktivkohle gegeben werden, das die weitere Resorption aus dem Darm verhindern soll. Ob diese Maßnahme tatsächlich zielführend ist, konnte allerdings noch nicht abschließend geklärt werden.

Katzen reagieren auf Xylit übrigens unempfindlich. Sie zeigen erst bei deutlich höheren Dosen Vergiftungserscheinungen.

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