Ein grausiger Fund erschüttert Föhr: In Oevenum wurden am Dienstagmorgen insgesamt 14 tote Graugänse entdeckt – darunter 13 Jungtiere und ein Elterntier. Alle Vögel waren enthauptet worden. Der Vorfall sorgt auf der Nordseeinsel für Entsetzen.
Die Tiere wurden nahe des Siedlerwegs bei einem Aussiedlerhof gefunden. Die Polizei hat Ermittlungen wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz eingeleitet. Tierschützer und Behörden schließen derzeit keine Hypothese aus.
Babygänse auf Föhr brutal geköpft?
Eine Zeitungsbotin hatte die toten Jungvögel am frühen Dienstagmorgen entdeckt. Der Polizei zufolge wiesen alle 13 Küken das gleiche Merkmal auf: Ihnen fehlten die Köpfe. Auch ein Elterntier wurde in unmittelbarer Nähe auf einem Feld tot aufgefunden, berichtet „Nord24“.
Ein weiteres überlebendes Küken konnte gerettet und ins Tierheim „Tierhuus Föhr“ gebracht werden. Die Polizei nimmt die Ermittlungen ernst, auch weil ein vergleichbarer Fall in der Region bislang nicht bekannt ist. Unklar ist, ob es sich um einen gezielten Angriff auf die Tiere handelt oder um ein tragisches Zusammenspiel mehrerer Faktoren.
Tierschützer alarmiert – „Peta“ setzt Belohnung aus
Die Tierrechtsorganisation „Peta“ hat eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro ausgesetzt. Sie erhofft sich Hinweise, die zur rechtskräftigen Verurteilung des Täters führen. „Wer Vögel so quält, schreckt auch nicht vor weiteren Gewalttaten zurück“, erklärte „Peta“-Fachreferentin Dr. Tanja Breining. Die Organisation ruft auch zu anonymen Hinweisen auf. Der Vorfall bewegt nicht nur Tierschützer. Mittlerweile hat der Umweltschutztrupp des Polizei-Bezirksreviers Husum die Ermittlungen übernommen.
Neben einer gezielten Tötung wird auch ein Unfall nicht ausgeschlossen: Es besteht die Möglichkeit, dass ein Fahrzeug die Tiere überrollt hat und Raubvögel anschließend die Köpfe entfernt haben. Die zentrale Frage der Ermittler lautet dementsprechend: War es ein Akt mutwilliger Tierquälerei oder der natürliche Verlauf nach einem Unglück?



