Lichterketten hängen in den Fenstern. Weihnachtsmusik spielt im Radio und überall riecht es nach gebackenen Keksen und Lebkuchen… ja, die Weihnachtszeit ist gekommen! Und keine Frage: Auch Dein Hund freut sich in dieser Zeit über selbstgemachte Leckereien. Aber welche Zutaten eignen sich für die tierische Bäckerei – und bei welchen solltest Du besser nicht zugreifen?
Wenn Du Hundeplätzchen zu Weihnachten für Deine Fellnase selber herstellst, dann weißt Du genau, was enthalten ist – so kannst Du sichergehen, dass sich keine Farb-, Lock- und Konservierungsstoffe in den Keksen für Deinen Liebling befinden und so auch besonders auf die Unverträglichkeiten Deines Hundes eingehen.
Aber welche Zutaten eignen sich für weihnachtliche Hundekekse? Im Prinzip sind Dir bei der Herstellung von Hundeleckerlis fast keine Grenzen gesetzt. Beliebt sind Fleisch und Fisch, Gemüse und Obst, Milchprodukte, Eier und Getreide als Bindemittel.
Hinweis: Solltest Du andere Zutaten als in den empfohlenen Rezepten verwenden, frage im Zweifelsfall am besten lieber einmal bei Deinem Tierarzt nach, ob das eine gute Idee ist.
- Greife auf hochwertige und gesunde Zutaten wie Vollkorn- oder glutenfreie Mehle, Quark, Leinsamen, Haferflocken und nahrhafte Öle zurück.
- Auf das weitere Würzen Deiner Weihnachts-Hundekekse solltest Du unbedingt verzichten.
- Schokolade und Kakao, Zucker, Alkohol und Xylitol sind beim Herstellen von Hundeplätzchen absolut tabu.
- Die Weihnachtsplätzchen sollten einen Teil der normalen Diät Deines Vierbeiners ersetzen und nicht zusätzlich gefüttert werden. So vermeidest Du eine unnötig hohe Kalorienzufuhr.
- Neben Hunden können auch andere Haustiere wie Katzen und Vögel mit Weihnachtsplätzchen überrascht werden – auf die richtigen Zutaten kommt es an. Hierzu informiere Dich, solltest Du unsicher sein, unbedingt vorher bei Deinem Tierarzt.
Hundekekse zu Weihnachten – Was musst Du beachten?
Wenn Du Hundekekse zu Weihnachten als DIY herstellst, solltest Du einige Dinge beachten:
Diese Zutaten sind bei Hundekeksen für Weihnachten tabu
Ganz wichtig ist es, auf Schokolade und Kakaopulver zu verzichten. Die enthaltenen Stoffe können bei Hunden zu schweren Herzproblemen oder gar einer Schokoladenvergiftung führen – schon eine geringe Menge Schokolade kann für Hunde tödlich sein.
Genauso wenig haben Zucker, Backpulver, Knoblauch, Rosinen, einige Nussarten und Gewürze in Euren Hunde-Plätzchen zu suchen. Zu viele Öle und Fette sind auch keine gute Idee. Auch Thunfisch ist in großen Mengen giftig ist (ab etwa 100 Gramm Fisch).
Wie lange halten selbst gebackene Hundekekse für Weihnachten?
Du solltest die selbstgemachten Leckerlis immer gut durchgaren lassen und knusprig ausbacken. Vollkornkekse können sich bis zu drei Wochen bei trockener Lagerung halten. Sind in den Hundekeksen jedoch Fleisch und Fisch enthalten, sollten sie wegen ihrer geringeren Haltbarkeit möglichst frisch an Deinen Liebling verfüttert werden. Du kannst diese Leckereien nur ein paar Tage im Kühlschrank lagern. Wenn Du Hundekekse auf Vorrat backen möchtest, kannst Du diese auch einfach einfrieren.

Ein bunter Teller aus Leckerlis und Hundekeksen zu Weihnachten
Feine Leckerlis sind die bunten Teller des Haustiers. Wichtig: Sie sollten tiergerecht sein. Neben gesunden Snacks für Hund und Katze kannst Du Knabberstangen für Wellensittiche und spezielle Kekse für Kleinsäuger wie Kaninchen oder Meerschweinchen kaufen.
Den Kaloriengehalt dieser Leckereien solltest Du aber immer in die Tagesration Futter mit einrechnen, sagt der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe (ZZF). Manche Leckerlis sind gleichzeitig nützlich, wenn sie zum Beispiel die Zahnpflege unterstützen.
Rezepte für Hundekekse zu Weihnachten
Hier haben wir einige Vorschläge für leckere Hundekekse zu Weihnachten nach Rezept zusammengestellt:
Hundekekse mit Thunfisch
Zutaten: 1 Dose Thunfisch im eigenen Saft, 1 Ei, etwas frische Petersilie, gehackt, Mehl oder Haferflocken nach Bedarf
Zubereitung: Den Backofen auf 150 Grad vorheizen und alle Zutaten in einer Schüssel verrühren. Anschließend den Teig zu Bällchen in der gewünschten Größe formen, ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Bällchen darauf platzieren. Das Ganze wird für 30 Minuten gebacken.
Hundeplätzchen mit Quark und Rinderhack
Zutaten: 150 Gramm Quark, 6 Esslöffel Milch, 6 Esslöffel Sonnenblumenöl, 1 Eigelb, 200 Gramm Vollkorn- oder Dinkelmehl, 100 bis 200 Gramm Rinderhack
Zubereitung: Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Nun alle Zutaten miteinander vermengen, Backpapier auf einem Backblech auslegen und Teig darauf verstreichen. Alles für 30 Minuten backen und anschließend in maulgerechte Stücke schneiden.
Hundekekse ohne Weizen
Zutaten: 100 Gramm Dinkelmehl, Maismehl oder Reismehl, 200 Gramm Leberwurst oder Thunfisch, 1 Ei
Zubereitung: Den Backofen auf 160 Grad vorheizen und alle Zutaten vermischen. Den Teig zu kleinen Bällen formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Anschließend die Bällchen für 30 Minuten backen.
Hunde-Cookies mit Kartoffel und Hack (glutenfrei)
Zutaten: 200 Gramm Kartoffelmehl, 100 Gramm gewolftes Fleisch (Rind, Pferd, Geflügelherzen), 2 Eier, 2 Esslöffel Öl, etwa 50 Milliliter Wasser (nach Bedarf, je nach Konsistenz des Teigs)
Zubereitung: Den Ofen auf 160 Grad vorheizen und alle Zutaten vermengen. Danach den Teig dünn ausrollen (0,5 Zentimeter). Nach Belieben Taler oder Vierecke ausschneiden oder Formen ausstechen. Anschließend die Happen für 25 Minuten backen (je nach Dicke der Kekse Temperatur und Dauer anpassen). Zum Aushärten bei geringer Temperatur im Ofen nachtrocknen lassen.
Käsecracker für Hunde
Zutaten: 100 Gramm geriebener Käse, 100 Gramm Hüttenkäse, 1 Ei, 50 Gramm Knäckebrot zerbröselt, 200 Gramm Mehl, 1 Esslöffel Öl
Zubereitung: Den Ofen auf 180 Grad vorheizen und die Zutaten gut vermischen (wenn der Teig zu fest wird, einfach etwas Wasser hinzugeben). Aus dem Zutatenbrei werden anschließend kleine Bälle geformt und auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilt. Die Cracker für 20 Minuten backen und, um sie knusprig zu bekommen, nach dem Backen bei circa 50 Grad im Ofen trocknen lassen.
Kartoffel-Schinken-Happen für Hunde
Zutaten: 2 gekochte Kartoffeln (zerstampft), 200 Gramm zarte Haferflocken, 50 Gramm gewürfelter Schinken, 50 Gramm geriebener Käsecracker, 5 Esslöffel Öl, etwa 100 Milliliter Wasser (Menge nach Bedarf, je nach Konsistenz des Teiges)
Zubereitung: Den Ofen auf 160 Grad vorheizen und alles vermengen. Danach den Teig dünn ausrollen (0,5 Zentimeter). Nach Belieben Taler oder Vierecke ausschneiden oder Formen ausstechen. Anschließend die Happen für 25 Minuten backen. Zum Aushärten bei geringer Temperatur im Ofen nachtrocknen lassen.
Wir wünschen Dir viel Spaß beim Ausprobieren dieser Rezepte für Weihnachtsplätzchen für Hunde und Deinem Liebling guten Appetit. Hier findest Du weitere tolle Rezeptideen für Deinen Hund zum Nachmachen.
Rezepte für Deine anderen Haustiere zu Weihnachten
Damit Deine anderen tierischen Mitbewohner vor lauter leckeren Kundekeksen nicht neidisch werden, haben wir hier noch zwei weitere Rezepte für Dich und Deine Freunde mit Fell und Federn:
Katzenkeks mit Hackfleisch und Bierhefe
Bei Weihnachtskeksen für Katzen solltest Du auf Zucker und am besten auch auf Getreide verzichten. „Zu viel davon kann gesundheitlich gefährlich werden“, heißt es von der Firma „Foodforplanet“ in Kleinheubach. Miezen mögen gerne Kekse mit Hackfleisch. Ein Rezepttipp: Zu einem Pfund Hackfleisch werden zwei Eier inklusive der Schale gefügt, hinzu kommen zwei bis drei Esslöffel Bierhefe. Das vermengst Du dann alles gut.
Wer eine Naschkatze hat, die gerne Käse und Quark mag, kann für einen weiteren Teig jeweils 80 Gramm davon mit drei Eiern vermengen. Der Teig wird zum Beispiel mit Backformen ausgestochen oder in eine Silikonbackform gegossen. Hierzu werden etliche Motive im Handel angeboten. Wer es dabei nicht weihnachtlich haben möchte, kann zum Beispiel zu Pfotenabdrücken, für die Hunde zu Knochenmotiven oder für die Katzen zur Fischform greifen.

Vogelkeks mit Banane – aber bitte nicht übertreiben
Auch viele Vögel mögen gerne etwas Süßes. Wer ihnen etwas Leckeres zu Weihnachten backen möchte, kann daher zu allen süßen Obstsorten greifen. „Banane ist zum Beispiel sehr gut“, sagt die Vogelexpertin Diana Eberhardt aus Hagen. Auf keinen Fall dürfen Avocado verwendet werden und auch Zitrusfrüchte sind nicht ratsam.
Vogelkekse nur in kleinen Mengen geben
Übertreib es mit den kalorienreichen Leckerlis für Deinen Vogel besser nicht. Sonst werden die Lieblinge schnell dick. Die Menge hängt zum einen davon ab, um welchen Vogel es sich handelt – so brauchen laut Vogelexpertin Diana Eberhardt zum Beispiel Graupapageien viele Kalorien, Amazonenpapageien weniger. Die nur wenige Gramm schweren Wellensittiche haben sich ohnehin schnell überfuttert. Auch auf die Haltung kommt es an, in der Außenvoliere verbrauchen die Piepmätze mehr Energie als im kuschelig warmen Wohnzimmer.
Ein Rezept von Diana Eberhardt für den Vogelkeks: 150 Gramm zarte Haferflocken, 100 Gramm zerquetschte Banane, 50 Gramm Kokosraspeln, 50 Milliliter Kokosmilch und jeweils 30 Gramm gemahlene Mandeln und geschälte Sonnenblumenkerne vermengen, auf ein Backblech streichen, in Vierecke schneiden und etwa 25 Minuten bei 175 Grad Umluft backen. Allerdings kann es sein, dass die Liebesmüh‘ der Vogelhalter vergeblich ist, wie Eberhardt warnt: „Manche Vögel sind begeistert von Keksen, anderen sind sie egal.“
FAQ
Was sind geeignete Zutaten für Hunde- oder Katzenkekse und was solltest Du auf keinen Fall verwenden?
„Hunde lieben Zutaten, die stark riechen, wie Leberwurst, Käse oder Fisch“, sagt Nina Rottig von der „Dog-Bakery“ in Würzburg. In den Hundekeks gehören zudem etwas Öl und Mehl, auch Eier sind sinnvoll. Für Hunde mit Glutenunverträglichkeit nimmt man Buchweizenmehl.
Einige Zutaten dürfen aber auf keinen Fall untergemischt werden: Kakao, Schokolade, Zucker, Alkohol und Xylitol. Diese beliebten Backzutaten sind für Hunde giftig. Ebenfalls tabu: Dekostreusel und Lebensmittelfarbe.
Welche Zutaten sind für Hundekekse zu Weihnachten besonders gesund?
Möchtest Du Weihnachtsplätzchen für Hunde selber machen, hat Dein vierbeiniger Freund besonders viel davon, wenn Du hochwertige Zutaten verwendest. Besonders gesund sind Haferflocken, Vollkornmehl (oder glutenfreie Varianten aus Dinkel, Buchweizen oder Reis) sowie frisches Obst und Gemüse. Für den extra Eiweiß-Kick kannst Du zusätzlich zu Eiern oder Magerquark greifen.
Welche Zutaten sind in Hundekeksen erlaubt?
Generell solltest Du Dich an gesunden Zutaten orientieren, die Du Deinem Hund auch sonst geben kannst. Weitere Zusätze wie Gewürze, Deko etc. richten eher Schaden an. Solltest Du Dich nicht an ein Rezept halten, sondern eigene Zutaten verwenden, informiere Dich unbedingt vorher online oder bei Deinem Tierarzt, welche Lebensmittel Dein Tier verträgt.
Welches Öl verwendet man zum Backen von Hundekeksen?
Wenn Du Hundekekse zu Weihnachten selbst backen möchtest, bieten sich verschiedene Ölsorten an. Unkompliziert sind gängige Ölsorten wie Kokosöl oder Leinöl. Besonders hochwertig sind währenddessen Fischöle, Hanfsamenöl oder Distelöl. So werden Deine selbstgebackenen Hundeplätzchen perfekt!



