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Tierisch heiß! Strategien gegen die Hitze

Für den ein oder anderen von uns bedeutet die Sommerhitze eine enorme Belastung. Dieser kann vorzugsweise durch Ausruhen im Schatten, einer erfrischenden Abkühlung sowie einer hohen Wasseraufnahme entgegengewirkt werden. Doch wie gehen Vögel und andere Tiere mit den hohen Temperaturen um?

Im Gegensatz zum Menschen besitzen die meisten Tiere ein Fell oder Federkleid und können nicht schwitzen. Da sie keine Schweißdrüsen besitzen, setzen die Tiere auf den Effekt des Hechelns und sorgen durch die dadurch ausgelöste Verdunstung für Abkühlung. Bekannt ist dieses Verhalten von Hunden, aber auch Füchse und sogar Vögel behelfen sich damit bei zu hohen Temperaturen.

Vor allem die Vögel nutzen noch viele weitere, auch uns bekannte Strategien, um sich abzukühlen. Zuallererst ist der Rückzug in schattige Bereiche eine effektive Methode, um vor allem der Mittagshitze zu entgehen.

Vögel können nicht schwitzen

Des Weiteren hilft es, an einer kühlen Stelle still zu verharren, denn umso geringer die Körperaktivität, desto weniger Körperwärme wird produziert. Aus diesem Grund sind für die Vögel und andere Tiere naturnahe Gärten mit Bäumen und Büschen so wichtig, denn kahle Steinwüsten bieten keinen Sonnenschutz und heizen sich zudem stärker auf.

pinke Seerosen auf Teich
Foto: pexels.com/pixabay (Symbolfoto)

Dennoch ist der Wasserverlust des Körpers bei hohen Umgebungstemperaturen nicht zu verhindern, weshalb auch die Tiere gerade an solch heißen Tagen viel trinken müssen. Damit die Suche nach dem kühlen Nass keine Strapaze wird und weil viele natürliche Wasserquellen aufgrund der langfristigen Wärme ausgetrocknet sind, helfen den Tieren diverse Wasserangebote im Garten, zum Beispiel Wassertränken, Flachwasserzonen von Teichen.

Wichtig: Schatten und viel trinken

Diese können von Vögeln außerdem als Badestelle genutzt werden. Um Krankheitserregern vorzubeugen, sollte das Wasser allerdings täglich ausgetauscht werden. Erstaunlicherweise lassen sich dennoch immer wieder Vögel beobachten, die der Hitze zum Trotz mitten im Sonnenlicht stehen beziehungsweise liegen.

Denn genau wie für den Menschen, hat die Sonne auch für die Vogelwelt ihren Reiz. Doch statt für eine vermeintlich gesunde Bräune die Haut überzustrapazieren, harren die Vögel nur sekunden- bis minutenlang regungslos an einer Stelle und bekämpfen auf diese Weise im Federkleid vorhandene Parasiten.

Doch das Positionieren auf freier Fläche kann auch dazu dienen, bestehende Luftströmungen für die Abkühlung zu nutzen. Überschüssige Wärme kann über unbefiederte Körperpartien am Kopf, an den Flügeln sowie den Beinen abgegeben werden, da diese von der kühlenden Luft umweht werden.

Wildschwein liegt am Boden.
Foto: unsplash.com/Jonathan Kemper (Symbolfoto)

Auch andere Tierarten haben spezielle Methoden: Schwarzwild suhlt sich in möglichst feuchten Gruben, Hirsche nehmen ein Bad in Gewässern und Rehe meiden Sonne und Bewegung und suchen Abkühlung im schattigen Wald. Auch der Feldhase ruht bei starker Hitze, kann über seine Löffelohren aber zusätzlich überschüssige Körperwärme an die Umgebung abgeben.

Text: NABU

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