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Tierbestattung: Diese Möglichkeiten gibt es – und das kosten sie

Wenn ein Haustier gestorben ist, stellt sich für die Tierhalter eine entscheidende Frage: Was soll mit dem verstorbenen Körper passieren? Was ist überhaupt erlaubt – und was nicht? Zusammen mit den Experten von ROSENGARTEN-Tierbestattung erklären wir, welche Möglichkeiten es gibt – und was sie kosten.

Bis vor einigen Jahren war die Entsorgung über die Tierkörperbeseitigung, im Volksmund Abdeckerei genannt, gang und gäbe, falls man sich gegen die Bestattung im eigenen Garten entschied und die professionelle Tierbestattung noch eine Nischen-Dienstleistung war. Diese gibt es auch heute noch – sie ist günstig, aber nicht besonders pietätvoll. Die Hauptaufgaben dieser Einrichtungen sind nicht nur die Entsorgung verstorbener Haustiere, sondern die Verwertung tierischer Nebenprodukte, Schlachtabfälle und Nutztierkadaver.

Natürlich dürfen Halter ihre Haustiere dort trotzdem abgeben – oder der Tierarzt beauftragt eine Abholung aus seiner Praxis. Viele Kleintierpraxen haben sich allerdings Alternativen gesucht. So finden viele Haustiere, deren Halter keine expliziten Wünsche zum Verbleib des verstorbenen Tieres geäußert haben, ihren Weg in die anonyme Einäscherung über ein Tierkrematorium. Die entstandene Asche wird ebenfalls anonym beigesetzt.

Mutter Erde – die Tierbestattung im eigenen Garten

Der eigene Garten ist für viele trauernde Tierhalter eine naheliegende Art der Tierbestattung. Doch auch hier gibt es Regeln zu beachten und Fragen zu klären. Wenn Dein Garten beispielsweise in einem Natur- oder Wasserschutzgebiet liegt, darfst Du Dein Tier dort nicht beisetzen. Über dem Tierkörper sollte eine mindestens 50 Zentimeter dicke Erdschicht liegen. Das verhindert die Freilegung durch andere Tiere.

Zudem legen Gemeinden unterschiedliche Regelungen fest, wie groß das Tier, das bestattet werden soll, sein darf. Auch der Abstand zu anderen Grundstücken und öffentlichen Wegen ist geregelt. Stimme daher die Erdbestattung Deines Tieres mit den örtlichen Behörden ab, damit Du eventuellen Ärger und drohende Bußgelder vermeiden kannst. Wer zur Miete wohnt, sollte neben der Gemeinde noch den Vermieter mit ins Boot holen. Sofern Du Dein Tier selbst im Garten begräbst, fallen keine Tierbestattung-Kosten an.

Die Beisetzung von Kremierungsasche im eigenen Garten hingegen ist ohne behördliche Rücksprache möglich. Wichtig: Überlege vorher genau, ob ein baldiger Umzug oder der Verkauf des Hauses ansteht.

Ruhe in Frieden – Das Tier auf einem Tierfriedhof beisetzen

Auch auf ungefähr 120 Tierfriedhöfen bundesweit ist die Erdbeisetzung des Tierkörpers oder der Tierasche möglich. Die Tierfriedhof-Kosten betragen je nach Dauer der Liegefläche zwischen 150 und 250 Euro – ohne Grabgestaltung und Beisetzungskosten. Diese variieren je nach individuellen Wünschen und Gewicht des verstorbenen Tieres.

Trauer um Haustier: Tierfriedhof
Foto: anonym; via Schmitt & Kunzmann

Die üblichen Liegezeiten liegen zwischen drei und fünf Jahren. Das bedeutet, dass danach die Grabstelle ausläuft. Diese kann aber verlängert werden, so dass der Ort des Gedenkens weiter bestehen bleibt. Wichtig ist in diesem Zusammenhang noch, ob der Tierfriedhof als Ganzes für die Zukunft bestehen bleibt.

Die symbolische Reinigung der Seele – Feuerbestattung im Tierkrematorium

Viele trauernde Tierhalter entscheiden sich für die Einäscherung in einem Kleintierkrematorium. Sowohl verstorbene Kleintiere wie Hunde, Katzen, Nagetiere und Vögel als auch Großtiere wie Pferde und Esel werden auf Wunsch in Tierkrematorien eingeäschert. Klein- und Haustiere werden in sogenannten Kleintierkrematorien kremiert, Großtiere werden in Pferdekrematorien feuerbestattet. Man unterscheidet zwei grundsätzliche Formen der Einäscherung.

Die Variante der gemeinschaftlichen Einäscherung wird oftmals als Sammel- oder Gemeinschaftskremierung bezeichnet. Hierbei wird die Asche an einem Tierkrematorium oder anonym auf Naturflächen ausgestreut. Die Kosten für diese Variante liegen zwischen 85 und 205 Euro – ohne Abholung und Überführung in das Krematorium.

Die zweite und häufiger gewählte Variante wird auch Einzelkremierung genannt. Dabei wird das verstorbene Tier separat eingeäschert. Diese Form der Tierbestattung kostet zwischen 165 und 375 Euro. Du kannst die Asche Deines verstorbenen Tieres in einer Urne mit nach Hause nehmen, sie in der Natur verstreuen oder einen Teil der Asche zu einem einzigartigen Schmuckstück fertigen lassen.

Das Angebot individueller Urnen und Andenken ist sehr groß, wodurch Du zum Abschied vielfältige Möglichkeiten erhältst, Dein geliebtes Tier auf ganz eigene Weise zu würdigen. Es gibt schlichte Urnen aus Metall oder Keramik, die in der Form an Urnen aus dem Humanbereich erinnern. Außerdem gibt es Urnen, die wie Hund oder Katze aussehen, zum Beispiel Holzurnen in Form schlafender Katzen, und Urnen in ganz modernem, unscheinbarem Design. 

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Ergänzend zur Einzelkremierung kannst Du auch einen Termin zu einer Direktkremierung buchen. Jedes Tier wird für diese Zeremonie andächtig aufgebahrt. Du kannst Dich persönlich in einem privaten Abschiedsraum von Deinem Tier verabschieden und bis zum Beginn seiner Kremierung an seiner Seite bleiben.

Hoch hinaus oder ein edles Funkeln? – Die Seebestattung

Mit der Einäscherung des Tieres muss seine Reise noch nicht zu Ende sein. Es gibt Anbieter, die der Asche auf besondere Art und Weise eine letzte Ruhestätte verschaffen. Du kannst die Asche beispielsweise in der Nord- oder Ostsee beisetzen oder zum Verstreuen mit einem Heißluftballon aufsteigen. Die Umwandlung von Asche oder Fell in einen funkelnden Edelstein ist ebenso möglich. All diese Bestattungsformen sind allerdings deutlich teuerer als eine Kremieren oder Beisetzung.

Für immer zusammen: der Mensch-Tier-Friedhof

In einigen Regionen in Deutschland gibt es die Möglichkeit, die Asche von Mensch und Tier gemeinsam in einer Urnengrabstätte beizusetzen. Kosten von deutlich über 2.000 Euro können hier auf Dich zukommen. Die Organisation erfolgt zumeist über einen Humanbestatter. Tierkrematorien und Tierbestatter können Dich aber auch mit ersten Informationen versorgen.

Welche der vorgestellten Möglichkeiten am besten zu Dir und Deinem Tier passt, solltest Du Dir in Ruhe überlegen – und bis dahin das Leben mit Deinem tierischen Begleiter genießen.

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