Über die Thaikatze
AllgemeinesGröße: Mittelgroß Fell-Länge: Kurzhaarkatze Farben: Seal, Foreign White, Creme, Rot, Cream-Point, Lilac, Blue, Chocolate Gewicht: 4,0 bis 5,0 Kilogramm (Kater), 3,0 bis 4,5 Kilogramm (Kätzin) |
Haltungsempfehlung
Die Thai ist keine besonders anspruchsvolle Katzenrasse, kann aber temperamentvoll und eigensinnig wie die Siam sein. Erstkatzenhalter sollten sich vor der Anschaffung deshalb über ihre typischen Charaktermerkmale informieren. Bei Berufstätigen ist die Mehrkatzenhaltung zu empfehlen, da die Thaikatze sehr anhänglich ist und sich schnell einsam fühlen kann. Für den Freigang – aufgrund der fehlenden Unterwolle – ist die Rasse eher ungeeignet. Gegen Wohnungshaltung mit abgesichertem Balkon ist in der Regel aber nichts einzuwenden.
Bei der Thaikatze handelt sich im Grunde um den ursprünglichen Typ der bekannteren Siam. Beide Rassen haben denselben Ursprung und stammen aus dem heutigen Thailand (früheres Siam).
Die ursprüngliche Siam ging fast vollständig verloren, als dem Trend entsprechend schlankere und zierlichere Katzen gezüchtet wurden. Wenige Züchter widmeten sich jedoch weiterhin dem früheren Typ, der deutlich muskulöser und rundlicher in seiner Erscheinung war. Heutzutage ist die ursprüngliche Siam unter dem Namen Thai, Thaikatze oder traditionelle Siamkatze bekannt.
In den 1990er Jahren präsentierte eine deutsche Züchterin diese traditionellen Siamesen wieder bei Katzenausstellungen und nannte sie „Thai“, was letztendlich zur Übernahme des Namens für die schöne Rasse führte. Gleichzeitig nahmen viele kleinere Katzenclubs die Rassestandards der Thaikatze auf. Im Jahr 2007 erkannte die TICA (The International Cat Association) die Thai als eigenständige Rasse an.
Rassespezifische Charakterzüge
Wie auch die Siam gilt die Thai als überaus intelligente Katze, die zudem noch sehr sensibel sein soll. Auch für ihre Anhänglichkeit ist sie bekannt. Wie die Maine Coon folgt sie ihrem Menschen häufig durch Haus oder Wohnung. Da sie zudem sehr menschenbezogen sein kann, wird auch diese Rasse oft als hundeähnlich beschrieben.
Die Thaikatze soll genauso eigenwillig sein, wie die Siam. Manche Halter sagen ihr einen dominanten, temperamentvollen Charakter nach. Bis ins Erwachsenenalter bleibt auch die Thai meist verspielt. Sie ist eine neugierige, aktive Rasse, die als reine Schoßkatze eher ungeeignet ist.
Haltung und Pflege
Das Fell der Thai ist sehr kurz und dementsprechend pflegeleicht. Wie auch die Siam hat sie keine Unterwolle, weshalb das Fell so gut wie nie verfilzt. Gelegentliches Bürsten ist ausreichend.
Die aktive Thai benötigt viele Klettermöglichkeiten in der Wohnung, um sich austoben und spielen zu können. Für den Freigang ist sie wegen der fehlenden Unterwolle eher ungeeignet. Die Aufmerksamkeit ihres Menschen ist der Thaikatze meist sehr wichtig. In der Regel fühlt sie sich daher bei Berufstätigen in einem Mehrkatzenhaushalt besonders wohl.
Als krankheitsanfällig gilt die Thai nicht, sie kann allerdings an denselben Erbkrankheiten leiden wie die Siam (z.B. kann sie missgebildete Gliedmaßen aufweisen, ein angeborenes Nierenleiden haben (vor allem Kater) oder an Leber- und Darmkrebs erkranken). Bei der Anschaffung sollte die Wahl deshalb auf einen verantwortungsvollen Züchter fallen, dessen Tiere diese Krankheiten nicht aufweisen.



