Nach dem Klogang durch die Wohnung rasen, Schatten jagen und in den lustigsten Positionen einschlafen, so kennt man Katzen. Und noch ein Verhalten, das Du als Katzenelternteil bestimmt kennst, ist das Schnurren Deines pelzigen Gefährten.
Doch warum schnurren Katzen eigentlich, und welche Wirkung hat dieses sanfte Vibrieren auf uns Menschen?
Darum schnurren Stubentiger
Das Schnurren von Katzen ist ein einzigartiges Phänomen, das bisher noch nicht vollständig entschlüsselt ist. Aber warum geben Kittys diese Geräusche überhaupt von sich?
- Kommunikation: Katzen nutzen das Schnurren als Kommunikationsmittel. Es kann verschiedene Bedeutungen haben, von Entspannung und Zufriedenheit bis hin zu Angst oder Schmerz.
- Selbstheilung: Studien legen nahe, dass die Frequenz des Schnurrens Heilung und Regeneration fördern kann. Diese Vibrationen könnten den Knochenbau stärken und die Heilung von Verletzungen beschleunigen.
- Wohlbefinden: Sowohl für die Katze selbst als auch für ihre menschlichen Begleiter kann das Brummen ein Gefühl von Geborgenheit und Wohlbefinden vermitteln.

Die Wirkung des Schnurrens auf uns Menschen
Aber nicht nur auf Katzen hat das Schnurren eine positive Wirkung, vielleicht hast Du es mit Deiner Mieze ja auch schon selbst gemerkt! Denn Brummen der Fellnasen kann bei uns Menschen viel bewirken:
- Stressabbau: Das sanfte Vibrieren einer schnurrenden Katze wirkt beruhigend und kann helfen, Stress und Anspannung abzubauen. Nach einem langen Arbeitstag kann Deine Mieze also die wohlverdiente Spa-Einheit sein.
- Senkung des Blutdrucks: Regelmäßiges Interagieren mit Stubentigern und deren Schnurren kann den Blutdruck reduzieren, was natürlich langfristig gesundheitliche Vorteile bringt.
- Stimmungsaufhellung: Das Schnurren einer Katze kann die Produktion von Endorphinen und anderen Glückshormonen im Körper erhöhen, was zu einer verbesserten Stimmung und einem allgemeinen Wohlbefinden führt – adieu Traurigkeit?
- Verbesserung der Schlafqualität: Ist Dir vielleicht schon mal aufgefallen, dass Du besser einschlafen kannst zu den Klängen Deiner Mieze? Das Schnurren kann nämliche eine so beruhigende Wirkung haben, die dabei hilft, besser einzuschlafen und erholsamer zu schlafen.
Wie genau schnurren Katzen?
Dieses tiefe Brummen hat Forscherinnen und Forschern lange Rätsel aufgegeben. Denn die Annahme lautete, dass für die Erzeugung dieses Geräusches eigentlich längere Stimmbänder nötig wären – und dass Katzen dafür die Muskeln im Kehlkopf aktiv zusammen ziehen müssten.
Ein Team von der Universität Wien hat im Herbst vergangenen Jahres aber Studienergebnisse veröffentlicht, die in diesem Bereich bahnbrechend sind. „Anatomische Untersuchungen haben ergeben, dass ein einzigartiges ‚Gewebspolster‘ in den Stimmlippen der Katzen erklären könnte, wie ein so kleines Tier, das nur wenige Kilogramm wiegt, regelmäßig Töne mit diesen unglaublich niedrigen Frequenzen von 20 bis 30 Hertz erzeugen kann. Dieser Wert liegt weit unter den tiefsten Basstönen, die menschliche Stimmen hervorbringen können“, erklärt der Stimmforscher Christian T. Herbst.



