Genaue Vorstellung vom neuen Hund
Samantha Cohen und Peter Todd sind Psychologen an der Universität von Indiana (USA) und haben sich auf die Partnerwahl von Menschen spezialisiert. Sie untersuchen, nach welchen Kriterien wir uns unsere Lebensgefährten aussuchen.
In einer neuen Studie experimentierten die beiden jedoch mit dem Verhältnis zwischen Mensch und Hund herum – und entdeckten einige Gemeinsamkeiten mit ihrem eigentlichen Forschungsfeld.

Für ihren Versuch kategorisierten sie etliche Tierheim-Hunde nach Freundlichkeit, Alter, Fellfarbe, Geschlecht, Verspieltheit, befragten danach die Hundehalter in Spe, was ihren Traumhund ausmache.
Hundewahl im Tierheim ist instinktiv
Nach der Befragung gingen die Interessenten dann ins Tierheim und schauten sich die Hunde an. Und obwohl sie vorher ein genaues Bild von ihrem neuen Liebling hatten, wählten die meisten einen Vierbeiner aus, der nur sehr wenig mit ihren Kriterien übereinstimmte. Die Menschen verließen sich scheinbar auf ihren Instinkt.
In diesem Verhalten sehen die Forscher klare Parallelen zu unserer Partnerwahl: Auch dort haben wir häufig genaue Vorstellungen über Alter, Art und Aussehen der Zukünftigen. Doch im Endeffekt entscheiden wir uns für jemanden, der diesen Vorstellungen nur wenig entspricht, so Cohen und Todd.Auf das Aussehen kommt es an
Die größte Gemeinsamkeit zwischen der Hundewahl und der Partnerwahl ist laut der Forscher das Kriterium der Äußerlichkeit. Sowohl beim Hund, als auch beim menschlichen Partner achteten die meisten in erster Linie auf das Aussehen. Andere Kriterien rückten schnell in den Hintergrund.
Mit ihren gewonnene Ergebnissen wollen die Psychologen übrigens versuchen, Tierheimen bei der Vermittlung ihrer Hunde zu helfen – dafür wollen sie den Mitarbeitern der Einrichtungen erklären, worauf es den Menschen bei der Wahl des neuen Haustiers ankommt.



