Die Preissteigerung merken wir nicht nur an unseren eigenen steigenden Lebenshaltungskosten, sondern auch an denen unserer Haustiere. Die britische Tierschutzorganisation „Dogs Trust“ berichtet, dass die Zahl der Hundehalter, die ihren Hund abgeben möchten, auf dem höchsten Stand seit 2014 ist.
„Die Wirtschaftskrise kann und wird dazu führen, dass sich Menschen von ihren Hunden trennen müssen, weil sie es sich einfach nicht leisten können, sich um sie zu kümmern“, sagt Owen Sharp, Geschäftsführer von „Dogs Trust“. Auch in Deutschland ist der Trend bedenklich. Die ohnehin schon überfüllten Tierheime fürchten eine erneute „Rückgabewelle“ durch die Wirtschaftskrise.
Wie kannst Du damit umgehen? Es gibt zumindest einige einfache Tricks, mit denen Du Kosten reduzieren kannst, ohne Deinem Haustier weniger bieten zu müssen. Ob bei Arztkosten, Lebensmitteln oder Spielzeug: Es geht immer noch günstiger.
Sparmöglichkeiten bei Lebensmitteln
Tierfutter ist bereits teurer geworden – und die Preise könnten explodieren. Ein naheliegender Tipp: Futter lieber in größeren Mengen kaufen. Du musst dabei natürlich auf das Ablaufdatum achten und kalkulieren, wie viel Dein Vierbeiner in dieser Zeit frisst. Wer immer beim selben Hersteller bestellt, kann womöglich sogar einen Rabatt herausschlagen. Statt teures Markenfutter zu bestellen, kannst Du außerdem günstigere Marken ausprobieren. Wichtig ist nur, vorher auf die Inhaltsstoffe zu achten. Minderwertige Füllstoffe wie Hühner- oder Rindernebenerzeugnisse und Mais führen langfristig nur zu gesundheitlichen Problemen.

Eine weitere Möglichkeit: Wer kreativ ist, kann seinen pelzigen Freunden selber Leckerlis zubereiten. Mit gefrorenem oder frischem Obst kann Dein Haustier kostengünstig und gesund naschen. Menschliche Lebensmitteln solltest Du Deinem Vierbeiner jedoch nicht täglich als Hauptnahrung füttern. Am besten hältst Du Rücksprache mit Deinem Tierarzt oder einem Ernährungsexperten.
Versicherungen können langfristig finanziell entlasten
Es gibt keinen staatlichen Gesundheitsdienst für Haustiere. Haustierversicherungen sind deshalb durchaus sinnvoll, um im Krankheitsfall nicht auf einmal viel Geld für eine Behandlung zahlen zu müssen. Worauf es dabei ankommt, erfährst Du hier.
Es erscheint vielleicht etwas abschreckend, zusätzliche monatliche Kosten zu haben. Aber wenn die teure Tierarztrechnung im Ernstfall kommt, ist die Entlastung groß.
„Do It Yourself“ statt Markenspielzeug
Tiere sind in der Regel nicht anspruchsvoll, wenn es um Spielzeug geht. Jeder wird schon einmal festgestellt haben, dass sein Vierbeiner einen beliebigen Gebrauchsgegenstand abgöttisch liebt. Welche Marke darauf steht und wie viel Hightech drinsteckt, ist also oft nicht so entscheidend.

Anstatt alles neu zu kaufen, kannst Du Spielzeuge oder auch interaktive Futterautomaten einfach selber bauen. Wichtig ist nur, darauf zu achten, dass sie sicher sind.
Ein weiterer Tipp: Suche nach Spielzeugen bei wohltätigen Organisationen, die von Vorbesitzer aussortiert wurden. Oft sind diese noch einwandfrei.



