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So liest Du den Gesundheitszustand Deiner Katze an ihrer Nase ab

„Jemandem etwas von der Nasenspitze ablesen“ – dieses Sprichwort kennst Du bestimmt. Aber wusstest Du, dass diese Weisheit auch für Katzen gilt? Die Nase Deiner Katze verrät nämlich so einiges über ihren Gesundheitszustand. Was genau verraten wir Dir hier.

Wenn die Nase verstopft ist oder tropft, kann das bei Katzen genauso wie bei uns Menschen ein Zeichen für verschiedene Krankheiten sein – aber auch andere Veränderungen der Katzennase deuten auf einen angeschlagenen Gesundheitszustand hin.

„Generell untersuchen Tierärzte die Nase Deines Haustiers nach jeglichen unnormalem Aussehen oder Ausfluss, sowie ob die Luft gleichmäßig durch beide Nasenlöcher strömen kann“, erklärt Tierärztin Dr. Meaghan Gilhooly gegenüber dem „Martha Stewart“-Magazin.

Nicht nur auf Nasennebenhöhlen- oder Atemwegserkrankungen kann der Zustand der Nase hindeuten. Sondern auch auf andere gesundheitliche Probleme.

So sieht die Nase einer gesunden Katze aus

Jede Mieze ist unterschiedlich – und genauso können auch ihre Nasen aussehen. Generell sind Tierärzten zufolge aber kühle, leicht feuchte Näschen ein gutes Zeichen. Manchmal sondert auch die Nase einer gesunden Katze etwas Ausfluss ab – dieser ist dann allerdings klar und durchsichtig.

Katze kräuselt ihre Zunge.
Foto: unsplash.com/Miron Cristina (Symbolfoto)

Wenn Deine Katze dagegen krank ist, erkennst Du das zum Beispiel an folgenden Symptomen:

  • verfärbter Nasenausfluss
  • niesen und husten
  • Nasenbluten
  • trockene, aufgeplatzte oder vereiterte Stellen
  • Wunden oder Blasen auf der Nase
  • sichtbare Geschwüre

Wenn Du eines oder mehrere dieser Anzeichen bemerkst, solltest Du Deine Katze unbedingt beim Tierarzt untersuchen lassen – er kann feststellen, ob Deine Katze erkältet ist, und etwas verschreiben, damit die Erkrankung nicht schlimmer wird. Einige der Symptome können etwa auf Virusinfektionen, Verletzungen, Autoimmun-Krankheiten oder Fremdkörper in der Nase hindeuten.

Schnupfnase? Das könnte die Ursache sein

Wenn Deine Katze niesen oder husten muss und gleichzeitig ihre Nase läuft, ist das oft ein Zeichen für eine Atemwegsinfektion. Nasenausfluss kann aber auch auf eine andere Infektion oder Krankheit hindeuten. Wenn der Ausfluss verfärbt ist, befindet sich in der Nase vermutlich ein Fremdkörper, etwa eine Granne oder Polypen.

Was eine trockene Katzen-Nase bedeutet

Wenn Deine Katze eine trockene Nase hat, musst Du nicht sofort alarmiert sein – denn auch komplett gesunde Miezen können mal trockene Näschen haben. Wie trocken oder feucht diese ist, kann sich sogar im Tagesverlauf ändern. Wenn Deine Katze zu viel Zeit neben einer Heizung verbringt, kann das ihre Nase zum Beispiel etwas austrocknen.

Eine Katze liegt im Arm von einem Mann.
Foto: unsplash.com/Chewy (Symbolfoto)

Allerdings kann eine trockene Katzennase auch auf Fieber oder Dehydrierung hindeuten. Wenn Deine Mieze eigentlich immer eine feuchte Nase hat, und diese plötzlich für mehr als einen Tag trocken wird, ist das deshalb ein Warnsignal. Auch die Farbe gibt Aufschluss über mögliche Krankheiten. Eine blasse Nase könnte ein Anzeichen von Anemie, also Blutarmut, sein.

Wann solltest Du mit Deiner Katze zum Tierarzt?

Apropos Nasenfarbe: Sobald du einen Stich ins gelbliche bemerkst, solltest Du sofort zum Tierarzt: Denn das kann ein Symptom für erst zu nehmende Probleme sein. Dasselbe gilt, wenn Deine Katze nur noch schwer atmen kann. Katzen atmen nämlich normalerweise nicht durch den Mund, deshalb sollten sie immer genügend Luft durch beide Nasenlöcher bekommen können.

Du kennst Deine Katze am besten und weißt, wie ihre Nase normalerweise aussieht und wie sie sich verhält. Sobald Du Veränderungen bemerkst, rufe also am besten in der Tierarztpraxis an. Diese kann anhand der Symptome entscheiden, ob die Katze untersucht werden muss oder ob Du sie zuhause beobachten kannst.

„Wenn etwas früh entdeckt wird, sparst Du Dir viel Zeit und Herzschmerz“, so Tierarzt Dr. John Howe. Deshalb solltest Du bei Auffälligkeiten der Nase Deiner Katze lieber auf Nummer sicher gehen.

Wichtiger Hinweis
Unsere Ratgeber ersetzen nicht die veterinärmedizinische Beratung bei Deinem Tierarzt. Sie dienen lediglich der Information und sollen einen Überblick über Krankheiten, Verletzungen und deren Behandlung liefern. Wenn Dein Tier Symptome zeigt, die auf Verletzungen, Krankheiten oder Unwohlsein hinweisen, solltest Du unbedingt eine Tierarztpraxis oder eine Tierklinik aufsuchen.

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