Herbstzeit ist Sturmzeit. Ein Unwetter bereitet nicht nur vielen Menschen Angst – auch bei unseren Haustieren kann ein Sturm für ein Stress sorgen. Dafür, dass sich Hunde und Katzen an stürmischen Tagen sicher fühlen, können wir einiges tun. Fachreferentin Lisa Kainz von der Tierrechtsorganisation „Peta“ hat Tipps:
Herrchen und Frauchen trotzen in der Regel Wind und Wetter, um den Hund auszuführen. Stürmt es draußen, solltest Du möglichst kleine und gewohnte Gassirunden wählen. Dabei solltest Du Wald und Waldrand unbedingt zu meiden. Zum einen kann die Geräuschkulisse auf die Tiere bedrohlich wirken und zum anderen ist die Gefahr durch herunterfallende Äste groß.
Bei Sturm lieber nur kurz mit dem Hund raus
Gerade bei ängstlichen Hunden gilt: So kurz wie möglich spazieren gehen und das Tier durch ein Sicherheitsgeschirr und eine doppelte, nicht zu lange Leine sichern.
Bei Katzen ist es einfacher: Freigänger-Miezen sollten an stürmischen Tagen am besten im sicheren Zuhause bleiben.

Haustiere brauchen bei Sturm Ruhe und Ablenkung
Tobt draußen ein Sturm, kann das auch uns nervös machen – und das spüren Tiere. Daher solltest Du versuchen, gelassen zu bleiben und den normalen Tätigkeiten nachzugehen. Das zeigt dem Vierbeiner, dass alles in Ordnung ist. Hektik ist genauso zu vermeiden wie plötzliche, laute Geräusche.
Die Fenster solltest Du bei stürmischem Wetter schließen. Du kannst außerdem die Vorhänge zuziehen oder die Rollläden herunterlassen, damit die Fellnase vom Treiben vor dem Fenster möglichst wenig mitbekommt. Beiläufige Streicheleinheiten können zusätzlich für Entspannung bei Deinem Hund oder Deiner Katze sorgen.
Hilfreich ist es, eine vertraute Geräuschkulisse zu schaffen. Dafür kannst Du beispielsweise das Radio oder den Fernseher einschalten. Auch ein Telefonat in entspannter Stimmlage kann den Bello oder die Mieze beruhigen.

Beschäftigung hilft ebenfalls: Spielen, kuscheln oder Leckerlis füttern – all das kann vom Sturmgeschehen ablenken. Suchspiele sind besonders geeignet, um die pelzigen Mitbewohner auszulasten.
Rückzugsorte schaffen
Wenn das Tier während eines Unwetters lieber im sicheren Versteck bleiben will, solltest Du es lassen. Ist noch kein geeigneter Rückzugsort vorhanden, kannst Du für den Hund oder die Katze eine Höhle bauen. Dafür kannst Du zum Beispiel Decken über Stühle hängen oder die gewohnte Transportbox aufstellen. Du solltest aber in Hörweite bleiben, denn Deine Anwesenheit Dein Tier beruhigen.



