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So klappt’s: Mit Deiner Katze Gassi gehen

„Komm mit, Gassi gehen!“ Gib es zu: Du denkst sofort an einen Hund, oder? Falsch gedacht, denn: Immer mehr Leute gehen auch mit ihrer Katze Gassi. Aber ist das wirklich ein Katzen-Hit, wie funktioniert es und was braucht man dazu? DeineTierwelt hat die Antworten.

Vermutlich ist es nicht der Hit, wenn die Katze Gassi gehen soll. Katzen sind nämlich eigenständig und freiheitsliebend. Andererseits: Eine Gassirunde an der Leine ist wohl besser als Stubenhockerei – und es soll Katzen geben, die sich tatsächlich mit dem Gassi gehen anfreunden können.

Mit der Katze mit Geschirr und Leine unterwegs

Wenigstens muss sich der Zweibeiner keine Sorgen machen, dass die Fellnase mit ihm Gassi geht – denn so kräftig kann keine Katze an der Leine ziehen. Vielmehr kann der Zug die Katze stören. Vor allem, wenn Mieze ein Halsband trägt – das wird beim Zug enger und drückt auf die Kehle. Wie unangenehm und wie einengend in der Freiheit. Da bleibt einem doch glatt die Luft und die Lust weg.

Besser ist daher ein Geschirr, bei dem der Druck gleichmäßig auf den Körper des Stubentigers verteilt wird. Leine und Geschirr sollten weich sein (zum Beispiel aus pflegeleichtem Nylon), um Hals und Brust gelegt werden und nicht zu eng anliegen, damit nichts drückt und scheuert. Die Passform sollte natürlich auch gewährleisten, dass die Fellnase nicht herausschlüpfen und ausbüxen kann.

Katze mit Geschirr und Leine.
Foto: pixabay.com/JulieK (Symbolfoto)

Training mit angenehmer Erfahrung

Am besten fängt man in der Wohnung an, die Katze an das Geschirr zu gewöhnen: Leg es Deiner Mieze an, wenn sie etwas Schönes erlebt, zum Beispiel beim gemeinsamen Spielen. Nimm es ihr danach wieder ab – so verbindet sie das Geschirr mit einer angenehmen Erfahrung.

Ganz wichtig: Zwinge sie nicht in das Geschirr hinein, sondern locke sie mit einem Leckerli voran und wenn sie den Kopf durch die Öffnung steckt, gibt es ein Leckerli. Stell sanft die Vorderbeine in die Geschirrlücken und schließe das Geschirr. Auch dann folgt wieder eine Belohnung.

Leckerlispur als Anreiz

Hat sich die Katze an das Geschirr gewöhnt, kannst Du ihr in der Wohnung die Leine anlegen. Auch an der Leine soll sie ein angenehmes Erlebnis haben: Führe Sie beispielsweise an einer Leckerlispur entlang. In bestimmten Abständen darf sie ein Leckerli finden und fressen – das ist Anreiz und Belohnung fürs Vorwärtsgehen zugleich.

Für den Anfang darf es eine schmale Nylon-Leine sein. Wenn das Training gut klappt, kannst Du auch eine Flexi-Leine für kleine Hunde verwenden. Aber: Vermeide ruckartige, heftige Stopps und die dazugehörigen Geräusche… Das könnte Deine Katze erschrecken und sie spielt nicht mehr mit.

Nehmt Euch Zeit für die Schnupper-Tour

Wenn das Indoor-Training klappt, geht es raus an die frische Luft: Nun darf die Katze Gassi gehen und Du darfst gespannt sein, wie ihr dieser beschränkte Freigang gefällt. Lass ihr Zeit beim Spaziergang, denn sie wird viel zu beobachten, zu schnuppern, zu markieren und zu staunen haben. Alles ist eine neue Erfahrung.

Und klar: Du musst Leckerlis dabeihaben, falls doch ein wenig Überredungskunst nötig sein sollte.

Wenn Katzen Gassi gehen, dann bitte mit Spaß

Wenn die Überredungskunst nichts hilft und sich die Katze sträubt, dann ist allerdings Schluss mit dem Spaziergang und dem Training. Denn wenn die Katze Gassi geht, dann sollte sie das gerne und mit sichtbarer Freude tun. Alles andere wäre mehr Qual als Spaß.

1 Kommentar

  1. Unser Kater geht von anfang an gassi und hat Spaß. Unsere Kätzin mag das nicht.
    Freigang ist hier an der vierspurigen Hauptverkehrsstraße leider nicht möglich und hat uns schon ein Katzenleben gekostet.

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