Mit ihren strahlend blauen Augen, ihrem eleganten Körper und dem liebevollen, intelligenten Wesen wird sie schnell Dein Herz erobern: Hier erfährst Du, was eine Siamkatze ausmacht und, ob die Rasse zu Dir passt.
Unverwechselbares Aussehen
Die Pfoten sind schmal, die Beine lang, der Körper schlank: Die Siamkatze zeichnet sich durch einen eleganten, mittelgroßen Körper aus. Somit ist sie nicht so stämmig wie die Britisch Kurzhaar oder etwa die Perserkatze. Auch die eher spitze, keilartige Kopfform ist charakteristisch für diese Rasse.
Siamesen haben zudem signifikant größere Ohren als viele andere Katzenrassen – allerdings immer noch proportional zum restlichen Körper. Die Ohren sind am Ansatz breit und aufrecht. Besonders markant sind außerdem die tiefblauen Augen, die leicht schräg und mandelförmig sind.
Außergewöhnliche Fellzeichnung der Siamkatze
Diese Rasse kannst Du ganz leicht an ihrer auffällig-schönen Farbe erkennen. Die Siamkatze ist nämlich Teilalbino. Sie ist weiß bis cremefarben und weist eine dunkle Pointierung an Gesicht, Ohren, Pfoten und Schwanz auf. Bis sich die Fellfarbe endgültig ausgebildet hat, dauert es circa neun Monate. Zwar gibt es mehr als 100 Farbvarianten, anerkannte Grundtypen sind aber die folgenden:
- Seal-Point (cremefarbenes Fell, dunkelbraune Abzeichen)
- Blue-Point (weißes Fell, blaugraue Abzeichen)
- Lilac-Point (weißes Fell, hellgraue Abzeichen)
- Chocolate-Point (elfenbeinfarbenes Fell, schokoladenbraune Abzeichen)
Das Deckhaar ist kurz, fein und liegt eng an. Die Siamkatze hat kaum Unterwolle. Katzenbesitzer dürfte das freuen, denn somit ist das Fell sehr pflegeleicht.

Haaren Siamkatzen?
Die Siamkatze ist für viele Allergiker geeignet. Denn sie verliert vergleichsweise wenig Haare, an denen sich allergieauslösende Proteine aus dem Speichel der Katze im Raum verteilen können. Das ist aber natürlich keine Garantie. Wer sich unsicher ist, sollte vorab im Tierheim, beim Züchter oder bei Bekannten testen, wie er auf das Tier reagiert.
Die Siamkatze im Steckbrief
- Herkunft: Thailand (früher Siam)
- Größe: mittelgroß
- Lebenserwartung: 14 – 20 Jahre
- Gewicht: 3 – 4 kg (Katze), 4 – 5 kg (Kater)
- Fell: Kurzhaarkatze, Dünnes Deckhaar, kaum Unterwolle, Pointierung an Gesicht, Ohren, Pfoten
und Schwanz - Fellfarben: Seal-Point, Blue-Point, Chocolate-Point, Lilac-Point
- Aussehen: strahlend blaue, mandelförmige Augen, eleganter Körperbau, keilförmiger Kopf, Ohren mit breitem Ansatz
- Wesen & Merkmale: anhänglich, teilweise eifersüchtig, dressierbar, gutmütig, aber durchsetzungsfähig, möchte beschäftigt werden
- Intelligenz: ?????
- Bewegungsdrang: ????
- Verspieltheit: ?????
- Anhänglichkeit: ????
- Anfängergeeignet: ? ? ???
- Kinderfreundlich: ????
- Hundefreundlich: ????
- Allergikergeeignet: ???
- Eignung für Wohnungshaltung: ???
- Besonderheiten:
- Spazierengehen an der Leine ist möglich
- „Hunde unter den Katzen“: Die Tiere lernen Tricks und lassen sich (bis zu einem gewissen Punkt) dressieren
- Es gibt einen traditionellen und einen modernen Typ dieser Rasse.
- Si und Am aus Disneys Film „Susi und Strolch“ sind Siamkatzen.
- Auch der Klavier- und Schlagzeug- spielende Shun Gon aus dem Film „Aristocats“ ist ein Siamkater.
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Herkunft und Entwicklung der Siamkatze
Der Ursprung der siamesischen Kurzhaarkatze ist unbekannt, wird aber im heutigen Thailand vermutet. Sie könnte von den Tempelkatzen des damaligen Siams (der frühere Name Thailands) abstammen. Dort wurden den Tieren spirituelle Kräfte zugeschrieben.
Die ersten Siamkatzen kamen Ende des 19. Jahrhunderts nach Europa. Sie erreichten Großbritannien als Mitbringsel eines Konsulgenerals. Das Zuchtpärchen (Pho und Mia) war ein Geschenk an seine Schwester Lilian Jane Veley. Diese Katzen wurden im Jahr 1885 gemeinsam mit ihren Jungen auf der ersten offiziellen Katzenausstellung im Crystal Palace in London gezeigt. Sechs Jahre später war Lilian Jane Veley Mitgründerin des Siamese Cat Club in Großbritannien.
Mitte des 20. Jahrhunderts erfreuten sich die Siamesen bei den Züchtern immer größerer Beliebtheit. Bald wurden schlankere Tiere bevorzugt. Durch selektive Zucht entstanden schmalere, zartere Katzen. Ursprünglich galt die Siamkatze in Thailand nämlich als kräftig und muskulös.

In den 1980er Jahren waren diese Katzen gänzlich aus Ausstellungen verschwunden. Einige Züchter setzten die Zucht der ursprünglichen Form fort, sodass letztlich zwei verschiedenen Rassen entstanden. So gibt es nun einen Unterschied zwischen Siam- und Thaikatze:
- Moderner Typ, die „Show-Style“ Siam: schlank, langbeinig, keilförmiger Kopf
- Traditioneller Typ, die Thaikatze: kräftiger als die moderne Siamkatze, rundlicherer Kopf
Zu Charakter und Eigenschaften der Siamkatze
Die Rasse gilt als eigenwillig, selbstbewusst und bisweilen dominant. Sie weiß, ihren eigenen Willen durchzusetzen. Auch wirst Du schnell merken, wenn sie gerade mit etwas nicht zufrieden ist.
Typische Anhänglichkeit
Aber auch die Liebe zu ihrem Halter zeigt die Siamkatze deutlich. Sie ist verglichen mit vielen anderen Hauskatzen sehr anhänglich. Es kann schon einmal vorkommen, dass sie Dir auf Schritt und Tritt durch die Wohnung folgt. Manche bezeichnen sie deswegen sogar als „Hundskatze“. Weitere Merkmale der Siamkatze:
- verschmust
- verspielt
- mag Körperkontakt
- menschenbezogen
- sensibel
Dieses Wesen ist der Grund, warum die Siamkatze als Therapietier bei behinderten Kindern oder Demenzpatienten eingesetzt wird.
Intelligenz und Beschäftigung
Es handelt sich bei dieser Katzenrasse häufig um hochintelligente und anspruchsvolle Tiere. Sie lernt sogar zu apportieren, geht an der Leine und Du kannst mit ihr kleine Agility-Aufgaben üben. Das ist auch wichtig, denn die Rasse möchte beschäftigt werden.
Bis ins Erwachsenenalter zeigt die Siamkatze ein Verhalten wie ein junges Kätzchen. Ihre Neugierde und Aktivität zeichnen sie in Liebhaberkreisen aus. Mangelt es dem Tier an Beschäftigung, sucht es sich in der Regel selbst welche – nicht immer zur Freude ihres Menschen.
Siamkatze: Haltung und Pflege
Sie zählt zu den eher anspruchsvollen Rassen. Deshalb sollten Erstkatzenhalter sich gut überlegen, ob sie sich eine Samtpfote anschaffen möchten. Zudem sollten sie sich vorher intensiv mit den Anforderungen auseinandersetzen, die die Siamkatze an ihre Besitzer stellt. Schließlich möchten sie sich mit dem temperamentvollen Tier im Haus ja nicht überfordert fühlen.
In der Regel handelt es sich nämlich um aktive, energiegeladene Tiere. Zudem zählt die Siamkatze zu den redseligen und stimmgewaltigen Vertretern unter den Katzenrassen.
Tipp: Die Ernährung der Siamkatze unterscheidet sich kaum von anderen Rassen. Du kannst ihr hochwertiges Nass- oder Trockenfutter geben und ihr mit frischem Fleisch (Rind oder Geflügel) etwas Gutes tun. Allerdings solltest Du wissen, dass diese Rasse als trinkfaul gilt. Du solltest also darauf achten, dass sie ausreichend Flüssigkeit aufnimmt.
Viel Platz für Siamesen
Die Siamkatze kannst Du als Freigänger halten, aber auch in einer großen Wohnung mit Balkon fühlt sie sich wohl. Oft ist Wohnungshaltung sogar besser geeignet, denn die Rasse zeichnet sich durch eine eher schlechte Nachtsicht und dünnes Fell aus.
In der Wohnung benötigen Siamesen dann aber genügend Beschäftigungs-, Spiel- und Klettermöglichkeiten. Ein großer Kratzbaum gehört da zur Grundausstattung.

Tipp: Die siamesische Kurzhaarkatze ist weniger nachtaktiv als andere Rassen. Das liegt unter anderem Tapetum Lucidum, einer Schicht hinter oder direkt in der Netzhaut im Auge. Sie sorgt normalerweise für eine verbesserte Sicht bei Dämmerung und bei Nacht, ist bei der Siamkatze aber wenig ausgeprägt. Gelegentlich hat diese Rasse außerdem Gehörschwierigkeiten.
Schenke Deinem Stubentiger Aufmerksamkeit
Im Verhältnis zu anderen Katzenrassen fordert die Siamkatze oft Aufmerksamkeit ihres Halters ein. Ihre Kontaktfreudigkeit wird von vielen Haltern sehr geschätzt. Auch ist sie nicht gerne allein. Du solltest der Siamkatze also viel Zeit widmen können oder sie mit anderen Katzen halten. Allerdings solltest Du sicherstellen, dass das Wesen der Samtpfoten zueinander passt.
Unkomplizierte Fellpflege
Wie die Burma hat auch das Fell der Siamkatze keine Unterwolle, daher ist es eher pflegeleicht. Lose Haare kannst Du durch wöchentliches Kämmen entfernen.
Typische Krankheiten
Die Siamkatze hat in der Regel eine hohe Lebenserwartung. Allerdings können verschiedene Erbkrankheiten vorkommen, die durch eine verantwortungsvolle Zucht jedoch auszuschließen sind.
Tipp: Achte daher darauf, dass Du Deine Siamkatze von einem verantwortungsvollen Halter oder einem seriösen Züchter kaufst. Überprüfe die Papiere und sieh Dir an, ob das Kätzchen in einer artgerechten Umgebung aufgewachsen ist.
Krankheiten, die erblich bedingt auftreten können, sind etwa:
- Missbildung von Gliedmaßen
- Angeborenes Nierenleiden (vor allem bei Katern)
- Hypertrophe Kardiomyopathie
- Froschsyndrom (Missbildung des Brustkorbs)
- Leber- und Darmkrebs
Außerdem gibt es eine Reihe von Verhaltensstörungen, die möglicherweise erblich sein können. Dazu gehören:
- Übersteigerte Angst, Schreckhaftigkeit
- Aggressivität
- Herauszupfen von Haaren



