Sex unter Tieren ist oftmals skurril: Von Gottesanbeterinnen, die den Männchen während des Akts den Kopf abbeißen, bis zu Giraffen, die vor dem Verkehr den Urin der Partnerin trinken – die Praktiken im Tierreich könnten unterschiedlicher nicht sein. Doch wie lange paaren sich die unterschiedlichen Tierarten eigentlich? DeineTierwelt sagt es Dir.
Beuteltiere sterben für Sex
Bei vielen Tierarten dauert der Geschlechtsverkehr nur wenige Sekunden lang – anders bei der Grauen Breitfußbeutelmaus. Die Art ist in Australien heimisch und lebt förmlich für den Sexualakt: Sobald die Männchen geschlechtsreif sind, beginnen sie mit der Paarung.
Dafür versuchen sie, sich mit so vielen Weibchen wie möglich fortzupflanzen, was schonmal bis zu 14 Stunden lang dauern kann. Der Akt zehrt jedoch so sehr an den Kräften des Beuteltiers, sodass irgendwann ihr Immunsystem versagt und die Tiere nach der Paarung sterben.
Die Klapperschlange hat Ausdauer
Ein weiterer Teilnehmer im Rennen um den längsten Paarungsakt ist die Klapperschlange: Ihr Liebesspiel kann häufig Stunden dauern. Den Rekord hält ein Klapperschlangen-Paar, das ganze 23 Stunden und 15 Minuten lang Sex hatte, während Forscher den Reptilien nicht von der Seite wichen, berichtet die Webseite „Ned Hardy“.
Die Stabheuschrecke macht es wochenlang
Die Stabheuschrecke belegt im Rennen um den längsten Sex im Tierreich garantiert den zweiten Platz. Für die Fortpflanzung wählt das Männchen nämlich ein Weibchen aus und haftet sich an dessen Rücken. Dort verweilt es mitunter zehn Wochen lang und befruchtet seine Partnerin immer und immer wieder.

Der ungewöhnlich lange Paarungsakt hat vermutlich eine ganz logische Erklärung: Es wird vermutet, dass das Männchen so nah beim Weibchen bleibt, um Konkurrenten fernzuhalten, berichtet „Planet Wissen“.
Dieser Fisch hat am längsten Sex
Der unangefochtene Rekordhalter in Sachen Dauer-Sex unter Tieren ist aber auf jeden Fall der Tiefsee-Anglerfisch: Diese Familie von Fischen, zu der auch der Seeteufel gehört, ist selten zu sehen – kein Wunder, die Tiere leben schließlich in 300 Metern Tiefe.
Die Fortpflanzung der Fische ist ebenfalls „anders“. Dafür heftet sich das Männchen nämlich an das Weibchen und verschmilzt regelrecht mit ihr. Der weibliche Körper nimmt den männlichen nach und nach in sich auf, bis das Männchen nur noch als Sperma-Spender fungiert, heißt im Magazin „Science“.
Dieser Akt kann Jahre dauern und endet häufig im Tod beider Fische. Mit dem jahrelangen Sex sichert sich der Tiefsee-Anglerfisch aber den ersten Platz im „Wer hält am längsten durch“-Ranking…



