Über die Selkirk Rex
AllgemeinesGröße: Mittelgroß Fell-Länge: Kurzhaarkatze und Langhaarkatze (gewellt bis gelockt) Farben: Alle Farben Gewicht: 3,0 bis 7,0 Kilogramm |
Haltungsempfehlung
Das Fell der Selkirk Rex benötigt in der Regel keine spezielle Pflege, sollte aber wie bei allen Katzenrassen gelegentlich gebürstet werden. Die Rasse gilt als robust, allerdings gibt es verschiedene erblich bedingte Krankheiten. Diese können jedoch durch eine verantwortungsvolle Zucht ausgeschlossen werden. Freigang ist meist kein Problem. In der Wohnung benötigt die Selkirk Rex die Gesellschaft eines Artgenossen und genügend Spiel- und Beschäftigungsmöglichkeiten.
Die Selkirk Rex ist für ihr gewelltes oder gelocktes Fell bekannt. Auch ihre Schnurrhaare sind gelockt. Von anderen Rex-Rassen, wie der Devon Rex oder Cornish Rex, unterscheidet sie sich durch ihre Fell-Länge. Außerdem sind bei ihr alle Haararten vorhanden. Sie verfügt also über die sogenannten Grannen- und Leithaare sowie Unterwolle. Von der Selkirk Rex gibt es sowohl eine Langhaar- als auch eine Kurzhaarvariante. Eine weitere Katzenrasse mit gelocktem Fell ist die LaPerm, die jedoch nicht zu den Rex-Rassen zählt.
Im Jahr 1987 wurde in den USA in einem gewöhnlichen Hauskatzenwurf ein Kätzchen mit gelocktem Fell und gekräuselten Schnurrhaaren entdeckt. Die Perserkatzenzüchterin Jeri Newma nahm das Kätzchen auf, nannte es Miss Depesto of Noface und entschloss sich mit ihm eine neue Zucht zu beginnen. Doch zunächst musste noch ein neuer Name für die neue Rasse her. Da „Rex“ eine geläufige Bezeichnung für gewelltes oder gelocktes Fell ist, lag es nahe, dies mit einfließen zu lassen. Den Namen „Selkirk“ wählte die Züchterin angeblich zu Ehren ihres Schwiegervaters.
Ein Jahr später verpaarte sie die Katze mit einem schwarzen Perserkater, woraufhin Miss Depesto of Noface sechs Kitten zur Welt brachte. Drei dieser Kitten hatten die Locken ihrer Mutter geerbt. Schon bei dieser Verpaarung wurde klar, dass es sich bei dem lockigen Fell um eine Mutation handelte, die dominant vererbt wird. Es ist also nicht nötig, dass beide Elterntiere lockiges Fell haben. Bei der Cornish Rex, der German Rex und der Devon Rex wird das Fell hingegen rezessiv vererbt.
Bis heute wurde die Selkirk Rex nicht von der FIFé anerkannt und ist eine relativ seltene Rasse. Um ihren Genpool zu erweitern, darf sie mit Perserkatzen, der Exotic Shorthair oder auch der Britisch Kurzhaar verpaart werden. Die CFA erkannte die Rasse im Jahr 2000 an, verbot zehn Jahre später Verpaarungen mit Perserkatzen und untersagt ab 2015 auch Verpaarungen mit anderen Katzenrassen.
Rassespezifische Charakterzüge
Die Selkirk Rex gilt als aktive Katze, die ihrem Menschen gerne nahe ist. Für diese Anhänglichkeit wird sie von Liebhabern der Rasse geschätzt. Genau wie die Türkisch Angora wird sie häufig als sogenannte „Hundskatze“ bezeichnet, da sie dazu neigt ihrem Halter auf Schritt und Tritt zu folgen. In der Regel ist die Selkirk Rex eine Katze mit ruhigem und sanftem Gemüt, dennoch hat sie gegen gelegentliches Toben mit Katzenspielzeug meist nichts einzuwenden.
Haltung und Pflege
Die Selkirk Rex ist trotz ihres gelockten Fells in der Regel nicht pflegeintensiver als andere Katzenrassen. Einige Quellen berichten jedoch, dass eine reinerbige Selkirk Rex zu öligem Fell neigen könnte. Sollte dies der Fall sein, muss die Katze unter Umständen gebadet werden. Sowohl Freigang als auch Wohnungshaltung sind möglich. In der Wohnung benötigt die Selkirk Rex einen großen Kratzbaum und vor allem bei Berufstätigen einen passenden Katzenpartner.
Die Selkirk Rex gilt als wenig krankheitsanfällig, durch Verpaarungen mit Persern oder anderen Rassen können jedoch verschiedene Erbkrankheiten auftreten. In der Regel sind diese durch seriöse Zucht auszuschließen. Krankheiten, an denen die Selkirk Rex erblich bedingt leiden kann, sind beispielsweise die Polyzistische Nierenkrankheit oder Hypertrophe Kardiomyopathie (eine Herzerkrankung).
Sind Rex-Katzen Qualzuchten?
Die Ural-Rex hat sowie weitere Rex-Katzen Merkmale, die aufgrund ihrer Ausprägung als Qualzucht-Rassen gelten können. Darunter unter anderem ihre Fellstruktur, welche gewellt oder sogar lockig ist. Auch ihre Tasthaare sind nämlich gekräuselt und dadurch quasi unbrauchbar. Da diese jedoch Teil ihrer Sinnesorgane sind, ist durch ihre Beschaffung eine Einschränkung gegeben, die ihr das Leben erschwert.



