Über die Seidenhühner
Auch wenn die Herkunft der Seidenhühner nicht endgültig geklärt ist, deuten viele Quellen daraufhin, dass diese Hühnerrasse ursprünglich aus Asien stammt und schon seit vielen Jahrhunderten existiert. Als erste schriftliche Überlieferung wird oftmals ein Reisebericht von Marco Polo erwähnt, in welchem von schwarzen, katzenhaarigen Hühnern die Rede ist.
Aber ganz gleich, wo die fast flauschig wirkenden Hühner herkommen: Sie erfreuen sich heutzutage insbesondere bei Hobbyzüchtern oder bei privaten Hühnerhaltern besonderer Beliebtheit. Das kann unter anderem an den zahlreichen Besonderheiten des Seidenhuhns liegen.
Zum einen sind die Vertreter dieser Rasse etwas kleiner als die meisten anderen Haushuhnrassen. So bringt der Hahn nur bis zu 1,7 Kilogramm und die Henne gerade einmal 1,4 Kilogramm auf die Waage. Zum anderen – und dies ist wohl das auffälligste Merkmal – haben Seidenhühner ein besonderes Gefieder, das fast wie ein plüschiges Fell auszusehen scheint. Das liegt daran, dass den Federn die Häkchen fehlen und sie dadurch ‚ausgefranst‘ erscheinen. Eine weitere Einzigartigkeit: Die Seidenhühner haben eine bläulich-schwarze Haut (ebenso gefärbte Knochen und Organe) und sie haben im Gegensatz zu anderen Haushühnern eine fünfte Zehe – auch, wenn diese nicht den Boden erreicht.
Die Füße sind zudem mit leichter Befiederung und der Kopf ist von einem Schopf bedeckt. Zudem haben die Hühner dieser Rasse türkisfarbene Ohrscheiben. Neben all diesen besonderen Merkmalen gibt es sie noch mit oder ohne Bart und in zehn Farbschlägen: Blau, Gelb, gesperbert, perlgrau, Rot, Schwarz, silberwildfarbig, splash, Weiß, wildfarbig.
Und wer noch mehr Auswahl möchte, kann sich noch zwischen zwei verschiedenen Größen entscheiden. So gibt es die schon recht kleinen Seidenhühner nämlich auch in einer gerade einmal circa 600 Gramm schweren Zwergvariante. Die Zwerg-Seidenhühner legen sogar rund 20 bis 40 mehr Eier, als ihre großen Verwandten.
Wer nun denkt solche speziellen und äußerlich einzigartigen Hühner würden sehr anspruchsvoll in der Haltung sein, liegt falsch. Zwar brauchen auch die Seidenhühner einen geeigneten Stall und genügend Auslauf, aber an sich sind sie sehr robust und aufgrund ihrer Seidenfiedrigkeit können sie nicht fliegen. Die Umzäunung kann also entsprechend etwas niedriger ausfallen.
Zudem ist die asiatische Hühnerrasse zutraulich, freundlich und sehr fürsorglich, wenn es ums Brüten und die Aufzucht ihrer Küken geht. Nur Regen schätzen sie aufgrund ihres fransigen Gefieders weniger.




Hallo.
Wie unterscheiden sich Japanische von Chinesischen-Seidenhühnern?
Mit freundl.Gruß Josef
Hallo Josef,
das chinesische Seidenhuhn wird auch „siamesisches Seidenhuhn“ genannt. Die beiden Arten lassen sich durch ihre Hautfarbe unterscheiden.
Das japanische Seidenhuhn hat eine sehr dunkle Haut und das chinesische/siamesische Seidenhuhn eine eher helle Haut.
Liebe Grüße, Vivian.