Ganz egal wie man zu schwarzen Katzen steht, also ob man diese liebt oder sich eher vor ihnen fürchtet, diese Tiere lassen eigentlich niemanden kalt. Und so verschieden ist auch der Umgang mit der schwarzen Katze in verschiedenen Kulturen.

So ist die schwarze Katze in Großbritannien zumeist ein Glücksbringer. So glaubt man dort, dass es Glück bringt, wenn eine schwarze Katze auf jemanden zuläuft (nur, dass sie das Glück wieder mit sich fort nimmt, wenn sie sich von einem wegbewegt) und in Schottland soll die Begegnung mit einer schwarzen Katze ein Garant für Wohlstand sein. Außerdem galt eine schwarze Katze auf Schiffen als gutes Omen für die sichere Heimkunft derselben, weshalb nicht nur die Seefahrer selbst, sondern auch ihre Frauen zu Hause sich gerne mit schwarzen Katzen umgaben. Während schwarze Katzen auch in Asien und Neuseeland als Glücksbringer gelten, hält man sie in vielen anderen Ländern der Welt und auch hierzulande bis heute oft als Ünglücksbringer – ein Aberglaube, der noch aus dem Mittelalter stammt, wo schwarz als die Farbe des Teufels galt und man Katzen generell für die üblichen Gefährten von als Hexen verschrienen Frauen hielt und diese oft zusammen mit ihren Frauchen auf dem Scheiterhaufen verbrannte.
Doch nun wollen wir uns von diesem uralten, abergläubischen Gedankengut wegbewegen und die schwarze Katze einmal von einem rationalen Blickwinkel aus betrachten, was sicher ein paar bisher unbekanntere Fakten über diese Tiere zum Vorschein bringen wird.
- Wusstest Du schon, dass nicht alle schwarzen Katzen wirklich ganz schwarz sind? Der Grund dafür, dass manche auf den ersten Blick schwarzen Katzen bei entsprechender Beleuchtung einen leicht rötlichen Schimmer haben, ist in der Vererbungslehre zu finden; denn paaren sich zwei schwarze Tiere mit dominant vererbter schwarzer Fellfarbe, sind auch die dabei entstandenen Kätzchen ganz reinschwarz. Trägt jedoch ein Elterntier eine gewisse erbliche Veranlagung für eine Rotfärbung in sich, so ist diese zwar oft nicht sofort auszumachen, kommt aber im richtigen Licht durchaus zum Tragen.
- Wusstest Du schon, dass die Farbe schwarz etwas öfter an männliche als an weibliche Katzen vererbt wird?
- Wusstest Du schon, dass es allem Aberglauben zum Trotz eine Katzenrasse gibt, die jahrzehntelang konsequent darauf hin gezüchtet wurde, nur schwarze Katzen hervorzubringen. Diese Rasse, deren Vertreter eher klein und stets tiefschwarz sind und dazu in der Regel faszinierende goldende oder kupferfarbene Augen haben, heißt „Bombay Katze“.
- Und zum Schluss eine ziemlich erschütternde Tatsache: schwarze Katzen sitzen oft deutlich länger im Tierheim bis sie endlich vermittelt werden als anders gefärbte Katzen. Dies könnte zwar noch an dem alten Aberglauben und einer daraus resultierenden unterschwelligen Angst in der Bevölkerung (übrigens vieler Länder der Erde) liegen, oder aber einfach daran, dass hellere oder bunte Tiere im Allgemeinen einfach freundlicher und damit vertrauenserweckender aussehen als schwarze. Denn die schleppende Vermittlung schwarzer Tiere ist nicht nur auf Katzen beschränkt, sondern betrifft auch auf andere Tiere, wie beispielsweise Hunde.



