Die Welt der Tiere ist unfassbar vielfältig – und manchmal echt sonderbar. Jede Art ist perfekt an ihre Umwelt angepasst. Das macht Tiere zu echten Überlebenskünstlern. Und einige von ihnen haben Fähigkeiten, von denen die meisten Menschen keine Ahnung haben. Aber das macht die Vierbeiner nur umso faszinierender, oder?
Hier kommen zehn Tier-Fakten, die Du garantiert noch nicht kanntest:
1. Krähen erkennen Menschen wieder
Krähen und Raben können sich Gesichter merken. Das entdeckten Biologen der University of Washington schon vor rund zwanzig Jahren. Die Forscher setzten verschiedenen Personen die Maske des damaligen US-Vize-Präsidenten Dick Cheney auf und ließen diese die Vögel mit Netzen fangen. Auch nach vielen Jahren erkannten die Krähen die Gefahr und warnten ihre Artgenossen. Traten die Versuchspersonen unmaskiert auf, ignorierten die cleveren Tiere sie.
2. Nilpferdschweiß schützt vor Sonnenbrand
Nilpferde schwitzen Sonnencreme: Die Dickhäuter sondern ein schweißähnliches, rotes Sekret ab, dass die Körpertemperatur reguliert und vor UV-Strahlung schützt. Der zähe Schleim hat zudem eine antibiotische Wirkung. Schon in sehr geringen Konzentrationen wird das Wachstum von Krankheitserregern gehemmt. Ein echtes Wunder der Natur.

3. Pinguine begehen Suizid
Pinguine begehen Selbstmord – und keiner weiß, warum. Wissenschaftler beobachten regelmäßig, dass sich ein Kaiserpinguin von seiner Kolonie abwendet und allein dem sicheren Tod entgegenwandert, fast wie ein Zombie. Weg von Nahrung, Wasser und der Sicherheit der Gruppe.
Die vorherrschende Meinung unter Wissenschaftlern: Die Tiere leiden an Depressionen und begehen so Suizid. Weitere mögliche Erklärungen für das sonderbare Verhalten sind Infektionen, die einen Hirntumor verursachen. Die genaue Ursache für die geradezu wahnsinnigen Alleingänge der Polarvögel ist aber noch nicht erforscht.

4. Libellen stellen sich tot, um sexueller Belästigung zu entgehen
Weibliche Libellen stellen sich tot, um unerwünschte sexuelle Avancen zu unterbinden. Das beobachtete ein Forscher der Uni Zürich. Fühlen sie sich von männlichen Artgenossen verfolgt, lassen sie sich urplötzlich im Flug auf den Boden fallen und bleiben regungslos auf dem Rücken liegen. Erst wenn die Gefahr vorbei ist, fliegen sie weiter.
5. Faultiere brauchen Hilfe bei der Partnersuche
Faultiere sind buchstäblich zu faul, sich einen Partner zu suchen. Deshalb machen weibliche Faultiere während der Paarungszeit mit Schreien auf sich aufmerksam. Hört ein Männchen die Rufe, bewegt es sich in ihre Richtung, um sich fortzupflanzen – in seiner ganz eigenen Höchstgeschwindigkeit selbstverständlich.

6. Geier pinkeln auf ihre Füße
Geier urinieren auf ihre eigenen Beine und Füße. Das sorgt an heißen Tagen für Abkühlung. Außerdem hilft den Greifvögeln ihr Urin, um Bakterien oder Parasiten abzutöten, die sie beim Gehen durch Kadaver oder beim Sitzen auf toten Tieren aufgenommen haben.
7. Hähne stellen sich beim Krähen kurz taub
Warum werden Hähne von ihrem eigenen Krähen nicht taub? Das fand ein Forscherteam aus Antwerpen heraus. Die Vögel mit dem ohrenbetäubenden Organ dichten beim Öffnen des Schnabels mit einem kleinen Teil des Kiefers ihren Gehörgang ab. Zudem legt sich Gewebe über das Trommelfell. Sie schützen sich sozusagen mit integrierten Ohrstöpseln vor der bis zu 140 Dezibel starken Schallintensität.

8. Biber-Hintern in Speiseeis
Biberhintern-Aroma zählte lange zu den Zutaten für Eiscreme. Bibergeil, wie sich das Analdrüsen-Produkt der Nager nennt, wurde einst als Geschmacksersatz für Vanille verwendet. Heute wird das allerdings kaum noch gemacht. Denn um das Bibergeil zu gewinnen, musste das Tier getötet werden. Anschließend wurden ihm die Drüsen entnommen und rauchgetrocknet. Da der Biber in unseren Breiten zu den streng geschützten Arten gehört, ist das nicht mehr erlaubt.
9. Walrufe können Menschen töten
Der Ruf eines Pottwals ist so laut, dass die Schallwellen einen Menschen töten könnten, wenn er in die Nähe des Wals schwimmt. Mit Klicklauten von bis zu 230 Dezibel wehren sich die Meeresriesen gegen Angreifer. Für Menschen wird Schall ab 180 Dezibel lebensgefährlich, weil die Lungenbläschen platzen.

10. Gürteltiere nutzen Eingeweide als Schwimmflügel
Gürteltiere können ihre Eigenweide als Schwimmflügel verwenden. Um einen Fluss zu überqueren, blasen die gepanzerten Vierbeiner ihren Magen und weitere Eingeweide mit Luft auf und können sich so minutenlang unter der Wasseroberfläche bewegen. Die Nasenlöcher dienen als Schnorchel. Da sie bis zu sieben Minuten die Luft anhalten, überqueren sie Flüsse manchmal aber auch kriechend auf dem Grund.
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