Über die Savannah
AllgemeinesGröße: Groß Fell-Länge: Kurzhaarkatze Farben: Schwarz, Schwarz-getupft, Schwarz-Silber-getupft und Black-Smoke Gewicht: bis 12 Kilogramm |
Haltungsempfehlung
Die Savannah stammt ursprünglich vom Serval ab. Deshalb ist die Wohnungshaltung der aktiven und exotischen Katzenrasse nur eingeschränkt zu empfehlen. Für den Besitz einer Savannah der ersten Generation benötigt man sogar die Erlaubnis eines Amtstierarztes sowie ein möglichst großes und sicheres Außengehege. Savannahs der F4 bis F6 Generation sind bereits etwas einfacher zu halten. Sie brauchen jedoch trotzdem viel Aufmerksamkeit, Platz und zahlreiche Beschäftigungsmöglichkeiten, damit ihnen nicht langweilig wird und sie sich vollkommen ausgelastet fühlen.
Die Savannah ist eine verhältnismäßig neue Katzenrasse. Wie die Bengal zählt sie zu den Hybridrassen und entstand durch eine Verpaarung von Hauskatzenrassen mit Wildkatzen (in diesem Fall Serval).
Heute ist die Savannah eine von der TICA (International Cat Association) anerkannte Rasse. Bis dahin war es jedoch ein weiter Weg. Die erste Verpaarung einer Serval mit einer domestizierten Katze der Rasse Siam fand in den 1980er Jahren statt und resultierte in einem Kätzchen. Patrick Kelley, ein Liebhaber exotischer Katzenrassen, kaufte ein solches Kitten 1989. Es brauchte jedoch einiges an Überzeugungsarbeit, bis die Zucht der außergewöhnlichen Rasse Mitte der 90er Jahre so richtig ins Rollen kam.
Da die Kater in den ersten Zuchtgenerationen häufig steril waren, wurden immer wieder Hauskatzenrassen wie die Ägyptische Mau, Ocicat, Orientalisch Kurzhaar, die Bengal und sogar Maine Coons eingekreuzt.
Mittlerweile gibt es jedoch genügend fruchtbare Savannah-Kater, sodass die Verpaarung von Savannahs vielfach zum Standard geworden ist.
Rassespezifische Charakterzüge
Savannahs gelten als freundliche, gesellige Katzen, welche sich mit anderen Haustieren gut vertragen und auch schnell Freundschaft mit Kindern schließen. Sie sollen Menschen häufig mit liebevoll gemeinten Kopfnüssen begrüßen oder sich in einem unerwarteten Moment auf Sie stürzen, um „Hallo“ zu sagen. Häufig wird zudem berichtet, dass sie ihrem Menschen in hundeähnlicher Weise von Raum zu Raum im Haus folgen.
Wie aufgeschlossen eine Savannah auf Menschen, andere Katzen oder Hunde reagiert, hängt in der Regel vom Sozialisierungsgrad, aber auch der jeweiligen Zuchtgeneration (das heißt, wie viel Wildkatze steckt in der Savannah) ab.
Es heißt, Savannahs sind sehr neugierig sowie intelligent. Einige Rassevertreter bringen sich sogar bei, wie man Türen und Schubladen öffnet. Auch wird immer wieder von ihrer großen Wasserliebe berichtet – viele spielen mit oder im Wasser. Manche Savannahs lernen zudem das Apportieren und gehen bei früher Gewöhnung an der Leine.
Haltung und Pflege
Die Savannah-Haltung unterliegt gesetzlichen Vorgaben. Wer sich eine Savannah der ersten Generation anschaffen möchte, sollte sich darüber im Klaren sein, dass er zunächst die Erlaubnis eines Amtstierarztes einholen muss. Der offiziell von der TICA (International Cat Association) anerkannte Rassestandard ist beispielsweise erst mit der F4 bis F6 Generation erreicht.
Savannahs der ersten Generation dürfen rechtlich gesehen auch keinen freien Ausgang haben, sondern müssen in einem Gehege leben. Für genauere Informationen sollten sie unbedingt einen Amtstierarzt konsultieren.
Insgesamt eignet sich die Savannah nur eingeschränkt für die Wohnungshaltung. Wer sich dennoch dafür entscheidet, benötigt viel Platz und einen großen und stabil befestigten Kratzbaum. Darüber hinaus braucht eine Savannah viele Beschäftigungsmöglichkeiten und sollte möglichst selten allein gelassen werden, da sie sich schnell zu langweilen beginnt.



