HomeRatgeberAchtung, giftig: Riesenbärenklau mit Hund und Katze meiden

Achtung, giftig: Riesenbärenklau mit Hund und Katze meiden

Leicht zu übersehen, jedoch hochgiftig für Hunde und Katzen: Riesenbärenklau. Das Unkraut, auch Bärenkralle oder Herkuleskraut genannt, sollte nicht in die Nähe Deiner Fellnase kommen.

Die bis zu drei Meter hohe Pflanze wächst besonders häufig auf feuchten Böden an sonnigen Standorten, kann aber auch im Halbschatten vorkommen. Sie fällt durch ihre weißen, gefächerten Blüten auf. Der Riesenbärenklau blüht von Juli bis September. Was die Pflanze besonders gefährlich für Hunde und Katzen macht: Die bloße Berührung mit Stamm und Blattstielen kann schwere Symptome hervorrufen.

Dr. Sabrina Karl, Heimtier-Expertin und Diplom-Biologin bei „Vier Pfoten“ erklärt: „Der Riesenbärenklau stellt eine ernstzunehmende Gefahr für unsere Heimtiere dar. Durch seinen giftigen Pflanzensaft kann er bei Kontakt in Verbindung mit Sonnenlicht schwere Hautreaktionen und andere gesundheitliche Beschwerden auslösen.“

Umso wichtiger sei es, bei jedem Spaziergang die Aufmerksamkeit beim Hund zu haben und ihn gegebenenfalls anzuleinen. Auch Freigängerkatzen sollten nach ihren Streifzügen genau beobachtet werden.

Herkuleskraut ist gitftig für Hunde und Katzen
Foto: pixabay.de/Hogweed (Symbolfoto)

Gefährliche Reaktionen beobachten

Vorhin ging es Deinem Vierbeiner noch gut und kaum seid ihr wieder zuhause, fängt er an sich überall zu kratzen? Das ist nur eines der vielen Symptome.

Worauf Du noch achten musst:

  • schmerzhafte Blasenbildung
  • Schwellungen
  • Geschwüre an Mund und auf der Haut
  • Verbrennungen
  • Juckreiz

Hat Dein Hund oder Deine Katze am Riesenbärenklau geschnüffelt oder geleckt, können folgende Symptome hinzu kommen:

  • Erbrechen
  • Durchfall
  • vermehrter Speichelfluss
Nahaufnahme eine grau weißen Katze in freier Natur
Foto: freepik.com/wirestock (Symbolbild)

Freigängerkatzen, die viel Zeit in der Natur verbringen, solltest Du besonders aufmerksam im Blick behalten. Das Problem: Katzen sind Meister darin, Schmerzen oder Unwohlsein zu verbergen. Sie zeigen Symptome oft erst spät oder gar nicht sichtbar.

Wenn sie sich nach ihren Streifzügen ungewöhnlich zurückziehen, viel kratzen oder sich in dunklen Ecken verstecken, kann das ein Hinweis darauf sein, dass etwas nicht stimmt. Gerade deshalb ist es wichtig, auf kleinste Veränderungen im Verhalten zu achten – denn oft ist nicht nachvollziehbar, wie lange ein Kontakt mit dem Gift bereits zurückliegt.

Schnell handeln bei Symptomen

Wenn Du Dir sicher bist, dass die Symptome vom Riesenbärenklau herrühren, dann handle so schnell wie möglich.

Das kannst Du tun:

  • möglich mit Wasser abwaschen
  • vor Sonneneinstrahlung schützen um Symptome zu lindern
  • gründlich untersuchen lassen in Deiner Tierarztpraxis

Tipp: Die „Vier Pfoten“-Expertin Dr. Sabrina Karl empfiehlt, betroffene Hautstellen zukünftig mit einem Sonnenschutzmittel zu pflegen.

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Beim Verdacht auf Kontakt mit Riesenbärenklau zählt jede Minute. Je früher Du handelst, desto besser stehen die Chancen auf eine schnelle Genesung. Ein wachsames Auge kann hier entscheidend sein – bei Freigängern, die ihre Beschwerden gut verbergen – und Hunden, die überall schnüffeln wollen.

Nicht nur der Riesenbärenklau macht Hunden und Katzen zu schaffen – auf diese Pflanzen musst Du im Sommer noch achten.

Wichtiger Hinweis
Unsere Ratgeber ersetzen nicht die veterinärmedizinische Beratung bei Deinem Tierarzt. Sie dienen lediglich der Information und sollen einen Überblick über Krankheiten, Verletzungen und deren Behandlung liefern. Wenn Dein Tier Symptome zeigt, die auf Verletzungen, Krankheiten oder Unwohlsein hinweisen, solltest Du unbedingt eine Tierarztpraxis oder eine Tierklinik aufsuchen.

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