Pudel – Ein Hund in allen Größen und Farben

Über den Pudel

Allgemeines

FCI-Gruppe 9: Gesellschafts- und Begleithunde

Sektion 2: Pudel

Größe: 45 bis 60 Zentimeter (Großpudel); 35 bis 45 Zentimeter (Kleinpudel); 28 bis 35 Zentimeter (Zwergpudel); unter 28 Zentimeter (Toypudel)

Farben: Schwarz, Weiß, Braun, Grau, Apricot, Rotfalb

 

Haltungsempfehlung: Der Pudel kann in der Wohnung gehalten werden, braucht aber täglich genügend Auslauf. Sein Bewegungs- und Lerndrang ist ziemlich hoch, weshalb Hundesport empfehlenswert ist. Er ist als Familien-, Gesellschafts-, Rettungs-, Schutz- oder Blindenführhund geeignet. Auch als Anfängerhund lässt er sich empfehlen.

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Wenn man an den Pudel denkt, hat so mancher einen frisierten, edlen Gesellschaftshund vor Augen, der an der Seite von Frauchen an den Edel-Boutiquen entlang stolziert. Zwar gibt es auch solche Pudel und tatsächlich wirken die Vierbeiner besonders edel und leichtfüßig im Gang – der ursprüngliche Pudel war jedoch ein Jagdhund, der wohl mit den französischen Wasserhunden verwandt war.

Daher kommt auch die Redewendung „wie ein begossener Pudel“ – denn die Vierbeiner mit dem gelockten Fell wurden hauptsächlich dafür genutzt, geschossenes Wild oder Vögel aus dem Wasser zu apportieren. Woher der Pudel allerdings genau stammt, wann er erstmals auftauchte oder in welchem Land seine Ursprünge liegen: All das ist nicht dokumentiert und somit nicht mehr eindeutig belegbar.

Erst seit dem 19. Jahrhundert, als die Pudelzucht richtig begann, kann man den Weg dieser Hunderasse nachvollziehen. So gab es damals zunächst nur zwei Größen: den Groß- und den Kleinpudel. Auch die Farbvielfalt war beschränkt auf Schwarz, Weiß und Braun. Später kamen dann noch der Zwergpudel und, die kleinste Varietät, der Toy-Pudel mit weniger als 28 Zentimetern Schulterhöhe hinzu. Heutzutage gibt es den Pudel also in vier unterschiedlichen Größen. Hinzukommt eine enorme Farbvielfalt und sehr viele mögliche Verwendungszwecke. Denn während manche ihre Locken in wilder, unfrisierter Pracht zur Schau stellen und einfach freudig über den Agility-Platz hetzen, sitzen die anderen mit einer perfekt gestylten Löwenmähne und traditioneller Schur bei Hundeausstellungen und Schönheitswettbewerben.

So oder so: Aufgrund seines edlen und erhabenen Äußeren, seiner Intelligenz, Ausdauer und Wendigkeit sowie seines freundlichen und leicht zu führenden Wesens ist der Pudel so vielschichtig, wie kaum ein anderer Hund.

Fitness-Ansprüche

Ob aber nun als modisch aufgestylter Begleithund oder als Familienhund: Pudel sind sehr bewegungsfreudig und stellen große Ansprüche an die geistige und körperliche Fitness. Die einzige Ausnahme bilden hierbei zum Teil – aufgrund ihrer Größe – die Toy- und Zwergpudel. Allerdings wollen sich auch die kleinen Hunde täglich für mehrere Stunden bewegen.

Dadurch, dass die Vierbeiner also immer wieder nach körperlicher Ertüchtigung und geistigen Herausforderungen lechzen, eignen sich Hundesportarten sehr gut, um sie entsprechend auszulasten.

Ansonsten machen aber auch Rad- oder Joggingtouren und natürlich Ausflüge zum See den Pudel glücklich. Denn ursprünglich war diese Rasse nun einmal fürs Planschen im Wasser (beziehungsweise Beute aus diesem holen) gedacht und das spürt man bei vielen Tieren noch immer.

Rassespezifische Charakterzüge

Wie bereits schon erwähnt, ist der Pudel sehr intelligent und lernfähig, weshalb er sich gut für die unterschiedlichsten Hundesportarten eignet. Daneben sieht er aber nicht nur gut aus und ist eine Sportskanone: Der Pudel ist auch freundlich, treu und sanftmütig. Ergo, ein liebevoller Gefährte, der loyal zu seinen Menschen steht und diesen freudig folgt.

Haltungsempfehlung

Bei all diesen Fähigkeiten und Eigenschaften ist es nicht verwunderlich, dass sich ein Pudel für die verschiedensten Personengruppen eignet. So ist er unter anderem ein beliebter Familienhund, ein geschätzter Gefährte für aktive Menschen, die mit ihrem Vierbeiner Sport treiben wollen, oder auch ein beliebter Gesellschafts- und Begleithund.

Insbesondere die kleinen Rassen, die etwas weniger hohe Fitness-Ansprüche haben, eignen sich auch für ruhigere Menschen. Ausgiebige Gassi-Runden müssen aber mit jedem Pudel eingeplant werden.

Da der Pudel als leicht erziehbar gilt, ist er mit seinem freundlichen Wesen auch für Erst-Hundehalter empfehlenswert. Natürlich gehört es jedoch dazu, sich gründlich über die entsprechende Rasse und deren Anforderungen zu informieren.

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