Spielen ist für Hunde essenziell. Es fördert die körperliche Fitness, stärkt soziale Bindungen und sorgt für geistige Anregung. Doch nicht jedes Spielzeug ist harmlos: Eine auf Hunde spezialisierte Physiotherapeutin warnt jetzt vor einem besonders beliebten Spielzeug.
In einem TikTok-Video erklärt sie, dass eine beliebte Wurfvorrichtung erhebliche Risiken birgt und schwere Gelenkverletzungen verursachen kann. Anhand eines Skeletts veranschaulicht sie die Probleme, die das Spielzeug für die Fellnasen bedeutet.
Ballwerfer – unterschätzte Gefahr für Hunde
Felicity, Gründerin von „The Canine Rehab Co“ in der Nähe von London, teilte auf TikTok ihre Besorgnis über Ballwerfer, mit denen Hundehalter Bälle deutlich weiter schleudern können als mit der Hand. Diese Spielzeuge sollten verboten werden, fordert Felicity, und hat dafür einen guten Grund, den sie im Video erklärt. Sie habe bereits unzählige Hunde mit Kreuzbandrissen behandelt, die vom Gebrauch der Ballwerfer stammten.
Das Problem: Beim Aufprall des geworfenen Balls springt dieser oft unkontrolliert zur Seite. Der Hund, der mit voller Geschwindigkeit hinterherjagt, setzt seine Hinterpfoten fest auf den Boden, während sich sein Körper abrupt zur Seite dreht – eine Bewegung, die das Kniegelenk stark belastet und zu einem Riss des vorderen Kreuzbands führen kann.
Experten bestätigen die Risiken
In ihrem Video demonstriert Felicity an einem Hundeskelett, wie sich das Knie bei dieser abrupten Bewegung verdreht. „Das ist der Moment, in dem das Band reißt – genau deshalb sollten diese Geräte verboten werden“, erklärt sie. Der Clip sorgt für hitzige Diskussionen, schließlich ist der Ballwerfer sowohl bei Hunden, als auch bei Haltern äußerst beliebt.
Hannah Capon, Gründerin der Plattform „Canine Arthritis Management“, bestätigt dem „Express“ die Bedenken. Sie erklärt, dass ein Ballwerfer enorme Belastungen für die Gelenke, Muskeln und den Knorpel von Hunden mit sich bringt. Mit Verwendung des Spielzeugs würden Halter von ihren Fellnasen verlangen, wie Hochleistungssportler zu rennen – vom Stand in den vollen Sprint, dann springen, bremsen und rutschen, so Capon. Oft werden der Ballwerfer zudem auf unebenem Boden eingesetzt, was für ein erhöhtes Risiko von Gelenkschäden sorgt und zu langfristigen Problemen wie Arthrose führen kann.
Alternative zum Ballwerfer
Das Gefährliche daran: Viele Hunde überspielen den Schmerz durch die Aufregung und ignorieren erste Warnsignale ihres Körpers. Dies kann zu chronischen Beschwerden führen, die Medikamente oder sogar Operationen erfordern – und letztlich die Lebenserwartung der Tiere verkürzen. Die Hundeexperten raten Haltern deshalb, auf sichere Alternativen umzusteigen, etwa kontrollierte Apportierspiele oder interaktive Suchspiele, die die Gelenke schonen.




